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am 10. November 2014
Wenn die Tage kürzer werden, der kalte Novemberwind um die Häuserwände streicht, die Straßen totenstill im Mondschein liegen und das Kerzenlicht grotesk tanzende Schatten in jede schemenhafte Zimmerecke wirft gibt es wohl nichts Schöneres als alten mysteriösen Geschichten zu lauschen.
Finstere, skurrile teils morbide oder schwarzhumorige Erlebnisse, fremde Situationen, seltsame Gestalten, die zeigen, wie die fragile Realität einem Vorhang ähnlich vor unseren Augen zurückgezogen werden kann und dahinter- das Geheimnis, die Dunkelheit, das Raunen und Flüstern, die absurden Schrecknisse der Anderswelt.
"Ruhig Blut" ist eine fast zehnstündige Zusammenstellung der großen Altmeister des Unheimlichen , aber auch von klassischen Autoren, die sich nur ab und an einmal dem Genre der Geistergeschichte zuwandten. (Mark Twain, Conan Doyle oder Robert Louis Stevenson sind da zu nennen).
Eine Auswahl, die durchaus erlesen ist und doch manchmal auch nicht ganz überzeugt,
Immer wieder ein teuflisch, pointierter Genuß natürlich die oft nur wenige Minuten langen Alpträume von Ambrose Bierce ("Die Augen des Panthers", "Die Totenwache"), spannend und fast einer Schauerversion von Tolstois " Kreutzersonate" gleichend Wilkie Collins "Die Traumfrau" .
Ebenfalls lernen wir die Schrecken der Hypnose, des Mesmerismus kennen , wenn wir mit Conan Doyle, dem Sherlock Holmes Erfinder, die unheimlichen Spätfolgen eines waghalsigen psychologischen Experimentes erleben ( "Der Parasit").
Ein Höhepunkt der Sammlung, die an Dostojewski's Verbrecherstudien erinnernde Novelle "Markheim" und besonders schauerromantisch "Das Haus im Elbwald", beide von Robert Lous Stevenson.
Auch der Urvater des psychologisch, halluzinogenen Horrors darf nicht fehlen; Edgar Allan Poe mit seinem "Gespräch mit der Mumie" oder "Die Sphinx".
Abgerundet wird das sinister versponnene Gruselgarn mit Bram Stokers rauhem, stürmischen Eifersuchtsdrama "Abel Behennas Rückkehr".
Doch wo viel Licht ist , erleben wir auch etwas Schatten.
Lord Edward Dunsany's kurze, etwas seichte Geschichtchen "Dreizehn bei Tisch" , "Drei höllische Witze", etc. sind doch unweigerlich schlafbefördernd, und gleiches gilt für Mark Twain und seine "Geistergeschichte", oder seinem satirischen (obwohl der Titel Vorfreude weckt) "Kannibalismus in der Bahn" .
Nicht zu unterschätzen ist der eindringliche "Behaglichkeitsfaktor" der tatsächlich dazu führt, dass gerade bei den Letztgenannten, die Aufmerksamkeit so unaufhaltsam Richtung tiefem erholsamen Schlaf entschwebt, daß ich zumindest das Ende dieser Stories und seien sie nur zwanzig Minuten lang nicht mehr im Vollbesitz der Vitalkräfte miterlebt habe.
Vielleicht hilft hier gleichzeitig beim Hören einbeinig auf einem Nagelbrett hüpfen, plus eine Tasse Mokka nach der anderen.
"Ruhig Blut" ist hier wörtlich zu nehmen. Schlafen, wie ein sediertes Murmeltier ist hier eher der Nebeneffekt.
Ist das nun positiv oder negativ ? Zuweilen brauche ich mittlerweile eine sonore Stimme , die mich mit ihren steten leisen Gebrummel in den Schlaf wiegt.
Bei manchen Geschichten befinde ich mich nach kurzer Zeit so vollkommen im Traumland, daß man wohl neben mir einen Kanonenschuß abfeuern oder Helene Fischer nackig am Kronleuchter turnen könnte.
Hurra- ich bin dann mal weg. Endlich selige Ruhe. Adieu und gut' Nacht.
Geschichten, die einem angstklappernd das Nervenkostüm zerrütten, darf man also weiß Gott nicht erwarten.
Auch die Macher der endlosen "Drei Fragezeichen" Reihe nehmen ihre Funktion als homöopathisches Einschlafmittel unzähliger Hörer mittlerweile mit großem Humor, und gleiches läßt sich auch des öfteren von dieser Geschichten- Zusammenstellung sagen.
Maßgeblichen Anteil daran haben die guten Sprecher Andreas Fröhlich (der Bob Andrews aus den Drei ???) und Johannes Steck die uns hier abwechselnd ins Reich der bizarren Gruselwelten entführen.
Pointiert, gut betont und mit sonoren Stimmen interpretieren die beiden hier jede Geschichte mit grosser Sorgfalt.
So ist diese Zusammenstellung für diejenigen, die Freude an klassischen, nicht allzu aufregenden Schauergeschichten haben, eine gelungene Gruselanthologie , ein gemütlich gehaltvolles Betthupferl.
Die Stimme eines einfühlsamen Erzählers, vorgezogene Vorhänge und einen heißen Glühwein, was bräuchte man mehr für mitternächtliche Stunden.
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am 11. Januar 2012
Die Sprecher können nichts dafür. Die Storys sind allesamt brav, wenig anspruchsvoll, langweilig, nichtssagend und unspektakulär. Spannung Fehlanzeige. Da gibt es weit Besseres auf dem Hörbuchmarkt. Fazit: Sparen Sie sich das Geld.
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am 10. September 2013
finstere geschichten sind es wirklich. liefreung hat gut geklappt. bin sehr zufrieden. würde die cd jederzeit wieder bestellen. kann sie nur empfehlen.
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