Mit diesem Werk beweist Frau Werding erneut, dass sie auf dem deutschen Musikmarkt ihr eigenes Genre geschaffen hat und dieses seit Jahrzehnten erfolgreich mit Klängen erfüllt. Mit "Ruhe vor dem Sturm" liefert Juliane Werding ein Konzeptalbum, das sowohl textlich als auch musikalisch (und zwar diesmal herausragend) überzeugt. Es wechseln düster-romantische ("Schwarz", "Haus überm Meer") mit federleichten ("Wie im Dezember", "Manchmal") und heftig rockenden ("Advocatus Diaboli") Klängen und darüber schwebt die unverwechselbare glasklare Stimme von Juliane Werding. Deutlich merkt man erneut, dass sie sich abgrenzen will vom Rest der Pop-Musik-Szene. Sie bleibt diesem Konzept treu und man hört deutlich, dass viel geistige Arbeit in den ehrlichen und tiefgründigen Texten steckt. Vom Sound her klingt das Werk ganz neu, aber dennoch 100% nach der Werding, was erneut auf beeindruckende Weise zeigt, wie vielschichtig sie ist. Besonders möchte ich "Advocatus Diaboli" loben, zumal sie den Titel selbst komponiert und getextet hat. Meinen Respekt! Gelungen ist auch die Gesamtumsetzung des Themas "Ruhe vor dem Sturm": Die Stücke fließen ineinander über, das wunderschön gestaltete Booklet untermalt die Grundstimmung der Platte und auch das Video zu "Haus überm Meer" fügt sich wunderbar ein. Sehr freue ich mich auf die kommende Tour und bin gespannt, wie das Ganze dann auf der Bühne aussehen wird.
5 Sterne für ein grandioses Werk und eine Frau, die einfach anders ist.