oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Jetzt eintauschen
und EUR 0,55 Gutschein erhalten
Eintausch
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Der Artikel ist in folgender Variante leider nicht verfügbar
Keine Abbildung vorhanden für
Farbe:
Keine Abbildung vorhanden

 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Ruhm: Ein Roman in neun Geschichten [Gebundene Ausgabe]

Daniel Kehlmann
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (137 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 18,90 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Nur noch 3 auf Lager (mehr ist unterwegs).
Verkauf und Versand durch Amazon. Geschenkverpackung verfügbar.
Lieferung bis Mittwoch, 22. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.

Weitere Ausgaben

Amazon-Preis Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe EUR 18,90  
Audio CD, Audiobook EUR 25,99  

Kurzbeschreibung

16. Januar 2009
Ein Schriftsteller mit der unheilvollen Neigung, Menschen, die ihm nahestehen, zu Literatur zu machen, ein verwirrter Internetblogger, ein Abteilungsleiter mit Doppelleben, ein berühmter Schauspieler, der lieber unbekannt wäre, eine alte Dame auf der Reise in den Tod: Ihre Wege kreuzen sich in einem Geflecht von Episoden zwischen Wirklichkeit und Schein. Ein Spiegelkabinett voll unvorhersehbarer Wendungen – komisch, tiefgründig und elegant erzählt vom Autor der «Vermessung der Welt». «Ein Buch von funkelnder Intelligenz.» FAZ «Ruhm strotzt vor Raffinement. Daniel Kehlmann scheint alles zu können.» NZZ «Daniel Kehlmann hat mit seinem neuen Roman Weltliteratur geschaffen.» Die Weltwoche «Verteufelt gut ... brillant ...» NZZ am Sonntag «Hochintelligent und zugleich ein Lesevergnügen ...» Deutschlandradio Kultur «Ein literarisches Bravourstück ...» Die Welt «Das Buch ist eine Wucht – virtuos und witzig geschrieben. Jede einzelne der neun Geschichten ein Diamant.» ZDF heute journal

Wird oft zusammen gekauft

Ruhm: Ein Roman in neun Geschichten + Die Vermessung der Welt. Roman
Preis für beide: EUR 38,85

Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen
  • Die Vermessung der Welt. Roman EUR 19,95


Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Rowohlt; Auflage: 6 (16. Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498035436
  • ISBN-13: 978-3498035433
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,2 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (137 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 77.324 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Entdecken Sie Bücher, lesen Sie über Autoren und mehr

Produktbeschreibungen

Amazon.de

Ruhm heißt der neue Roman des Erfolgsschriftstellers Daniel Kehlmann. Damit niemand glaubt, dass er nun größenwahnsinnig geworden ist, hat er in einem Interview vor der Veröffentlichung betont, dass der Titel ironisch gemeint sei. Geistreicher Witz und subtile Ironie - diese beiden Stärken spielt Kehlmann in der Tat auch in seinem neuen Roman aus. Eine seiner Figuren ist Leo Richter, ein brillanter, geistreicher Bestseller-Autor. Der Verdacht liegt nahe, dass es sich um ein Alter Ego Kehlmanns handelt. Genährt wird er dadurch, dass Richter im Roman Ruhm über eben dieses Werk reflektiert. Und er schafft Figuren, die dort auftreten - ein vielschichtiges und spannendes Spiel mit Wirklichkeit und Fiktion, das auf weiteren Ebenen fortgeführt wird. Kehlmann schildert Richter auch in ironischer Brechung: Auf Reisen beispielsweise mutiert Leo, der Löwe, unter Flugangst leidend, zu einem ängstlich wimmernden Kätzchen.

Aus neun Kurzgeschichten besteht der Roman. Jede kann, mit Ausnahme der letzten, für sich gelesen werden. Einzelne Figuren oder Fäden der einen Geschichte werden in der nächsten oder einer späteren Geschichte weitergesponnen und zu einem Roman verwoben. Ruhm ist voller intertextueller Bezüge und Querverweise. So zitiert Kehlmann paraphrasierend aus Goethes Faust. Aber man muss nicht alles erkennen, um dem Roman folgen und ihn mit Genuss lesen zu können.

Ruhm ist ein Literatur gewordener Episodenfilm, spannungsreich und mitreißend geschrieben. Pointiert und treffsicher sind die Schilderungen: Ein Satz oder eine Geste reichen bei Kehlmann aus, um Bilder entstehen und Situationen klar werden zu lassen. Den begeisterten Lesern von Die Vermessung der Welt und Ich und Kaminski wird auch Ruhm gefallen. -- Elisabeth Müller "

Pressestimmen

Nach seinem Weltbestseller "Die Vermessung der Welt" wurde Daniel Kehlmann vom deutschen Feuilleton zum Genie erklärt. Doch Genies werden hierzulande nur herbeigeredet, um sie bei nächstbester Gelegenheit opulent hinzurichten. Ist "Ruhm" also wirklich nur die Geburt einer Ideenlosigkeit? Neun kurze Geschichten setzen sich nach und nach zu einem Roman zusammen: Ein Mann spielt Schicksal, nachdem er auf seinem Handy Anrufe erhält, die einem anderen gelten. Eine Romanfigur wird von ihrem Autor in den Tod geschickt. Ein bekannter Schauspieler flüchtet in die Rolle seines eigenen Doppelgängers. Vielleicht ist Kehlmanns Botschaft etwas abgedroschen: Dank Internet und Mobiltelefon erfinden und verlieren wir uns gleichzeitig in unendlich vielen Parallelwelten, ohne dass wir dabei die Summe dieser Welten noch fassen können. Doch sein intelligentes Puzzlespiel macht bei der Spannung keine Abstriche. Und selbst wenn Klischeefiguren wie der fettleibige Internetjunkie Mollwitz eines Genies unwürdig sind: Ein Exekutionskommando rechtfertigen sie noch lange nicht. (cs) -- kulturnews.de

Welche anderen Artikel kaufen Kunden, nachdem sie diesen Artikel angesehen haben?


Eine digitale Version dieses Buchs im Kindle-Shop verkaufen

Wenn Sie ein Verleger oder Autor sind und die digitalen Rechte an einem Buch haben, können Sie die digitale Version des Buchs in unserem Kindle-Shop verkaufen. Weitere Informationen

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gefangen im literarischen Spinnennetz 8. März 2010
Format:Gebundene Ausgabe
Daniel Kehlmann (34), der Autor vom Bestsellerroman "Die Vermessung der Welt", konnte bei der Konzeption seines neuen Buches "Ruhm" die Finger nicht vom literaturwissenschaftlichen Experimentierkasten lassen.

So ganz und gar unkonventionell kommt "Ruhm" in Aufbau, Struktur und Grundidee daher. Neun Episoden reihen sich nebeneinander, jede mit ihrer ganz eigenen Sprache, jede mit einem anderen Blickwinkel. Zugegeben, es stellt sich beim ersten Durchblättern die Frage, ob diese Geschichten mit Titeln wie "Ein Beitrag zur Debatte" oder "In Gefahr" überhaupt zusammenhängen.

Die auffälligste Gemeinsamkeit aller Geschichten ist die Frage danach, in wie weit äußere Einflüsse das Leben bestimmen. In "Ruhm" zeichnet Kehlmann ein facettenreiches Figurenkabinett unserer heutigen Gesellschaft: Da wäre zum einen ein neurotischer Schriftsteller, der sich seine Lieblings-Romanheldin nach dem verbesserten Bildnis seiner schnöden Lebensgefährtin baut. Oder der Schauspieler Ralf Tanner, der nach einem "Fluchtversuch" aus seinem goldenen Käfig als Doppelgänger nicht mehr zurück in sein wahres Leben findet. Oder der Blogger, ein Muttersöhnchen, das in der Realität ein wahres Versagerleben führt, doch in Internetforen den prolligen Kompetenzbeauftragten für jede Lebenslage mimt.

Alle Figuren wurden in eine Gesamt-Story verwoben, die zwar keinen richtigen Anfang, kein Ende und keine echte Hauptfigur hat, in der jedoch alle Handlungsfäden zusammenlaufen. Jede Geschichte löst an einem oder an mehreren Punkten einen Handlungsstoß für eine andere aus. Als Schubser für diesen Dominoeffekt dienen die Kommunikationsmittel unserer Zeit, das Mobiltelefon und das Internet. Heraus kommt eine bunte Geschichte, die stellenweise den Unterhaltungswert einer Verwechslungskomödie hat.

Mit Hilfe der Schnitttechnik führt Kehlmann unvermittelt neue Personen ein und neue Handlungsläufe beginnen. Mehrere Ansichten laufen gleichzeitig, werden aber nacheinander erzählt. Ist der Blogger Mollwitz in der Geschichte "In Gefahr" nur ein weiterer Typ, der den Schriftsteller Leo Richter von der Seite anquatscht, so ist der Internetjunk wenige Seiten weiter plötzlich der Nabel seiner eigenen Welt ' im Kontrast dazu vertreten durch einen seltsamen Internetslang. Dabei wechselt Kehlmann gekonnt von einem Stil zum anderen und behält stets den souveränen Umgang mit der Peinlichkeit seiner Figuren bei.

Daneben gibt "Ruhm" dem Leser Signale zu gesellschaftlichen Verfremdungen und unterschiedliche Wahrnehmungswelten. Kehlmann agiert ähnlich wie Tolstoi, vieles seiner Figuren spielt sich im Inneren ab. Das Betrachten der Welt mit unterschiedlichen Augen erzeugt den Eindruck, als ob etwas zum ersten Mal beschrieben wird. Ein Handwerksgriff, der zur Abwechslung im Lesevergnügen beisteuert.

Auf einen Ausflug in die literaturtheoretischen Metaebene entführt Daniel Kehlmann in die Geschichte "Rosalie muss sterben", in der er das Verhältnis zwischen Autor, Leser und Figur behandelt. In dieser Episode fleht die schwerkranke (sich selbst erkennende) Hauptfigur Rosalie auf dem Weg zur Klinik für Sterbehilfe den Autor an, er möge das Schicksal von ihr abwenden. Hier wechseln augenblicklich die Ebenen, exponierte Bittrufe der Figur unterbrechen die Erzählung und die Geschichte tritt aus dem üblichen räumlich-zeitlichen Spektrum von Erschaffer und Erschaffene heraus. Kehlmann thematisiert an dieser Stelle den Kommunikationsprozess in der Literatur - ganz nach Bachtins Theorie des zweistimmigen Wortes, der Stimme des Autors und der fremden Stimme, die sich überlagern - und stellt so die literarischen Vorstellungen der Rollen von Leser, Figur und Autor auf den Kopf.

Als Gesamtaussage bleibt zurück: Der Roman stellt die fremden Sprachen ins Recht, lässt die Wirklichkeit mit der Fiktion verschwimmen, spricht sich gegen die eine Wahrheit, den abgeschlossenen Text und die Verweigerung des letzten Wortes aus. Der Poststrukturalismus lässt grüßen.

Aber was macht "Ruhm" zu einem guten Roman? Seine Unfertigkeit. Die Erzählung ist keine von Widersprüchen gereinigte Welt. Die ungeschriebenen Teile sind bei "Ruhm" die eigentlich interessantesten. Denn zwangsläufig bindet Kehlmann den Leser selbst in den Schaffensprozess mit ein. Der Autor bietet die unterschiedlichsten Perspektiven und Bewertungsvorschläge an. Doch es findet sich kein hilfreicher Wink von ihm wieder, der die Verhältnisse zwischen den Figuren ausformulieren könnte; der Leser ist in diesem literarischen Spinnennetz auf sich allein gestellt. Der Leser soll entdecken. Er ist derjenige, der die unklaren Beziehungen und Leerstellen in diesem komplexen Geflecht an Verbindungen zusammenleimt. Somit setzt der Leser den letzten Stein auf die Endfassung des Textes.

Der Roman "Ruhm" ist ein handwerklich gelungenes Buch, das auf die Konfusion der Sprachen in einer globalisierten, ständig miteinander vernetzten Welt aufmerksam macht. Schönheitsfehler wie die teilweise eindimensional überzeichneten und ins klischeehafte entrückt Figuren sollen diesen guten Eindruck nicht trüben. Denn "Ruhm" bedient mehrere Lesegruppen und kann sowohl auf unterhaltsame als auch tiefgängige Weise gelesen werden.

Das Spiel mit dem Experimentierkasten hat sich für Kehlmann also gelohnt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach gut 6. August 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Ich kann nicht auf dem intelektuellem Niveau manch anderer Rezension, egal ob pro oder contra, mithalten. Ich kann diese paar Zeilen nur dazu Nutzen, zu sagen, dass mich das Buch zutiefst berührt hat. Das Siegel "Roman" ist wohl unverdient, es sind einfach einige kurze Geschichten, die durch die Art wie sie erzählt werden zum Nachdenken, Mitfühlen und Reflektieren einladen. An jeder Stelle des Buches wollte ich weiterlesen und zu keiner Zeit habe ich das Lesen als Zeitverschwendung empfunden. Und nichts anderes erwarte ich von einem guten Buch.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Daggi TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Ein Roman in neun (Kurz)-Geschichten - alle erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven, mal aus der Ich-Perspektive, mal aus der Erzählperspektive. Durch Mehrfachnennungen von Namen, die in den Kurzgeschichten vorkommen, sind diese miteinander verknüpft. Normalerweise komme ich durcheinander, wenn mehrere Personen aus der Ich-Perspektive erzählen. In diesem Fall aber konnte ich die Personen jeweils gut zuordnen, da es sich um abgeschlossene Geschichten handelte. Man findet "Geschichten in Geschichten in Geschichten". Alle haben auf irgendeine Art und Weise mit Vorstellung und Wirklichkeit, mit Visionen und drohendem Realitätsverlust zu tun, mit Traum und Tatsachen.

Gleich die erste Kurzgeschichte hat mich angesprochen: Ebling legt sich ein Handy zu. Er scheint die gleiche Nummer wie ein anderer zu haben, denn ständig bekommt er Anrufe von Leuten, die er nicht kennt. Laut Telekommunikationsunternehmen kann das gar nicht sein. Erst ignoriert er die Anrufe, doch später macht es ihm Spaß, sich als "Ralf" auszugeben. Dadurch richtet er Schaden an, den er selbst gar nicht überblicken kann und er kommt der Seele einer aufregenden Frau näher, als er je zu wünschen gehofft hat ...

Wer ist dieser Ralf? Mit dieser Frage geht man in die nächste Geschichte, doch diese handelt (zunächst) von etwas ganz anderem. Der sperrige Schriftsteller Leo Richter hat Flugangst. Mit Elisabeth, einer Ärztin von Médecins sans frontière, ist er unterwegs zu einer Vortragsreihe durch Lateinamerika. Hier taucht zum ersten Mal Lara Gaspard auf - eine Romanfigur von Leo Richter, die später auch noch in einer Kurzgeschichte vorkommen soll. Bereits hier vermischen sich Realität und Illusion ... Die zweite Geschichte ist amüsant zu lesen auf Grund der Paranoia von Leo Richter und dessen rigorosem Umgang mit übereifrigen Bewunderern.

Die befremdlichste aller Geschichten war für mich die dritte "Rosalie geht sterben". Hier vermischen sich Realität und Illusion noch stärker, denn Rosalie ist eine (weitere) Figur von Leo Richter, nämlich die Tante von Lara Gaspard. In der Geschichte selbst führt Rosalie ein Streitgespräch mit ihrem Schöpfer Leo Richter, ob sie denn nun sterben solle oder nicht, denn eigentlich hat die 70jährige Rosalie dazu noch gar keine Lust ... Weil es Leo Richter aber anders mit ihr vorhat, muss sie in die Schweiz reisen ... "Was ist das nur mit den Schweizern, denkt sie, die können doch sonst alles, wieso kriegen sie es nicht hin, normal zu sprechen?"

In der vierten Geschichte geht es nun endlich um Ralf Tanner, einen berühmten Schauspieler. Auch diese Geschichte handelt von Identitätsverlust und der Verschiebung von Realitäten. Jemand anderer - ein Imitator gibt sich als Tanner aus. Tanner findet nicht in sein altes Leben zurück, doch so unrecht ist ihm das gar nicht, er hat es satt, berühmt zu sein ...

Immer wieder taucht ein seltsamer Taxifahrer in den Geschichten auf. Dieser Taxifahrer stiehlt Autos und weiß schon im Voraus, wohin die Leute wollen. Auch ein erfolgreicher Selbsthilfebuchschreiber - Miguel Auristos Blankos - wird mehrfach genannt ... "und sollte die Atombombe fallen, dann werde eins mit der Atombombe". Von ihm handelt die sechste Geschichte.

Eine Geschichte, die mir am meisten unter die Haut ging (real vorstellbarer Horror): eine Schriftstellerkollegin von Leo Richter geht in einem fremden Land verloren. Sie findet sich nicht zurecht, spricht die Landessprache nicht, erfährt keine Hilfe, weiß sich nicht zu helfen, geht einfach unter.

Am krassesten die Geschichte des Internetjunkies Mollwitz in moderner Jugendsprache verfasst. Von der Arbeit aus postet er in verschiedenen Internetforen, wohnt aber noch bei Mama und wäscht sich nicht gerne. Mollwitz, der unter Fremden nicht reden kann und lieber anderen usern Reason beibringt, muss für seinen Chef eine Präsentation bei einer Tagung übernehmen - das kann nur in einer Katastrophe enden - eine schöne Persiflage auf Internetkommunikation und Umgangsformen in Internetforen.

Die beiden letzten Geschichten führen zum Ausgangspunkt zurück und verbinden die noch fehlenden Zusammenhänge. "Alles was man sich vorstellt, ist im Grunde auch wahr". Der Wunsch nach einer Verdoppelung des Lebens, Traum und Wirklichkeit verbinden ...

Mein Fazit: Daniel Kehlmann hat einen amüsanten wie auch intelligenten Roman geschrieben, der aktuelle Themen aufgreift und die Möglichkeiten von Dimensionsverschiebungen unserer heutigen Kommunikationswelt aufzeigt. Sprachlich ist ihm das sehr geglückt. Ich habe diesen Roman schnell gelesen und fühlte mich vom Thema angesprochen, wenn ich auch finde, dass Kehlmann Manches hätte mehr vertiefen können. Ach - und eine Frage noch, Herr Kehlmann: >>Woher nehmen Sie eigentlich Ihre Ideen?<<
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Hörbuchrezension
Dieses Buch wird sehr kontrovers bewertet. Von mir erhält es die volle Punktzahl. Die hätten sich schon allein die Sprecher verdient. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Platzanweiser veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Kehlmann's Ruhm
Ein genialer Roman, voller Spannung und Umschwünge. Auf eine intelligente Weise spricht über viele Aspekte des modernen Lebens. Sehr empfehlenswert!
Vor 4 Monaten von Goran Schmidt veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Abwechslungsreich im Aufbau, schön im sprachlichen Stil
Abwechslungsreiche und sehr erfindrungsreiche, scheinbar voneinander unabhängige Kurzgeschichten die dann aber doch einen Bogen über das gesamte Buch spannen. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Tricia veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Ein Experiment
Daniel Kehlmann geht hier ein gewagtes Experiment ein. Es werden neun Geschichten erzählt die alle auf verschiedenen Ebenen direkt oder indirekt verknüpft sind. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Prometheus veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Das macht Spaß, Herr Kehlmann
Ich war schon von Carl Friedrich Gauß in "Die Vermessung der Welt" begeistert, diesmal hat es mir besonders der Mollwitz angetan, die fette Sau. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Ramones 16 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Hervorragend
Ich bin sehr zufrieden mit dem gelieferten Produkt. Es ist in einem hervorragenden Zustand und die Lieferung erhielt ich binnen weniger Tage.
Vor 15 Monaten von Sigrid veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Nett für zwischendurch
Ruhm - Ein Roman in neun Geschichten ist eine schöne Erzählungssammlung, aber kein Roman. Neun Episoden, von denen acht auch einzeln zu lesen sind, reihen sich locker... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Kirsten veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen 9 Teile eines Ganzen
9 Kurzgeschichten von Daniel Kehlmann:
1. Stimmen.
Computertechniker Ebling bekommt sein erstes Handy. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von callisto veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen mögl. Intentionen von Kehlmann
Ich möchte nur ein kleines "Feedback" geben an dieser Stelle. Die Rezension greift viele Intentionen von Kehlmann auf, denke ich, doch kommt die Tiefgründigkeit nicht an... Lesen Sie weiter...
Vor 24 Monaten von letteratura veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein Spiegelkabinett rund um Ruhm und literarische Motive
Ich bin ein wenig ratlos, wie ich den Lesern dieser Rezension nur dieses Buch nahebringen soll. Nacherzählen lässt es sich nicht, erklären - nun ja, auch nur... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. März 2011 von T. Jannusch
Kundenrezensionen suchen
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen

Kunden diskutieren

Das Forum zu diesem Produkt
Diskussion Antworten Jüngster Beitrag
Drama gesucht 1 03.08.2010
Alle Diskussionen  
Neue Diskussion starten
Thema:
Erster Beitrag:
Eingabe des Log-ins
 


Aktive Diskussionen in ähnlichen Foren
Kundendiskussionen durchsuchen
   
Ähnliche Foren


Lieblingslisten

Legen Sie Ihre eigene Lieblingsliste an

Ähnliche Artikel finden


Ihr Kommentar


Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de