Zur Story muss man nicht mehr viel sagen, Carl (Bruce Campbell) wurde gerade aus dem Knast entlassen und hat den nächsten Überfall bereits minutiös (im wahrsten Sinne das Wortes) geplant, doch leider gestaltet sich die Umsetzung dieses Planes duetlich schwieriger als gedacht.Was bisher wie ein gewöhnlicher Film klingt, wurde recht innovativ umgesetzt, der Film ist in Echtzeit erzählt und in elegantem schwarzweiss gehalten. Auf harte Schnitte wurde verzichtet, die Kamera folgt immer der Handlung, es entsteht eine sehr dichte Atmosphäre - und das Gefühl, wirklich dabei zu sein.Dies stellt allerdings auch das größte Manko des Films dar. Die Kamera kreist ständig um den Hauptdarsteller, aber die Schnitte sind deutlich zu erkennen. Es gibt nur 2 Varianten: der Darsteller läuft aus dem Bildrand, danach gibt es einen schnellen Kameraschwenk um 90 Grad, der ihn wieder einfängt. Oder aber die Kamera kommt so nah an z.B. den Rücken, dass das ganze Bild schwarz wird. Im Gegensatz zu normal geschnittenen Filmen, bei denen einem die Schnitte überhaupt nicht mehr auffallen, fiel mir dieses teilweise erzwungene "Vertuschen" der Schnitte doch deutlich auf.Das weitaus größere Problem dabei ist aber, dass der Film sich am Schluss mit dieser Technik selbst ein Bein stellt. Die Tatsache, dass die Kamera nicht hart springen kann, verrät im Vorraus, was gleich passieren wird.Alles in allem kann ich sagen, dass ich den Film sehr unterhaltsam fand, er aber zugegebenermaßen auch recht kurz geraten ist. Die Echtzeit-Erzählweise zusammen mit der dynamischen Kameraführung führen jedenfalls nicht zu Langeweile, im Gegenteil, da wäre noch mehr drin gewesen. 4 Sterne für ein gelungenes Experiment!