Dieses Buch einer Frau, die in zutiefst offener Weise über ihre ALS-Erkrankung schreibt, hat mich sehr berührt. Frau Lindquist schildert die letzten Jahre ihres Lebens, von den ersten neurologischen Symptomen bis zur diagnostischen Gewissheit (sofern es die bei ALS - einer sog. Ausschlussdiagnose - gibt), von ihren inneren und äußeren Kämpfen, ihren Ängsten, dem Umgang mit den Familienangehörigen und Freunden bis hin zur letzten Phase ihres Lebens. Besonders bewegt haben mich die Passagen, in denen es um die Gespräche mit den minderjährigen Söhnen ging.
Zudem ist das Buch vom Schreibstil so fesselnd, so intensiv und ehrlich geschrieben, dass es einem einfach unter die Haut geht.
Es eignet sich meiner Ansicht nach für alle, die an den "tiefen Themen des Lebens und Sterbens" interessiert sind.
Da ich selbst auch mit Menschen zusammen arbeite, die von schweren, teils unheilbaren körperlichen Erkrankungen betroffen sind, habe ich mich gefragt, ob es auch für Angehörige / selbst Betroffene geeignet ist. Diesbezüglich bin ich nicht so schlüssig.