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Produktinformation
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Vierzig Jahre, bis 1998, hat The Rum Diary des amerikanischen Kult-Autors Hunter S. Thompson (Angst und Schrecken in Las Vegas, Hells Angels), auf eine Veröffentlichung in den USA warten müssen. So lange galt der Roman als verschollen. Nun ist er auch auf Deutsch erschienen; und nun zeigt sich auch für Leser hierzulande, wie unglaublich aktuell er doch geblieben ist. Fast scheint es, als habe sich die Welt in einen Dornröschenschlaf begeben, um auf The Rum Diary zu warten, und sei erst jetzt wieder so richtig aufgewacht, um diesem grandiosen Buch im Nachhinein Recht zu geben. Eine blendende, lakonisch erzählte Fabel über den Verlust der Unschuld Amerikas, übers Erwachsenwerden, den Einbruch von Korruption und Gewalt in die Idylle und das Verschwinden paradiesischer Illusionen. --Isa Gerck -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Grandiose Erzählstimme in fabelhafter Übersetzung,
Von Wirtshausberater (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: The Rum Diary (Broschiert)
Der 31jährige Journalist Paul Kemp aus New York hat zehn Jahre im Ausland verbracht. Nun nimmt er einen Job bei dem Käseblatt "Daily News" in San Juan/Puerto Rico an. Für die Zeitung arbeiten nur völlig unfähige Reporter oder Typen, die irgendwie in diesem Ort hängengeblieben sind. Die ersten drei Monate wohnt Paul im Hotel und vertreibt sich die Freizeit mit ein paar Jungs von der News auf Parties und in Bars. Neben etwas Sex gibt es vor allem ganz viel Rum und Paul wird wie die anderen immer mehr zum Säufer. Neben der Einöde San Juan's stört ihn sonst aber nur der cholerische Zeitungsboss Sanderson und die Zeitung selber, die immer wieder kurz vor dem Ruin steht.Nach einem Streit mit einem Wirt prellen die Jungs von der Zeitung die Zeche, werden von der Polizei verfolgt und wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt festgenommen. Sie kommen auf Kaution frei, aber als Paul sein Foto im Konkurrenzblatt sieht, fürchtet er um sein Leben. Er wird depressiv, reißt sich aber zusammen, nimmt sich ein kleines Appartment und kauft sich ein Auto. Er bekommt das Angebot für einen reichen Typen Reiseartikel zu schreiben und fliegt zusammen mit dem bei der News gefeuerten Yeamon und dessen vergnügenssüchtiger Freundin Chernau auf die Insel St. Thomas. Dort erleben die drei ein besinnungsloses Karneval-Wochenende mit ekstatischem Tanz, Alkoholexzessen und einer folgenschweren Schlägerei. The Rum Diary war Hunter S. Thompsons serster Roman und wurde erst im Jahre 1998 gedruckt. Auf deutsch erschien der Roman zunächst bei dem kleinen, aber feinen Blumenbar-Verlag als Hardcover, dessen Verleger Wolfgang Farkas für diese famose und überaus rhythmische Übersetzung verantwortlich zeichnet. Dann hat Heyne, offensichtlich durch gute Rezensionen aufmerksam geworden, die Rechte gekauft und das Buch in vorliegender Paperbackversion herausgebracht. Das Buch wird von Anfang bis Ende von der grandiosen Erzählstimme des Ich-Erzählers Paul getragen. Ich fühlte mich sofort an die Erzähler der große Mafia-Filme wie "Der Pate" oder "Good Fellas" erinnert, die aber jüngeren Datums sind. Die Handlung ist dabei gar nicht mal so spannend, doch Thompson's Erzählstil lässt ein unglaublich lebendiges Bild Puerto Ricos in den späten 50er Jahren entstehen. Hin und wieder erkennt man den einen oder anderen Ansatz, aus dem Thompson später "Fear and Loathing in Las Vegas" gemacht hat, den wohl größten Drogenroman aller Zeiten. "The Rum Diary" ist für mich vor allem die Geschichte eines Ortes, der eigentlich nur die Sehnsucht nach anderen Plätzen weckt, sowie die Frage nach dem Sesshaftwerden und dem richtigen Alter dafür. Dass Hunter S. Thompson sich 2005 umbrachte, war irgendwo konsequent, wenn man sein Werk betrachtet, aber literarisch ist es jammerschade, denn man kann sich kaum einen besseren Erzähler vorstellen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Karibisches Fieber,
Rezension bezieht sich auf: The Rum Diary. Roman (Gebundene Ausgabe)
Einzigartig in Hunter S. Thompsons Werk The Rum Diary, welches nun erstmals auch in deutscher Übersetzung vorliegt, ist die Stimmung der Charaktere in der karibischen Kulisse San Juans. Gequält von Zukunftsgedanken begleitet man Paul Kemp, einen 32 jährigen Journalisten, durch einen unglaublichen Trip durch die Tiefen des karibischen Zeitungswesens im Jahr 1959. Dabei trifft Kemp auf zwielichtige Charaktere aller Art, welche er in der Redaktion, aber auch durch Redaktionskollegen kennenlernt. Die Mischung aus Zukunftssorgen, karibischer Kulisse und Liebe sowie das Tempo, mit der die Geschichte vorrangetrieben wird, machen das Buch aüsserst lesenswert.Auch wenn die Übersetzung noch an einigen Stellen mangelt(häufige Wortdoppelnennung), hat Hunter S. Thompsons Werk, gerade mit dem Hintergedanken seiner Entstehung vor über 40 Jahren und der damit verbundenen immer noch andauernden Aktualität der Rahmenbedingungen, 5 Sterne verdient. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Karibisches Delirium,
Von
Rezension bezieht sich auf: The Rum Diary. Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe mir zwei Nächte um die Ohren gehauen und mit viel Vergnügen und Spannung das Rum Diary gelesen. Ich liebe einfach Bücher, die mich ständig dazu verleiten, mich dem Zigaretten- und Alkoholkonsum ihrer Protagonisten anzupassen und ich dem dann wenigstens ansatzweise widerstehen kann. Die tropische Hitze Puerto Ricos und die angespannte gesellschaftliche und politische Situation in der Karibik während der späten 50er und der Kontrast zur Lage auf dem amerikanischen Festland ließ sich glaubhaft nur im Zustand fast ununterbrochener Trunkenheit ertragen. Und man weiß nicht recht, was eher ein Anlass war, sich zu betäuben: die karibische Welt selbst oder die Differenz dazu in den USA. Hunter S.Thompson beschreibt dies aus der Sicht des amerikanischen Journalisten Paul Kemp, der - offenbar auf der Flucht vor sich selbst - in diese andere Welt hereingerät, der sich irgendwie mit den verschiedensten, zum Teil völlig durchgeknallten Freaks seiner Redaktion arrangieren muss, und der bei dieser Gelegenheit und fast beiläufg das findet, wonach er - ohne sich genau darüber bewusst gewesen zu sein - gesucht hat. Dass es dabei auch um so etwas wie Liebe zu einer schönen Frau geht, versteht sich von selbst.
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