"Haben Sie mal Feuer?" - "Ähm, nein. Tut mir Leid, nein." - "Naja, ist ja auch 'ne Sucht." ... "Du, mich hat grade der Führer angemacht."
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STORY:
Ein Job ist ein Job, sagt sich der arbeitslose Schauspieler Alexander, verwandelt sich in 'Alexandra", schlägt alle Konkurrentinnen aus dem Feld und ergattert tatsächlich eine Frauenrolle in einem großen Hollywoodfilm! Aber kann er in Pumps und ausgestopftem BH auf Dauer überzeugen? Mehr als ihm lieb ist! Sein Kollege beginnt ihn zu begrabschen, und auch der Regisseur findet ihn einfach unwiderstehlich. Seine ruppigen Brüder und deren durchgeknallter Kumpel mischen das Filmset auf, was zu so manchen peinlichen Situationen führt. Alex würde seine falschen Locken am liebsten an den Nagel hängen, wenn es nicht längst zu spät wäre - er hat sich unsterblich in seine Partnerin verliebt: Superstar Sarah Voss. Ist Alex Frau genug, um seinen Mann zu stehen?
MEINE MEINUNG:
Matthias Schweighöfer ist ja nun schon länger einer meiner Lieblings-Schauspieler, weshalb ich mich natürlich umso mehr auf den neuen Film mit ihm freute. Und wieder überzeugt er in vielen Punkten - der Streifen selbst mitunter allerdings nicht...
Die Story ist besonders zu Anfang sehr konfus und seltsam. Bevor der eigentliche Plot um Alexander, der zur Frau wird, losgeht, wird erst einmal seine Lebenssituation gezeigt und eine 20-minütige Einführung, in der er schon das erste Mal Sarah Voss begegnet. Dieser Part ist zwischendurch so schwachsinnig und verblödet, dass man sich schon mal auf etwas sehr, sehr Schlimmes gefasst macht...
Zum Glück allerdings wird es dann besser. Alex beschließt, wie auch im Theater eine Frau zu spielen und zwängt sich in Pumps, ein Kleid und viel Make-Up - und bekommt die Rolle! Besonders sein Styling wird lustig gezeigt, wobei sein Verhältnis zu seinen irrwitzigen Brüdern noch einmal dargestellt wird, die oftmals einfach zum Schießen sind. Besonders Regisseur Detlev Buck, der eine der Rollen übernimmt, ist so abgehoben und spielt dabei so ernsthaft, dass er für so einige Lacher sorgt.
Auch Matthias Schweighöfer überzeugt wieder einmal mit seinen Schauspielkünsten - er kann es eben einfach. Er wirkt durch und durch authentisch, auch wenn ich zwischendurch das Gefühl hatte, dass er immer verwirrt guckt...Schade ist nur, dass sein Charakter wieder der des sensiblen Frauenverstehers ist, dazu kommt dieses Mal noch die Heulsuse - das war ein bisschen peinlich.
Alexandra Maria Lara spielt ihre Rolle der Sarah Voss ebenso überzeugend, sie ist verletzlich, freundlich und witzig zugleich und die Chemie zu den anderen stimmt perfekt. Aber auch Nebendarsteller sind grandios besetzt, allen voran Max Giermann als Hitler aus dem Film, der "Alexandra" immer wieder Avancen macht und so einige Brüller bringt. Aber auch Maximilian Brückner als Bruder Basti und Susanne Bormann als eifersüchtige Maike sind authentisch, gut dargestellt und machen Stimmung.
Leider hat der Film aber auch so seine Schwächen, besonders, weil die Story so unglaubwürdig wirkt. Wie kann es sein, dass eine gesamte Filmcrew nicht bemerkt, dass da ein Mann vor ihnen steht? Eindeutig männliche Gesichtszüge, zu kräftige Beine, zieht sich nicht vor anderen aus, hat Achselhaare und eine seltsame Stimme - und das soll keiner merken? Das konnte ich hier leider nicht abkaufen. Ebenso wurde extrem schlecht Englisch gesprochen, ob nun gewollt oder nicht, schlechter geht kaum. Ich hoffe nicht, dass unsere deutschen Schauspieler in ausländischen Filmen so schlecht diese Sprache beherrschen wie der amerikanische Regisseur im Streifen selbst...
Trotzdem ist dieser lustig, keine Frage. Besonders der Mittelteil ist so gut, dass man sich oft gar nicht halten kann; und auch Situationskomik kommt nicht zu knapp. Für eine Komödie sind die Gespräche zwischendurch geradezu tiefgründig und auch richtig schön, die Storyline ist vorhersehbar, aber interessant und das Ende ist sehr niedlich. Zufriedenstellend, wenn auch nichts besonderes. Besonders ist, dass im Abspann wie auch beim Anfang Sequenzen mit einer kleinen pinken Katze vorkommen, die alles wunderbar umrahmen.
FAZIT:
"Rubbeldiekatz" ist definitiv kein weltbewegender Film und aufgrund seiner zwischenzeitlichen Unglaubwürdigkeit auch ein bisschen nervig. Trotzdem ist er witzig und charmant, ebenso wie er mit klasse Schauspielern glänzt. Ich schwanke zwischen 3,5 und 4, gebe aber das Bessere, weil ich mich gut unterhalten fühlte. Und das ist ja das Wichtigste.