Rubén Blades aus Panamá grenzt sich ein wenig von den herkömmlichen Salseros ab, da er durchaus kritische Texte in Rhythmen verpackt, die mehr als nur unter die Haut gehen. In "Buscando América" wird die politische Situation in Lateinamerika moniert, "Ojos de Perro Azul" ist eine Hommage an Gabriel García Márquez, und "Canción Final del Mundo" karikiert sarkastisch den Weltuntergang. Wer jetzt an leise Protestsongs á la Silvio Rodríguez denkt, liegt falsch. Blades spielt Salsa, und zwar richtig. Dieses Album bildet ein ungefähren Querschnitt durch Blades' Werk, wennauch einige Klassiker wie die Stücke zusammen mit Willie Colón fehlen. Gerade weil es sich um eine Lifeaufnahme handelt, fehlt diese CD auf keiner Party, und wer mit Blades' Texten sein Spanisch aufbessern will...nun, auch das funktioniert.