ACHTUNG: Bei diesem Buch handelt es sich NICHT um das neuerste Buch von von Sarah Lark!
Durch Zufall bin ich darauf gestoßen, dass dieses Buch hier ident ist (selbst Titel, selbes Cover, SELBER INHALT) mit Ruf der Dämmerung von Rianna O'Donnell. - Ein weiteres Psyeudonym von Sarah Lark. Dass sich hinter dem Namen Sarah Lark eine Person verbirgt, die unter mehreren Pseudonymen schreibt, ist kein Geheimnis, dennoch fühle ich mich wirklich zum Narren gehalten, wenn man ein Buch, dass schon vor gut drei Jahren erschienen ist, als neustes Buch herausgibt! Ärgert mich, sehr sogar!
Unter dem anderen Pseudonym wurde sogar damit geworben, dass es Twilight Fans mögen werden ... nur so viel dazu.
Dass es sich bei diesem Buch um ein Jugendbuch handelt, wissen wir ja nun bereits!
Wenn man es weiß, dann liest sich das auch eindeutig aus dem Klapptext heraus, wenn man es nicht weiß, dann lässt der Klapptext nicht unbedingt darauf schließen ... der Klapptext nicht, aber der riesige Sticker, der auf dem Buch ist (den man aber hier nicht sieht!). Und ja, ich gehöre auch zu denen, die davon überrascht wurden, dass es ein Jugendbuch ist.
Violas Eltern haben sich scheiden lassen und da ihre Mutter, bei der sie lebt, für einige Zeit wegen dem Job in die USA geht, zieht Viola vorübergehend zu ihrem Vater nach Irland. Die Sprache ist kein Problem, immerhin ist sie selbst Halbirin, und deshalb findet sie auch bald Anschluss an die neue Klasse. Die "neue" Familie nervt natürlich, aber wen wundert das? Bald kehrt jedoch auch in Violas Leben so etwas wie Alltag ein ... solange, bis sie "Alistair" kennen lernt. Der Rest ist Geschichte ... verbotene Liebe und so.
Man merkt dem Buch an, dass es ein Jugendbuch an. Das ist nicht schlecht, und wie eine Vorrezentin denke ich, dass junge Mädchen begeistert sein werden. Sarah Lark hat auch einen unglaublich packenden Schreibstil und sehr schnell ist man in der Geschichte drinnen. Zumindest im ersten Drittel ... nach und nach verlor sich diese Spannung für mich leider und wich mehr und mehr dem Eindruck, eine etwas misslungene Version von Twilight zu lesen. Die Vampire sind in diesem Fall halt Pferde ... pardon, Kelpies. Das Motiv ist aber dasselbe: Armes Menschenkind verliebt sich in anderes, gefährliches (!) Wesen. Dieses andere Wesen fährt aus irgendeinem besonderen Grund total ab auf dieses arme Menschenkind. Beide verlieben sich in einander. Diese Liebe soll nicht sein, die Familie ist auch dagegen. Einer der beiden gibt etwas auf, versucht sich zu assimilieren und so weiter und so fort. Ich muss sagen, in Twilight (und ich spreche nur vom ersten Band) ist das Motiv besser gestaltet! - Diese Flaute zieht sich leider über einen großen Mittelteil hinweg, gegen Ende wird das Buch aber wieder sehr packend und es gibt ein tolles, etwas actiongeladenes Ende! Und die Liebe ... ja, die siegt immer. Natürlich nicht immer auf dieselbe Weise und hier ist der Schluss, wie ich denke, sehr gut gelungen.
Es gibt in dem Buch viele Personen, die Potential zu Sympathieträgern hätten, jedoch bleiben die meisten Figuren ziemlich farblos. Vielleicht muss das aber so sein, es ist ein Jugendbuch?
Die Sprache ist einfach, aber über weite Teile fesselnd. Die Handlung ist im Großen und Ganzen nachvollziehbar (sofern Liebe, die blind macht, nachvollziehbar ist!).
Alles in allem handelt es sich um ein sehr nettes Buch. Zwar nicht um das, was man von der Autorin gewohnt ist (auch als Jugendbuch könnte sie Besseres schreiben), aber es ist nett zu lesen!
Und junge Mädchen werden sicher bezaubert sein!