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Damit zählt sie zu den erfolgreichsten deutschen Musikerinnen; Goldene Schallplatten, Stimmgabeln, RTL-Löwen und Bravo-Ottos zeugen von einer unvergleichlichen Karriere. Sie zählt aber auch zu den Leisen der Branche: Keine Skandale, keine PR-Gags, keine Home-Stories. Stattdessen hat sie sich in die Einsamkeit ihres idyllischen Landhauses in Oberbayern zurückgezogen und widmet sich ihren Texten, der Musik oder ihren Büchern, schrieb selber gerade wieder eines mit dem provokanten Titel "Huren, Heuchler, Heilige". Was die Katholikin gemeinsam mit ihrem Mann, dem evangelischen Theologen Uwe Birnstein, da geschrieben hat, stürzt all jene in Verzweiflung, die sie seit Jahren in eine Esoterik-Schublade stecken wollen. Ihr theologisches Interesse und ihr Glaubensbekenntnis auf der einen Seite und auf der anderen ihre Leidenschaft für alternative Heilmethoden und für Berichte von metaphysischen Ereignissen, wie sie sie in ihren Songs "Das Würfelspiel", "Tarot" oder "Avalon" beschreibt, machen eine eindeutige Kategorisierung "der Werding" schwer. So schwer wie die Einordnung ihrer musikalischen Stilrichtung. Was ist es denn nun, was sie macht? Schlager? Deutsch-Pop? Liedermacher? Chanson? An und für sich ein ziemliches Wagnis im schubladisierten Musikmarkt: "Musik zwischen Genregrenzen?" Schwierig! "Texte über den Tod?" Gewagt! "Ein Star, der das Licht der Öffentlichkeit scheut?" Aussichtslos! An ihr geht das vorbei. Andere kamen und gingen, sie blieb ... die Ruhe im Sturm.
Und so bringt sie im Januar 2008 ihr 22. Album auf den Markt, das wie alle seine Vorgänger wieder die Charts erobern wird. "Ruhe vor dem Sturm" lautet der Titel der CD, auf der Juliane Werding wieder die gesamte Bandbreite ihrer Themen ausschöpft. Sie singt von versunkenen Städten, Begegnungen im 'Zwischenraum', von Geistwesen, Werwölfen und der Ruhe vor dem Sturm. Sie prangert an, setzt sich kritisch mit der Menschheit als "Krone der Schöpfung" auseinander, rebelliert mit ihrer Gottesfurcht und sucht zugleich Gottes Nähe. Während das Vorgängeralbum mit Live-Band eingespielt wurde, lassen Produzent Harald Steinhauer und Sound-Engineer Frankie Chinasky diesmal atmosphärische, teils gar bombastische Elektronik-Klänge dominieren. Martialische Endzeitstimmung wie im Auftaktsong "Schwarz" wechselt mit federleichten, entspannten Ethno-Klängen in "Wie im Dezember", die Hit-Single "Haus überm Meer" ist ganz "die Werding", wie man sie aus "Nebelmond" oder "Jenseits der Nacht" kennt. Eines wird dabei wie immer deutlich: Der rote Faden, der sich inhaltlich wie kompositorisch durch die neuen Songs zieht, verbindet die Titel zu einem Gesamtwerk, das sich von üblichen CD-Liedersammlungen abhebt. Mit diesen und vielen weiteren Liedern im Gepäck wird Juliane Werding im Februar und März wieder die Konzerthallen bereisen. Begleitet von ihrer hervorragend besetzten, international erfahrenen Band. Und von ihrer Gitarre. Wie damals in Berlin, in der Hitparade am 19.2.1972.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Jeder Versuch kostet Verstand...,
Von
Rezension bezieht sich auf: Ruhe Vor dem Sturm (Audio CD)
Mit diesem Werk beweist Frau Werding erneut, dass sie auf dem deutschen Musikmarkt ihr eigenes Genre geschaffen hat und dieses seit Jahrzehnten erfolgreich mit Klängen erfüllt. Mit "Ruhe vor dem Sturm" liefert Juliane Werding ein Konzeptalbum, das sowohl textlich als auch musikalisch (und zwar diesmal herausragend) überzeugt. Es wechseln düster-romantische ("Schwarz", "Haus überm Meer") mit federleichten ("Wie im Dezember", "Manchmal") und heftig rockenden ("Advocatus Diaboli") Klängen und darüber schwebt die unverwechselbare glasklare Stimme von Juliane Werding. Deutlich merkt man erneut, dass sie sich abgrenzen will vom Rest der Pop-Musik-Szene. Sie bleibt diesem Konzept treu und man hört deutlich, dass viel geistige Arbeit in den ehrlichen und tiefgründigen Texten steckt. Vom Sound her klingt das Werk ganz neu, aber dennoch 100% nach der Werding, was erneut auf beeindruckende Weise zeigt, wie vielschichtig sie ist. Besonders möchte ich "Advocatus Diaboli" loben, zumal sie den Titel selbst komponiert und getextet hat. Meinen Respekt! Gelungen ist auch die Gesamtumsetzung des Themas "Ruhe vor dem Sturm": Die Stücke fließen ineinander über, das wunderschön gestaltete Booklet untermalt die Grundstimmung der Platte und auch das Video zu "Haus überm Meer" fügt sich wunderbar ein. Sehr freue ich mich auf die kommende Tour und bin gespannt, wie das Ganze dann auf der Bühne aussehen wird.5 Sterne für ein grandioses Werk und eine Frau, die einfach anders ist. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Bitte mehr Konzertermine!!!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Ruhe Vor dem Sturm (Audio CD)
1. Hören: nicht schlecht 2. Hören: ziemlich gut 3. Hören: ein sensationelles Album. Geniale Arrangements, z.B. das Klaviersolo im Titel "schwarz" oder die superfeinen Percussions beim Lied "deine stimme". Eine Kritik an amazon.de: die lieder vom neuen album kann man/frau bis dato nicht probehören!!! und an alle Verantwortlichen die dringende Bitte: mit diesem wunderbaren ALbum sollte Juliane Werding unbedingt auch einige Konzert in West Deutschland spielen, bis dato ist sie leider nur im Osten unterwegs. Wer vielleicht ein Konzert der Sehnsucher Tour gesehen hat, weiß dass ein Juliane Werding Konzert ein absolutes Erlebnis ist und ihre warme, wunderbare Stimmme immer noch oder vielleicht sogar noch mehr beeindruckt!!!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Rückkehr zu alter Stärke,
Rezension bezieht sich auf: Ruhe Vor dem Sturm (Audio CD)
Mit ihrer neuen Produktion platziert sich die Werding qualitativ wieder da, wo sie hingehört: In der vordersten Reihe deutscher Pop-Interpretinnen. Die geheimnisvollen und detailreichen Texte markieren eine echte Weiterentwicklung - Schlagerhaftes haftet ihnen nicht mehr an. Die Melodien sind schön und eingängig, die Produktion glasklar und filigran, die Arrangements mal federleicht-verspielt ("Wie im Dezember", "Manchmal"), mal rockig ("Gefährte einer Nacht", "Advocatus Diaboli", das sich am Schluss zur Heavy-Metal-Nummer steigert). Insgesamt ein Album aus einem Guss, das vor allem diejenigen freuen wird, die zuletzt - vor allem vom auch unter Werding-Fans umstrittenen "Sehnsucher"-Album - enttäuscht waren. Das liebevoll gestaltete Booklet mit stimmungsvollen Bildern (fotografiert von Julianes Mann Uwe Birnstein) rundet den herausragenden Gesamteindruck ab. Sicher eines der besten Werding-Alben überhaupt.
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