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Rubber - Limited Edition [Blu-ray] [Collector's Edition]

63 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Darsteller: Stephen Spinella, Roxane Mesquida, Thomas F. Duffy, Gaspard Augé, Devin Brochu
  • Regisseur(e): Quentin Dupieux
  • Format: Limited Collector's Edition, PAL
  • Sprache: Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Region: Region B/2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • Anzahl Disks: 3
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Capelight Pictures (AL!VE)
  • Erscheinungstermin: 1. Juli 2011
  • Produktionsjahr: 2010
  • Spieldauer: 82 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (63 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B004Z2W3E0
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 8.462 in DVD & Blu-ray (Siehe Top 100 in DVD & Blu-ray)

Rezensionen

Kurzbeschreibung

Robert wäre ein ganz normaler Reifen und würde sich nicht von seinen "Artgenossen" unterscheiden, wenn er nicht allein in der Wüste rumrollen würde und es zudem auf Mensch und Tier abgesehen hätte. Im blutigen Sinne, er hat telepathische Kräfte. Leichen pflastern seinen Weg. Nur einer kann ihn stoppen: Lieutenant Chad. Aber der hat schon mit einem Plüschkrokodil zu kämpfen. Das alles ist wenig erfreulich aber scheiße komisch!

Movieman.de

Covergestaltung und Inhaltsangabe sagen auf den ersten Blick: Finger weg, billiger Trash. Wäre da nicht ein begeistertes Publikum auf dem Fantasy Filmfest, das aufhorchen läßt. Rubber ist kein großartiger Film, aber er hat etwas, was andere nicht haben: Er ist originell. Schwachsinn in Reinkultur, denn hier wurde scheinbar aufs Blaue hinaus gedreht und erst am Ende wurde die Story anhand des Bildmaterials kreiert. Rubber folgt keiner klaren Struktur, er unterhält durch den faselnden Sheriff Chudd, er persifliert im weiten Sinn Hollywoods Allmacht durch die Integration der Zuschauer in den Film selbst, die sich gelangweilt mit Ferngläsern in die Wüste setzen und dem Treiben zuschauen, bevor sie bis auf eine Ausnahme an vergiftetem Truthahn krepieren. Eine ehrliche Benotung ist hier schwer und am ehesten erinnert Rubber an die gute alte Killertomate in den späten Siebzigern. Aber selbst der Film hatte eine nachvollziehbarere Handlung.

Moviemans Kommentar zur DVD: Das hell abgestimmte Wüstenbild ist stets sehr kontrastreich und farbstark. Die Schärfe ist in Ordnung und zeigt kleine Details an Sheriff Chudds pockennarbigem Gesicht mit großer Akkuratesse. Helle Hintergründe wie der blaue Himmel (43.00) werden nahezu ohne Grieseln oder gar Artefakten wiedergegeben. Akustisch ist Rubber recht direkt, und gerade in Closeups des Reifens wird das leise Knirschen des Sandes beim Rollen sehr real absolviert. Knallende Revolerschüsse (45.50) krachen mit Druck aus den Lautsprechern. Der vorderlastige Eindruck ist akzeptabel, es gibt auch einige nette Surroundeffekte. Der englische Originalton hat nicht ganz die Luftigkeit der deutschen Synchronfassung. Vor allem die echte Stimme des Sheriffs klingt deutlich dumpfer, als die Synchronstimme auf Deutsch. Als Bonus gibt es 4 Interviews, unter anderem ein 8-minütiges mit dem französischen Regisseur, das von einer männlichen Sexpuppe geführt wird. Antworten werden da schon mal rückwärts und mit gespiegelten Untertiteln wiedergegeben, was schon tief blicken läßt.   --movieman.de -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: DVD .

Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Germaniac am 6. Januar 2015
Format: DVD
Als ich die Introszene des Filmes sah, war ich recht verwirrt. Warum fährt ein Polizeiauto, das auf einem Feldweg schleicht, nacheinander dort stehende Stühle um und warum kommt der Sherriff aus dem Kofferraum gekrochen? Als er dann noch seine ins off gestellten fragen (Warum ist das Alien in E.T. braun? Warum können wir die Luft nicht sehen?) immer mit "reine Willkür" beantwortet, wusste ich, dass es um eine versteckte Message geht, aber nicht worum.
Mit der Zeit wurde es mir immer klarer. Nicht die Story um den Reifen ist die Message, sondern die Menschen, die mit ihren Ferngläsern den Reifen beobachten. Sie sollen das Publikum repräsentieren, dass in Blockbusterfilme rennt. Es werden Stereotypen der Kinogänger gezeigt. (Die Labertaschen, der Raubkopierer mit der Kamera, der, der zu laut isst, der, der sein Kind in die Vorstellung mitnimmt, obwohl es eigentlich zu jung ist. Und am Ende der, der eigentlich nur den Film in Ruhe sehen will)
Es geht mehr darum, dass eben diese Zuschauer eben diesen halbgaren Film vorgesetzt bekommen und alles was schön verpackt ist in sich hinein stopfen, obwohl es im inneren total vergiftet ist. Am Ende wird klar, dass es eine beabsichtigte Kritik gegen die am Anfang des Filmes angesprochene Willkür, nämlich die Hollywoods, sein soll.

Ich vergebe diese hohe Wertung an den Film hauptsächlich, wegen eben diesen Anspielungen, die, wenn man herausfindet worum es geht doch recht witzig sind. Von daher, wenn man im Laufe des Filmes herausfindet, was dieser Film zu verdeutlichen versucht, trifft er den Nagel voll auf den Kopf.

Empfehlen würde ich diesen Film denen, die versuchen über den Tellerrand hinaus zu schauen. Wer das nicht will, und den Film trotzdem hat, dem empfehle ich vorher eine Kiste Bier und eine Flasche Wodka
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38 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Florian Hoffmann TOP 1000 REZENSENT am 28. Juni 2011
Format: Blu-ray
"Rubber" ist ein durch und durch absurdes, extrem eigenwilliges und an Prätensiösität grenzendes Experimental-Filmkunstwerk. Bei der durchaus einzigartigen und originellen Ausgangslage eines telepathischen Reifens Killerreifens, der durch die Gegend rollt und Köpfe (und Tiere) zum Platzen bringt, würde man eigentlich ein amüsantes B-Movie erwarten, etwa im Stil der Killertomaten. Doch der französische Regisseur und Musiker (siehe der legendäre "Flat Beat") Quentin Dupieux hat das nur teilweise im Sinn.

Dupieuxs Film soll scheinbar keinen Spaß machen. Er bietet eine Art Reflektion auf B-Movies und Filme im Allgemeinen, bei denen Dinge ohnen bestimmten Grund passieren. Außerdem kommentiert er noch die Beziehung des Publikums zu Films.

Der Film beginnt mit der Hauptfigur Sheriff Chad (Stephen Spinella), der mitten in der Wüste (der Hauptschauplatz des Films) aus dem Auto steigt und direkt zum Publikum spricht. Auf dieser Meta-Ebene stellt er Fragen, warum etwa E.T. in Steven Spielbergs Films braun ist und beantwortet alles mit "Kein Grund". Er vollendet seinen Vortrag mit der Anweisung, dass dieser Film eine Hommage an "Kein Grund" ist. Dann sehen wir, dass er zu einem tatsächlich im Film anwesenden Publikum spricht, das dann mit Ferngläsern (cooles Bild) ausgestattet wird und fortwährend die "Handlung" kommentieren und darauf reagieren.

Der Anfang funktioniert, das ist amüsant, clever und ironisch. Auch das "Erwachen" des Reifens in der Wüste ist sehr gut gelungen, als Zuschauer ist man hier definitiv gefesselt. Der Reifen wurde ferngesteuert und das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen, niemals stellt man die Illusion in Frage.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Frank Linden TOP 1000 REZENSENT am 21. September 2011
Format: DVD
Irgendwo in der Wüste: Ein Reifen erhebt sich. Zuerst schwankend und umfallend, dann immer sicherer und schneller.
Beobachtet wird dieses epische Spektakel von einer Menschenmenge die mit Ferngläsern bewaffnet dem unfassbaren Zeugnis tragen.
Derweil entdeckt der Reifen, dessen Name Robert lautet wie man im Abspann erfährt, die Welt und seine Vorliebe Dinge Platt zu walzen.
Aber diesem Trieb sind natürliche Grenzen gesetzt....wie eine Glasflasche eindrucksvoll beweist.
Da Robert aber auch Telekinetische Kräfte besitzt lässt er die besagte Flasche einfach platzen.
Ein unheilvoller Vorgang der sich auch an Menschen wiederholen soll....denn Robert ist ein Killer-Reifen.

Jeder von uns hatte doch schon mal das Gefühl von einem Reifen verfolgt zu werden....
Rubber aus dem Jahr 2010 von Quentin Dupieux (besser bekannt als Musiker Mr. Oizo) setzt diesem unheimlichen Gefühl ein Denkmal.
In faszinierenden Bildern, die fast dokumentarisch daher kommen, manifestiert der Meister des avantgardistischen Arthaus-Kinos ein Szenario des absoluten Schreckens.
In mir wurden Urängste ausgelöst und der Film lies mich verstört zurück.
Dieses Cineastische Juwel glänzt aber nicht nur durch die epische Bildsprache sondern auch durch essentielle Dialoge.
Hier geht es ans eingemachte.
Ich persönlich stellte mir mehrfach die Sinn-Frage.....also eigentlich unentwegt.

Garniert wird das ganze durch grandiose Darstellerische Leistungen der Schauspieler....Method-Acting bis zur Selbstaufgabe ist hier keine Seltenheit.
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