In diesem Werk erklärt Tom Holland die römische Geschichte, von ihren etruskischen Anfängen an, bis hin zur Kaiserzeit des Augustus.
Die Geschichte bis ca. 100 v. Chr. wird im ersten Kapitel zusammengefasst und auf wenige geschichtliche Höhepunkte beschränkt: die Gründung der Republik, die Punischen Kriege, der Beginn der Klassenkämpfe unter den Brüdern Gracchus.
Die nachfolgenden Kapitel sind den Jahren 90 v. Chr. - 27 v. Chr. gewidmet. Namen, Zahlen und Fakten werden dabei dem Leser dargebracht, es wird gekämpft, gerächt, geredet, geliebt, gebadet und gespeist, kurz: der Leser erhält einen kurzweiligen Querschnitt der antiken römischen Gesellschaft.
Dabei geht es in diesem Buch nicht zimperlich zu: dem römischen Gesandten Aquillus läßt Mithridates flüssiges Gold in den Rachen schütten, General Crassus kreuzigt auf der Via Appia 3000 entlaufene Sklaven, und dem bereits geköpften Cicero wird von der nachtragenden Fluvia noch eine Haarnadel in die - einstmals geläufige - Zunge gesteckt.
Auf jeden Fall hat der Leser während des gesamten Werkes immer das Gefühl, auf Augenhöhe mit den Protagonisten zu sein. Da der Autor den Printmedien entstammt, ist sein Schreibstil eingängig und unkompliziert.
Politische und persönliche Konflikte werden bewusst nur angerissen, um den Rahmen des Buches nicht zu sprengen. Dennoch bleibt genug Spielraum, um Denkanstösse zu geben.
Tom Hollands Buch ist kurzweilig und informativ, bisweilen mit Liebe zum anrüchigen Detail, aber dennoch lehrreich und gleichzeitig unterhaltend.
Sicherlich könnte das Buch etwas besser strukturiert sein, aber als Einführung für den unbeleckten Leser ist es auf alle Fälle zu empfehlen.