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Themen die wirklich interessant sind, werden kaum behandelt.
So wird die Technik auf drei Seiten abgespult, mit zugegebenermassen guten Bildern, aber ohne allen Text. Sucht man den dazugehörigen Text mit passenden Tipps, muss man zwanzig Seiten weiter BlÃttern, und in einem Kapitel fÃr Ruderlehrer nachschauen. Essentielle Punkte, wie die Handhaltung, die Körperhaltung werden nicht beschrieben. Eine Stichpunktliste zur Korrektur von Fehlern ist absolut unbrauchbar, weil mit Fachwörtern (Fachjargon) gespickt und zu kurz.
Dasselbe gilt fÃr die Beschreibung der Boote. Anstatt von vorne bis hinten jedes Teil des Bootes in einfacher Sprache zu erlÃutern, werden zwei schematische Zeichnungen mit Beschriftung in Mikroschrift geliefert.
Der Rest des Buches beschÃftigt sich dann vorwiegend mit Profithemen: Trimming des Bootes, Organisation des Trainings und absolut ÃberflÃssige theoretische Konzeptionalisierungen (Zielsetzungen, Rudern als Leistungssport, Breitensport, blabla). In dem Zusammenhang der theoretische Konzeptionalisierungen sind insbesondere die schematischen Zeichnungen lustig, die daraus bestehen, alle Begriffe in KÃsten darzustellen und mit Doppelpfeilen zu verbinden. All diese Punkte mögen fÃr einen Sporttheoretiker oder den Technikwart des Vereines als Checklistheft nÃtzlich sein. FÃr Sportler (insb. AnfÃnger) hat es null Mehrwert.
In kurzen Worten: das Buch bringt es nicht, weil es der Autor (Vorstand im Deutschen Ruderverband) nicht schafft, sich in die Probleme und Fragen eines Otto-Normal Ruderers hineinzudenken.
FÃr den AnfÃnger wÃre dazu eine ausfÃhrliche EinfÃhrung in die Begriffe des Ruderns, eine einfache Sprache und eine ausfÃhrliche und einfache ErklÃrung der Bootsteile und der Rudertechnik nötig.
FÃr den Fortgeschrittenen wÃre dazu wesentlich mehr Tipps zu TrainigsplÃnen, ErnÃhrung, AufwÃrmtraining, Muskelaufbau im Fitnessstudio, KomplementaritÃt zu anderen Sportarten usw. nötig.
FÃr Technikwarte, Trainer oder VereinsvorstÃnde mag das Buch zum Nachschlagen bÃndiger Checklisten angehen.
Gut hat mir die ErwÃhnung des Wanderruderns gefallen. Was hier aber fehlt sind grundlegende Angaben Ãber Veranstalter oder wie und insbesondere wo(!) man selbst solche Dinge durchfûhren kann.
Fazit: viele Fehler lassen sich mit der kÃrze des Buches erklÃren. Trotzdem hÃtte der Autor bemÃht sein sollen, sein Buch mehr auf wirklich relevante Themen zu fokussieren und ÃberflÃssige und nichtssagende Schemata und Bilder zu streichen. Die Comicbilder sind ebenfalls (zwar lustig) aber ÃberflÃssig.
Es ist Schade, das es keine RuderbÃcher von anderen Autoren als Fritsch gibt. Scheint so als wÃrde seine offiziele Position ihn zum Herren der (schlechten) RuderbÃcher machen.
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