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Produktinformation
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Andrew Stevenson ist ein geschulter Beobachter. Schillernd und in bunten Facetten erzählt er von Menschen und Orten. Er blickt kritisch auf seine Umgebung und die Begegnungen, die sich während seiner Nepal-Expedition ergeben. Nie jedoch läuft er Gefahr sich selbst als urteilende Instanz zu sehen. Daraus folgt, dass seine Erörterungen stets von Sachlichkeit und Objektivität geprägt sind und kein Fegefeuer an Überheblichkeiten entzünden, wie dies bei vielen anderen Abenteurern meist ohne Absicht oftmals geschieht. Dennoch ist er ein Außenseiter und wird dies immer bleiben. Einerseits sieht sich der in seine Wahlheimat Norwegen übersiedelte Kanadier selbst als solcher, andererseits misst man in seinen Berichten jede innere Auseinandersetzung mit den erlebten Konfrontationen. Emotionen sind selten, Identifikationen mit Kulturen oder Religionen überhaupt nicht vorhanden. „Rund um den Annapurna" ist eine nette Erzählung die leider ohne viel Tiefgang auskommt. Gerade in Nepal geben sich Kultur und Natur in höchsten Sphären ihre Hand und vereinigen sich zu einem Gipfel des menschlichen Erlebens. Davon ist bei Andrew Stevenson leider wenig zu spüren. Detailliert werden höchst unspektakuläre Situationen abgebildet, tiefsinnigere Fragestellungen, die bei anderen Himalajawanderern eine Selbstverständlichkeit darstellen, werden gar nicht erst aufgeworfen. Alles in allem also eine hübsche kurzweilige Erzählung ohne den Leser geistig zu fordern.
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