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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Gerne mehr davon...!,
Rezension bezieht sich auf: Runenzeit: Der Aufstieg des Arminius (Gebundene Ausgabe)
Just im Augenblick habe ich den dritten Teil der Runenzeit-Saga beendet. Auch hier werde ich mich wieder über die gesamte Trilogie auslassen, da die Bücher einzeln zu lesen nicht empfehlenswert ist.Das Werk macht auf mich den Eindruck, als habe sich ein Neuling in der Autorenwelt vorgenommen, mit viel Fleiß und Detailliebe etwas Großes zu schaffen. Und das ist ihm in meinen Augen auch durchaus gelungen. Man wird glaubwürdig in eine völlig fremdartige Welt entführt und hat trotzdem schon während des Lesens den Eindruck, sich aufgrund der Unmenge an Informationen auch selbst darin zurechtfinden zu können. Die Idee an sich finde ich absolut hevorragend. Der Schreibstil gefällt und ist sehr flüssig (auch wenn sich eine leichte Steigerung vom ersten bis zum dritten Teil nicht verschweigen lässt), die Spannungsbögen haben mich teilweise fernab jeder Wahrnehmung an die Couch gefesselt, weil man so intensiv mit den Akteuren mitfiebert. Mag sein, dass das Ende tatsächlich etwas prompt kommt, aber es liegt mir fern, dafür Punkte abzuziehen. Vielmehr hoffe ich, dass Mark Bredemeyer vom Schreiben noch lange nicht genug hat und noch das ein oder andere vergleichbare Werk schafft. Kurzum habe ich jetzt das Gefühl, nicht nur einer großartigen Geschichte beigewohnt, sondern auch einiges über die Vergangeneit in unseren Breitengraden hinzugelernt zu haben, ohne, dass mir das auch nur im geringsten schwergefallen wäre! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein toller Trip durch die Vergangenheit!,
Rezension bezieht sich auf: Runenzeit: Der Aufstieg des Arminius (Gebundene Ausgabe)
Diese Rezension gilt für alle drei Bände:Ich überlege ja immer, wie man auf die Idee für eine Geschichte kommt und suche nach versteckten Hinweisen, die einem dann das Aha-Erlebnis geben: Das war es bestimmt, was ihn auf die Idee gebracht hat: der Fund der Bronzeschale, oder: die Varusschlacht, die vor zwei Jahren ihr 2000-jähriges feierte mit opulenten Köstumschlachten bei Kalkriese, oder: zufällig beim Geschichtssurfen entdeckte Hinweise auf eine ungewöhnliche Namensgebung und Herkunft des adoptierten Chreruskerfürsten, oder: wundersame Funde von zweitausend Jahre alten Metallteilen, die modernen Patronenhülsen mit Stanzung und Prägung ähnlich sind, oder aber: das Entdecken eines kleinen esoterischen Ladens in einem Bremer Vorort mit dem Namen "Runenzeit", der einen auf der Fahrt nach Hause zu hanebüchenen Geschichten inspiriert, wie: Die Verkäuferin hätte auch gut eine alte Hagedise sein können. Ganz gleich was es war, vielleicht auch nur das, was mich selbst seit jeher das Schäfchen zählen vergessen lässt: die Vorstellung, die Welt sehen, hören, riechen und schmecken zu können, wie sie zu Zeiten ihrer Wende war, bevor sie dessen Sinn oder Unsinn für die Welt kannte. Kurz, noch nie hat mich eine Geschichte so gefesselt, begleitet und in ihren Bann gezogen, wie die Runenzeit-Trilogie von Mark Bredemeyer. Und man spürt, dass Mark genauso gefesselt war von seiner Geschichte. Er hatte was zu erzählen und er wollte die Menschen mit seiner Geschichte genauso begeistern, wie er mit jedem Schritt, die er sich tiefer hineinverdachte davon begeistert war. Man hat das Gefühl, sich darauf verlassen zu können, dass Mark vor Ort war und alles genau untersucht und angeschaut hat, dass alles stimmt und Hand und Fuss hat, so intensiv scheint er sich um Authenzität und Recherche bemüht zu haben. Schließlich hat man das Gefühlt, selbst dort zu sein und die Figuren um Leon und Frilike, Julia und Werthliko, Bliksmani, Skrohisan, Ingimundo, Paulus und Bruno, um nur wenige zu nennen, sind lebendig. Sie begleiten einen in den Lesepausen und man schlägt das Buch wieder auf, weil man unbedingt wissen will, wie es ihnen geht und was sie gerade so machen, so als würde man einen guten Freund anrufen, der gerade eine Backpacker-Tour durch Mittelamerika macht. Man ist richtig in Sorge und man freut sich, wenn sie die richtigen Entscheidungen treffen und leidet mit, wenn sie es leider wieder mal nicht getan haben und in die nächste lebensbedrohliche Scheiße gestolpert sind. Das erste Buch hatte ich bei einem kleinen Ausschreiben des Verlages gewonnen. Hatte es nach kurzem Überfliegen des Prologs zunächst wieder weggelegt unter: hoffentlich nicht so esoterisch, mal schauen. Dann, als es an der Reihe war und Leon endlich durch das grüne Feuer gefallen war, konnte ich es nicht mehr weglegen. Ich gebe zu, es gab noch eine kleine Buchpause dazwischen. Dann aber habe ich mir beide Teile direkt bei Mark bestellt, mit Widmung (erfolgreich entziffert!) bekommen und in einem Rutsch durchgelesen. Ein fantastischer, spannender und lehrreicher Rausch durch die Runenzeit, durch das Land der Chauken bis hinunter zu den Chatten (so grausig waren sie bestimmt nicht, bin ja selbst einer) und Moguntiam, dem heutigen Mainz. Wenn man die Reise mit macht, kann man in einfachen Hütten am Aha Stegili leben, Schwerter schmieden, lernen wie man Wasser holt, schöne Frauen kennen lernen, Römer an der Nase herum führen, großen Schlachten beiwohnen, seinem Onkel begegnen, Helgoland ansegeln, von Langobarden gefangen genommen werden, riesige römisch Flotten sehen, in einem Sklaventreck ganz Germanien durchwandern und über den alten Rhein, vorbei an Bingen, der Loreley und den Ubiern in Köln wieder nach Hause schippern. Ein Wahnsinn!!! Was für ein Tripp! Drei kleine Sachen habe ich dennoch: 1. Wenn Leon das erste Mal das klarste Wasser trinkt, das er bis dahin in den Mund bekommen hat, dann will ich wissen wie es schmeckt! 2. Im zweiten Buch geht einem Leon ein bisschen auf den Keks, so sehr dominiert er die Geschichte mit seinem Drang, Frilike wieder zu finden. Nicht nur, das Paulus vollkommen vergißt, warum er überhaupt hinter Leon her war, nämlich um herauszufinden, was mit Julia passiert ist, auch Werthliko lässt Julia einfach zu Hause mit dem Kind sitzen, um Leon selbstlos zu begleiten. Kann mir schwer vorstellen, dass die resolute Julia das einfach so zulässt. Ich hätte mir gewünscht, Julia wäre mit Werthliko zu der Hütte mit gekommen und es hätte ein klärendes und beruhigendes Gespräch zwischen allen Anwesenden gegeben. 3. Ich bin mir nicht sicher, ob Mark wirklich am Brückenkopf in Mainz-Kastell war (gehe aber eigentlich davon aus), aber ich meine, man kann von dort nicht bis zur Mainmündung schauen. Außerdem war ich überrascht, dass sie gerade mal in Bingen angekommen waren (quasi ein Nachbarort von Mainz), um wegen der Unschiffbarkeit von Bord zu gehen. Man hatte das Gefühl, sie waren schon Stunden unterwegs. Aber das sind wirklich nur Kleinigkeiten, die Bredemeyers Gesamtwerk in keinster Weise einschränken. Ich möchte die Trilogie jedenfalls nicht mehr missen und gebe eine eindeutige Leseempfehlung dafür ab! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mitreissendes Lesevergnügen in Drei Teilen --- Sehr Empfehlenswert,
Rezension bezieht sich auf: Runenzeit: Der Aufstieg des Arminius (Gebundene Ausgabe)
Von der Ersten bis zur letzten Seite war ich total gefesselt, auch von diesem Dritten Teil von Runenzeit. Teil 1 und 2 haben mir auch schon ganz riesig gefallen. Ein toller Schreibstil so intensiv, das ist das berühmte Kopfkino pur! Leider war auch dies Buch wieder viel zu schnell gelesen und ein nächster Teil ist nicht in Sicht, schade. Trotzdem: mit das Beste was ich bisher gelesen habe, mitreissend bis zum Schluss! Wie auch schon in Krieg um Germanien geht es nahtlos weiter in Teil 3, diesmal mit Bliksmani. Während nach dem Zeitsprung in Teil 2 die Ereignisse aus Sicht des verletzten Witandi erzählt werden, geht es jetzt erstmal mit Bliksmani weiter, das heißt das Rad der Zeit wird wieder zurückgedreht auf die Herbst-Tag-und-Nachtgleiche (während in Teil 2 Witandi ja vorm Wnter auf der Bernsteininsel anlandet um Frilike wieder zu sehen). Er tötet zwei Chauken (die wenn ich das richtig aufgepasst habe) in Teil 2 am Ufer der Weser von Witandi und Werthliko gefunden wurden, wie anhand der Runen auf dem Speerschaft klar wird. Da seine Angrivarier geschlagen sind verschlägt es ihn zu Agelhari dem Ersten der Ersten unter den Langobarden. Diesem bietet er seine Kampfkraft an, er ist ja wieder voll ausgerüstet mit jeder Menge Nettigkeiten aus dem 21. Jahrhundert. Nur so nebenbei, hat mir riesig Spaß gemacht mich immer wieder überraschen zu lassen, womit Bliksmani als nähcstes um die Ecke kommt, ob Leuchtmunition, Reizgas oder Handgranaten. Eine römische Flotte rückt aber an und ist so gewaltig, dass selbst Agelhari den Entschluss fasst, zu kapitulieren (was den historischen Tatsachen entspricht, im Jahr 5 war dies, wie auch im Buch!). Bliksmani sieht seinen Traum von den vereinigten Germanen platzen und beschließt sich erstmal den Siegern anzuschließen. Im Lager der Römer trifft er auf eine Hilfseinheit der Cherusker, trifft Segimer, Segestes und andere historische Persönlichkeiten. Viel mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten, aber mancher kann sich schon denken, wie es mit 'Bliksmani' weitergeht. Die dazugehörigen Erklärungen des Authors fand ich persönlich sehr plausibel und in sich stimmig und ich kenne mich glaub ich ganz gut aus mit der Geschichte Germaniens. Hut ab vor so viel Einfallsreichtum. Arminius bzw. "Armenium", das blaue Gestein, echt genial.- Aber lest selbst- Dummerweise kommt Bliksmani immer wieder sein Enkel Witandi in die Quere, der sich mit seinen Leuten erst von Agelhari und dann von Chatten gefangen nehmen lässt. Auch hier noch mal Hut ab vor dem Author der akribisch alles zusammen getragen hat, was über die Stämme Germaniens, ihre Sitten, Aussehen und so weiter geschrieben wurde von Geschichtsschreibern. Man findet das alles irgendwo in Runenzeit wieder und das schafft eine wirklich autentische Atmospähre. So sind die Chatten ein Bergvolk mit ganz anderen Sitten als die Chauken, sie kommen ihnen fremd vor, kleiden sich anders, bestatten ihre Toten anders, pflegen einen den Chauken unbekannten Kriegerkult (Beschneiden des Haupthaars über dem getötetetn Feind). Die Cherusker pflegen wieder andere Traditionen, so wird die Initation von Arminius ausführlich beschrieben, mitsamt Zauber, Feier usw. Ich war begeistert von den vielen Facetten dieser Bücher. Auch aktuelle archäoligische Funde wie die Reste einer bronzenen Reiterstatue nahe der Lahn wurden vom Autor aufgegriffen und finden sich wieder, als Witandi und Frilike den gefangenen quer durch die Stammesgebiete bis hin zum Rhein nach Mogontiacum folgen. Wie der Autor geschichtliche Fakten in seinen Büchern verwendet und zusammenbaut ist ein absolutes Highlight. So zum Beispiel auch die Person des Adgandestrius. In Runenzeit 3 kann man nachlesen, woher die Feindschaft zwischen ihm und Arminius herrührt, die letztendlich über ein Jahrzehnt später dazu führte, dass dieser dem Senat in Rom anbot, Arminius zu vergiften. Genial gelöst in der Geschichte! So könnte es wirklich gewesen sein. Im Verlauf der Geschichte ergeben sich einige neue Sachverhalte so dass es schwer ist, mehr über den Inhalt zu sagen wenn man nicht andere einige Überraschungsmomente kaputt machen will. Insofern endet meine Inhaltsangabe hier. Nur so viel noch: Die Runenzeit Geschichte endet einige Wochen VOR der Varusschlacht, was meiner Meinung nach auch richtig und gut ist, denn DIESE Geschichte ist schon oft genug in Romanen erzählt worden und allgemein bekannt. Das letzte Kapitel lässt allerdings hoffen, dass da doch noch irgendwas nachkommt irgendwann, denn ich interpretiere die nicht komplett entzifferbaren Schriftrollen als Hinweis darauf. Ich würde es mir wünschen denn wer sich für die römische & germanische Geschichte intressiert, für den sind diese Bücher ein absolutes MUSS. Wenigstens weiß ich jetzt wieso ausgerechnet bei den Chauken einer der Legionsadler der vernichteten Truppen des Varus verwahrt war, ich sag nur "familiäre Bande" ;-) Wenn man sich vorher mit der echten Geschichte dieser Zeit auseinandergesetzt hat, gibt es einfach unzählige kleine Hinweise oder Dinge, die eingeflossen sind in diese Bücher. Wieder unbestrittene 5 Sterne dafür.
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