Paul O. Zelinsky hat in seinem Bilderbuch "Rumpelstilzchen" ein altes Märchen der Gebrüder Grimm neu erzählt und illustriert.
Wer kennt nicht die Geschichte von der schönen Müllerstochter, die durch die Prahlerei ihres Vaters in eine mißliche Lage gebracht wird.
Sie soll für den König Stroh zu Gold spinnen, dann wird er die Müllerstochter zur Frau nehmen. Andernfalls droht ihr der sichere Tod.
Bei dieser schier unlösbaren Aufgabe hilft ihr ein kleines Männchen, das jedoch dafür ihr erstgeborenes Kind als Lohn für seine Dienste fordert. Durch eine List gelingt es der jetzt zur Königin gewordenen Müllerin, den Namen des Männleins zu erraten und sich somit dieses Versprechens zu entledigen. Rumpelstilzchen springt daraufhin voller Zorn auf einen Kochlöffel und ward niemehr gesehn.
Das Märchen wird durch die wunderschön gestalteten Illustrationen zu einem ganz besonderen Erlebnis. Die einzelnen Personen sind durch Paul O. Zelinskys kreatives Können Persönlichkeiten, die Individualität jeder einzelnen wird betont, jede hat ihren Charakter, der sich im Gesicht widerspiegelt.
Die Mimik und Gestik der agierenden Personen sind so menschlich und wirklichkeitsgetreu dargestellt, daß sie teilweise wie Fotographien anmuten.
Besonders jedoch ist Zelinsky die Figur des Rumpelstilzchens gelungen, von dem ein ganz besonderer Charme ausgeht.
Interessant ist auch der Anhang, in dem man Näheres über Ursprung und Herkunft des kleinen Männchens erfährt. Auch gewinnt man einen kurzen Einblick in die Entstehungsgeschichte des beliebten Märchens der Gebrüder Grimm.