Die hilfreichsten Kundenrezensionen
33 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Brianna reist zurück in der Zeit zu ihrer Mutter, 6. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf der Trommel: Roman: Band 4 der Highland-Saga (Taschenbuch)
"Der Ruf der Trommel" von Diana Gabaldon ist der vierte Band der Reihe. Claire Fraser siedelt sich mit ihrem Mann Jamie an der amerikanischen Ostküste an, um sich ein neues Leben fern von den schottischen Highlands aufzubauen. Sie wollen eine Siedlung in der Wildnis aufbauen, mit alten Freunden von Jamie aus Schottland, die nach Amerika deportiert worden waren. Quasi zur gleichen Zeit, 200 Jahre später (wer das jetzt nicht versteht, sollte sowieso erst die ersten drei Bände lesen!) findet Roger, der Freund von Claires Tochter Brianna heraus, dass diese auch in die Vergangenheit reisen will, um ihre Mutter und ihren Vater vor einem schrecklichen Unglück zu warnen, von dem sie durch historische Recherche erfahren hat. Roger setzt ihr nach und nach einigen Wirrungen findet er Brianna auch im Amerika des 18. Jahrhunderts wieder. Doch da beginne natürlich erst die Abenteuer. In diesem Band liegt das Hauptaugenmerk zum erste Mal nicht nur auf der Liebesgeschichte von Jamie und Claire, sondern auch auf der von Roger und Brianna. Leider läßt sich diese etwas zäh und verwirrend an, so dass ich ehrlich gesagt manchmal etwas entnervt war, bezüglich der immer neuen Verwicklungen, die die beiden trennen. Aber alles in allem, war es ein weiterer unterhaltsamer Band. Trotz der knapp 1200 Seiten habe ich es an einem einzigen Wochenende verschlungen. Allerdings wirklich nur empfehlenswert für Leute, die die anderen Bände gelesen haben und wissen wollen, wie es weitergeht. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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28 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
Der Saga geht die Puste aus, 24. Juli 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf der Trommel: Roman: Band 4 der Highland-Saga (Taschenbuch)
Ganz ehrlich: Dieses Buch war eine große Enttäuschung für mich. "Feuer und Stein" und "Die geliehene Zeit" habe ich begeistert verschlungen, "Ferne Ufer" war schon schwächer, und mit "Der Ruf der Trommel" ist das Pulver der Serie meiner Meinung nach endgültig verschossen. Quasi alles, was den Reiz der ersten Bände ausgemacht hat, fehlt hier: das bunte Leben auf adligen Höfen und in historischen Städten, faszinierende gute und böse Charaktere (der einzige echte Fiesling Stephen Bonnet ist so eindimensional gezeichnet, daß er nur wie ein blasses Abziehbild eines Jack Randall wirkt) und vor allem die lebendige Beziehung zwischen Jamie und Claire. Von knisternder Leidenschaft ist zwischen den beiden nicht mehr viel zu spüren - ihre Liebe plätschert so nebenbei dahin, auch die Zeiten der spannungsgeladenen Streitereien sind offenbar vorbei. Schade, denn gerade dieser dauernder Wechsel von Liebe und Krach war doch so mitreißend. Überhaupt ist der Charakter von Jamie längst nicht mehr das, was er am Anfang war. In diesem vierten Teil wird er eigentlich nur als Raufbold dargestellt, der Meinungsverschiedenheiten mehr oder weniger mit den Fäusten löst und durch sein Verhalten andere unnötig in Schwierigkeiten bringt. Hätte ich Jamie so im ersten Teil erlebt, dann hätte ich die Serie vielleicht gar nicht weiter verfolgt. Aber ab der Mitte des Buches spielen Jamie und Claire sowieso keine große Rolle mehr, denn dann geht es vor allem um ihre Tochter Brianna und deren Freund Roger. Diese beiden sind längst nicht so liebevoll gezeichnet wie Claire und Jamie in den ersten Teilen. Ich konnte mich nicht in die beiden einfühlen und habe auch nicht mit ihnen mitgefiebert. Deshalb habe ich das Buch immer wieder aus den Händen gelegt und bin erst jetzt, nach 2 Monaten, durch. Gabaldons Schreibstil ist nach wie vor recht erfrischend, und an einigen Stellen habe ich sogar herzhaft gelacht. Bloß die Geschichte an sich konnte nicht fesseln, es war einfach langweilig zu erfahren, wie Claire und Jamie in einer einsamen Hütte in Amerikas Wäldern hausen und Bären jagen. Aber vielleicht rührt dieses Desinteresse auch daher, daß "Der Ruf der Trommel" bereits der vierte Teil ist und die Idee mit der Zeitreise durch den Steinkreis mittlerweile doch etwas ausgereizt ist. Noch einen Teil werde ich wohl nicht kaufen. Lieber behalte ich Claire und Jamie so faszinierend in Erinnerung, wie sie in "Feuer und Stein" dargestellt sind, als den guten Eindruck aus den ersten Teilen durch immer schwächere Nachfolgebände zu verwässern. Es wäre schade um die Serie.
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25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Tolles Lesevergnügen mit kleinen Mängeln, 18. April 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Der Ruf der Trommel: Roman: Band 4 der Highland-Saga (Taschenbuch)
Ich habe die vier Bände innerhalb von zwei Wochen gelesen und bin alles in allem mehr als begeistert. Im Gegensatz zum dritten Band, der mir fast wie ein Intermezzo erschien mit den ewigen Seefahrten und unwahrscheinlichen Erlebnissen gewinnt die Welt von Jamie und Claire in den Kolonien wieder das Feuer zurueck, was ihr gefehlt hatte. Nervend fand ich dagegen die Pseudoliebesgeschichte um Brianna und Roger, die sich erst ganz am Ende wirklich glaubwuerdig herauschält. Das liegt auch daran, dass mich die beiden doch deutlich weniger interessieren als Claire und Jamie und auch die ständigen Perspektivenwechsel etwas anstrengend für den Leser sind. Leider ist ja die Tendenz auszumachen, dass Brianna und Roger zukünftig im Mittelpunkt des Interesses stehen sollen, was mir gar nicht gefällt, denn schliesslich ist diese Saga Claires und Jamies Geschichte und nicht ein ewiger Forsetzungsroman, der von Generation zu Generation weitergeht. Doch trotz alles Maengel hab ich dieses Buch in 3 Tagen verschlungen und kein Mal aus der Hand gelegt. Die Irrungen und Wirrungen, die Brianna und Rog immer wieder auseinander reissen und die fatalen Fehler, die alle in dieser Situation machen, gehören wohl zu den spannesten Stellen aller vier Bücher, selbst wenn mir die beiden als Figuren nicht so gefallen.Ich habe teilweise diagonal gelesen, um endlich zu wissen, ob und wie sich die Sache klärt. Schade ist der stetige Charakterverlust Jamies im letzten Drittel des Buches, in dem er so borniert und einseitig wie nie erscheint, was durch die Erzählung in der dritten Person noch forciert wird. Gerade Claires Ich-Perspektive verleiht dem Buch den Charme, der es neben dem Schreibstil aus der Masse historischer Romane ( oder auch Zeitreise-Romane wie man's will!) hervorhebt, so dass mich die zunehmende Verwendung von anderen Perspektive schon in den Bänden vorher etwas gestresst hat. Alles im allem jedoch ein tolles Buch, welches ich allen Fans weiterempfehle. Bevor ich mir den nächsten Band kaufe, werd ich jedoch erstmal reinschauen, um zu testen, ob dann die Hälfte des Buches Briannas "Abenteuer" in der dritten Person beschreibt. In diesem Fall würd ich es mir vielleicht nochmal überlegen...
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