"Das große Land zwischen Karpaten und Schwarzem Meer hat sich längst geöffnet. Wer sich auf Land und Leute einlässt, trifft auf Fortschritt und Tradition in größtmöglichem Kontrast und in jeder Region auf gastfreundliche Menschen. Der Reiseführer von Brigitta Gabriela Hannover stellt Rumänien kenntnisreich vor: dakische Spuren, griechische, römische und byzantinische Siedlungen, rumänische Holzbauten und habsburgische Städte, Wehrkirchen und Burgen finden sich zuhauf. Diese Kunstschätze liegen in einer landschaftlichen Vielfalt, die vom Hochgebirge über die Hügellandschafen der Moldau und Walachei bis zu den Stränden des Schwarzen Meeres und der Donau reicht." (Fränkische Nachrichten)
VORWORT
Rumänien, das Land im Südosten Europas, schien trotz der politischen Wende zunächst ein wenig in Vergessenheit geraten zu sein. Mittlerweile, und das nicht erst seit seinem Beitritt zur Europäischen Union im Jahr 2007, erfreut es sich glücklicherweise sowohl bei Individualreisenden wie organisierten Gruppen immer größerer Beliebtheit als Urlaubsland.
Manchem haftet es als Heimat des sagenumwobenen Dracula im Hinterkopf, anderen ist es als Siedlungsgebiet der Siebenbürger Sachsen geläufig, und wieder andere verbinden es mit der Bukowina und den Banater Schwaben. Häufig musste die Walachei als Synonym für Unordnung herhalten, während sie als Lebensraum der Zigeuner romantisch verklärt wurde. Nicht nur Menschen, die in Rumänien einst ihre Heimat hatten, kehren heute für Besuche zurück, sondern auch Reisende, die sich aufmachen, in den unendlich scheinenden Weiten die verborgen liegenden Kunstschätze zu suchen, sind immer häufiger anzutreffen. Und besonders die Naturliebhaber wissen die tiefen Wälder, die ursprünglichen Flusslandschaften und die intakten Dorfstrukturen zu würdigen.
Viele Kilometer trennen das Land von den europäischen Zentren, und zumeist bietet es sich an, in seiner bekanntesten Region, Siebenbürgen, zu bleiben. Der Fremde sollte aber keineswegs die Mühen scheuen und an seine äußersten Grenzen die hügelige Moldau, die weite Dobrogea, die waldreiche Maramures sowie in das sagenhafte Donaudelta zu fahren.
Der Ausbau der Flughäfen hat die Anreise erheblich erleichtert, und nicht mehr lange wird man die Straßen mit Enten, Gänsen, Eseln, Fuhrwerken, aber auch mit Fahrrädern und rasenden Autos teilen. Hier in Rumänien treffen im wahrsten Sinne des Wortes Fortschritt und Tradition in größtmöglichem Kontrast aufeinander. Wer bereit ist, von Gewohntem Abstriche zu machen, trifft noch auf eine Ursprünglichkeit, die ihresgleichen in Europa sucht.
Immer noch tragen die Schlagzeilen unserer Zeitungen, die fast ausschließlich von Armut, politischem Chaos, Korruption und organisierter Kleinkriminalität berichten, zu einer Furcht vor dem Land bei. Doch auch in Rumänien blieb die Zeit seit der Wende nicht stehen, und die Erfolge der letzten Jahre sind weithin sichtbar. Schon warten viele neue Straßen, Hotels und gastfreundliche Rumänen auf ihre Gäste. Vielleicht mag das Reisen etwas mühevoller als anderswo sein, doch die vielen hilfsbereiten Menschen lassen dies leicht vergessen.
Viele Jahrzehnte lang war das Land dem deutschen Sprachraum durch die auswanderungswilligen Rumäniendeutschen im Bewusstsein. Heute gehört das Land zur Europäischen Union, Tür und Tor sind offen und die Reisenden herzlich eingeladen, die Brücke zwischen Europa und dem Orient mit seinem überreichen Kulturgut zu besichtigen und seine Naturschönheiten zu genießen. Detaillierte Informationen und eine Voransicht dieses Reiseführers finden Sie auf www.trescher-verlag.de