*Paschke schlug mir mit einem dicken Prügel in die Kniekehlen, sodass ich hart auf dem Boden aufschlug.
Dann demolierte er mit dem Knüppel in aller Seelenruhe meine Einrichtung. Meinen alten Schreibtisch. Meinen Nippes. Meine Bilder. Meine Pflanzen. Meinen PC. Er zerstörte, was mir lieb und teuer war. Er ruinierte meine Existenz.
Als ich mühsam auf ihn zu kroch, schlug er noch mal zu. Hart traf mich der Schlag im Kreuz.
Sie sind entlassen, höhnte er. Und sie wissen ja, wer mit vierundvierzig arbeitslos wird, ist raus. Ene mene mu und raus bist du! Mit spitzem Zeigefinger stach er mir zu jeder dieser absurden Silben in die schmerzenden Rippen.
Dann stierte er mich mit seinen seltsam überquellenden basedowschen Augen an. Drohend wackelte er mit dem Zeigefinger. Und wenn ich Sie damit noch nicht klein habe, dann jetzt mit meinem Tod.
--- Schweißgebadet wachte ich auf. --- ...*
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Zum Inhalt: Toni Blauvogel, eine verschrobene aber doch irgendwie auch sympathische Essenerin, wurde gerade gekündigt. Sie räumt mitten in einer eiskalten Nacht ihr Büro und fährt auf der A 40, dem Ruhrschnellweg, nach Hause. Das Licht ihrer Scheinwerfer erfasst etwas auf den Betonelementen des Mittelstreifens: Dort liegt ein Mann. Tot.
Schon bald stellt sich heraus, dass dieser Tote nicht nur Tonis (Ex-)Chef Werner Paschke ist, sondern auch, dass er aller Wahrscheinlichkeit nach brutal ermordet wurde. Und somit gerät fast logischerweise die frisch gekündigte Toni Blauvogel schnell ins Visier der polizeilichen Ermittlungen.
Um ihre Unschuld zu beweisen, wird sie zur Akteurin wider Willen. Äußerst hilfreich ist ihr dabei ihr Wissen um die schwarzen Karteien und Konten der Unternehmensgruppe Krippenhagen & Goll, bei deren Tochtergesellschaft Exapta GmbH Toni angestellt war. Max Schulze, ein passionierter Computer-Hacker, steht ihr mit seinen Kenntnissen zur Seite - und was die beiden letztendlich herausfinden, klingt nach wahrlich schlagzeilenträchtiger Korruption ...
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Fazit: Ein sehr sympathischer, spannender sowie humorvoller Kriminalroman aus dem Ruhrgebiet mit viel Lokalkolorit. Milieu und Plot dieses Romans sind frisch wie auch ansprechend.
Eine Fortsetzung wäre wünschenswert! Wie ich dem Impressum entnehme, wurde der Roman bereits 2002 geschrieben - Also, liebe Frau Ursula Sternberg: Wie sieht es aus mit einem 2. Fall für Toni Blauvogel?
Es grüßt -- Reinhard Busse