Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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42 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zeitenwende, 29. Oktober 2000
Von Ein Kunde
Rubber Soul war definitv das Ende der naiven Phase der Beatles, in der sie sich einfach mit ihren Gitarren hinhockten und ein Album aufnahmen. Es ist das letzte Album, auf dem die Gitarren dominieren, es ist das erste, auf dem der Sound so rund und fett ist, daß man Ringo förmlich trommeln sieht, es ist das letzte, das Lennon und McCartney als schöpferische Einheit präsentiert, das erste, bei dem George Martin am Speedregler der Bandmaschine spielte, sei es, um McCartney bei seinem Solo auf 'Drive My Car' zu helfen oder dem Piano auf 'In My Life' einen barocken Klang zu geben. Alle vier Beatles stießen neue Türen auf: Lennon schrieb mit 'Nowhere Man' seinen ersten bekenntnishaften Text, von dem die Öffentlichkeit auch Notiz nahm - diese Experimente waren z. B. in 'Help' oder 'I'm A Loser' noch gescheitert.McCartney packte seinen neuen Rickenbacker-Bass aus und revolutionierte das Baßspiel mit gegenläufigen Melodien bei 'Michelle' und Distortion bei 'Think For Yourself'. Harrison löst mit der Verwendung der indischen Sitar eine Initialzündung in der Popmusik aus - fortan gibt es keine Limitierung mehr auf zwei Gitarren und Bass, alles ist nun möglich. Ringo Starr taucht zum erstenmal als Mitkomponist auf und bedient sogar stellenweise die Orgel, in 'You Won't See Me' bekommt er eine zweite Spur nur für seine Hi-Hat. Auch kompositorisch liefert die Band eine ganze Reihe von Gassenhauern ab, das gern genommene 'Drive My Car' mit schneidendem Soulgesang, 'Norwegian Wood' als Folkpopohrwurm, das bereits erwähnte 'Nowhere Man', dessen Sound und Arrangement die Byrds kurze Zeit später in 'My Back Pages' kopierten. Harrisons 'If I Needed Someone' wiederum basiert auf einem Gitarrenriff der Byrds in 'The Bells Of Rhimney' und klaut auch noch dessen Gesangsarrangement - man befruchtete sich offenbar gegenseitig. 'Michelle' ist McCartneys zweites Yesterday, und 'Girl' adaptiert Sirtaki. RUBBER SOUL ist ein fantastisches Album der Beatles am Anfang ihrer Experimentierphase und klingt auch nach 35 Jahren immer noch frisch und unverbraucht.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Braucht man die "Re-Mastered" Version?, 11. September 2009
Klanglich macht die "Remastered Version" von Rubber Soul einen klaren Schritt nach vorne. Daher ist für Fans der Kauf fast schon Pflicht. Allerdings wurde mit der Veröffentlichung von "Love" eine Erwartungshaltung geschürt wurde, was die Qualität der Originalbänder angeht, die hier nicht erfüllt wird. Während "Love" sich ja einzelner Tonspuren bedient und diese "Remixed" wurde auf diesen Schritt bei der hier vorliegenden "Remastered Version" von Rubber Soul verzichtet. Damit haben die Tonmeister Allan Rouse und Steve Rooke eben nicht die ganze Möglichkeit ausgenutzt um Rubber Soul klanglich auf das mögliche Top-Niveau zu heben. Für Fans vermutlich trotzdem ein Pflichtkauf.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Aufbruchsstimmung, 12. März 2009
"Rubber Soul" stellt zweifelsohne den endgültigen Vollzug des Übergangs vom Beatles-Sound der frühen, zwar bereits melodiös und gesanglich genialen, aber strukturell und textlich noch recht einfach gehaltenen Rock'n'Roll-Frühwerke hin zum anspruchsvollen Songwriting und den aufwändigen, vom genialen George Martin vorangetriebenen Studioproduktionen der Mid-60er dar. Nach den ersten vier Beat-Alben hatte "Help!" bereits durch komplexer werdende harmonische Strukturen ("Another girl", "You're gonna loose that girl") sowie "klassisch" angehauchte Arrangements ("Yesterday") angedeutet, in welche Richtung die Beatles sich weiterentwickeln würden.
Auf "Rubber Soul" ist nun deutlich eine Erweiterung des musikalischen Horizonts der Beatles zu spüren, wobei der Esprit des geradlinigen Roch'n'Roll wie eh und je auf Stücken wie dem mitreißenden Opener "Drive my car" und den nicht minder genialen Mid-Tempo-Nummern "You won't see me" (mein Geheimfavorit auf der Platte) und "Nowhere man" weiterhin vorhanden ist.
Doch es sind die stilistischen Innovationen, die das Album so besonders einschneidend für die musikalische Laufbahn der Beatles machen. Auf "Norwegian Wood" setzt George Harrison erstmals sein berühmt gewordenes indisches Lieblingsinstrument ein, die Sitar. Bei "Michelle" zeigt Paul McCartney nicht nur seine Fähigkeit, romantische Lovesongs von bleibender Schönheit zu schaffen, sondern verbindet dies mit einer für die Rock/Popmusik der damaligen Zeit völlig neuen Dimension von Komplexität der Harmonie- und Melodieführung. Sein Partner John Lennon steht ihm dabei mit "Girl" nur ein wenig nach, kompensiert das Weniger an Melodiösität seines Stückes jedoch mit einem deutlich interessanteren Text. Über den Evergreen "In my life", seine grazile Schönheit der Melodie und George Martins an J.S. Bach angelehntes Klavierzwischenspiel braucht man unter geneigten Musikfreunden kaum noch Worte zu verlieren. Wohl aber ist es ebenso lohnenswert, auch die weniger bekannt gewordenen Tracks dieses Albums unter die Lupe zu nehmen und zu würdigen, so wie etwa das fröhlich-schwungvolle "I'm looking through you", das schrille "The Word" und die beiden betörenden und erstmals wirklich gelungenen Harrison-Songbeiträge der Beatles-Geschichte, "Think for yourself" und besonders "If I needed someone", mit seinen glockenhellen Gitarrenklängen und dem tollen mehrstimmigen Gesang im Refrain.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass die Beatles dank des sehr runden und angenehmen Höreindrucks, der kraftvollen und melodiereichen Einzelsongs und des neu entdeckten Variantenreichtums in dieser Schaffensphase mit "Rubber Soul" ihr vielleicht bestes, aber definitiv den Auftakt zur Reihe ihrer drei besten Alben überhaupt ("Rubber Soul" - "Revolver" - "Sgt. Pepper") abgeliefert haben. Über die musikhistorische Bedeutung muss also ebenso wenig debattiert werden wie über die Qualität dieser 14 Tracks. Sie sollten in keinem Plattenschrank fehlen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
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3.0 von 5 Sternen
Not my favourite Beatles record!
Sakrileg!, werden einige gleich schreien, denn ich, obgleich Beatles-Fan (aber auch Stones-; Kinks-, Move-, Who-, Dylan-, Young-, Yes- Genesis-, King Crimson-,Pink Fkoyd-...
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Vor 2 Monaten von Polter, Rainer veröffentlicht
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