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Ruanda
 
 
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Ruanda [Gebundene Ausgabe]

Linda Melvern
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
  • Verlag: Diederichs; Auflage: 1 (1. März 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3720524868
  • ISBN-13: 978-3720524865
  • Originaltitel: Conspiracy to Murder
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 185.675 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
  • Komplettes Inhaltsverzeichnis ansehen

Produktbeschreibungen

taz, 10. April 2004

"Kristallklar zeichnet Melvern, britische Journalistin mit einer auch in Großbritannien nicht mehr selbstverständlichen Neigung zu Nüchternheit und erzählerischer Präzision, die Genese und Durchführung der strategischen Planung nach, mittels deren Ruandas bis 1994 herrschende Hutu-Elite die Auslöschung der Tutsi-Minderheit in die Wege leitete und zwischen April und Juli 1994 auch umsetzte.[...](Dieses Buch liefert) unverzichtbare Hintergrundinformationen für die Geschichte des ruandischen Genozids."

Berliner Zeitung, 8. April 2004

"Die Wahrheit ist in Melverns Report akribisch recherchiert, mit Zeugenaussagen belegt, von offiziellen Stellen bestätigt, kaum konsumierbar in seiner kalten Präzision des Unbeschreiblichen, kaum verarbeitbar in seiner faktischen Ungeheuerlichkeit."

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Einleitungssatz
Nach allem, was man wei, datieren die Plane fur den landesweiten Massenmord an den Tutsi in Ruanda auf das Ende des Jahres 1990. Lesen Sie die erste Seite
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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Diese Frage stellt man sich an sehr vielen Stellen dieses Buches. Warum hat die UN nichts unternommen um das Morden zu unterbinden?! Die ersten Seiten lesen sich recht zäh, man muss sich erst mal ins Thema einlesen. Aber je weiter man liest desto mehr packt es einen immer weiter Informationen zu bekommen. Die Autorin schildert die Abläufe in Ruanda sehr genau und lässt kaum ein Detail weg. Wie ich finde macht sie das sehr richtig, damit man verstehen kann wie es zu dem Genozid kommen konnte. Sie geht dabei auch bis aufs kleinste auf die Rolle der UN ein und schildert deren Dessintresse an Ruanda. Und wieder fragt man sich: Warum? Warum will die USA, Großbritannien und Frankreich, Belgien... nicht das Morden unterbinden? Zurück bleibt Wut oder besser gesagt Verzweifelung. Verzweifelung, dass Geld anscheinende mehr Wert ist als Menschen Leben...
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
glashart und kompetent 2. August 2009
Von apriceno
Format:Gebundene Ausgabe
so kann man auch journalist/in sein: glashart, tiefe recherche und keinen ausweg mehr lassend für die lügengespinste und ausredereien der passiv verantwortlichen. respekt. diese art von bericht ist mehr als selten und mehr als kompetent, und dazu stilistisch hervorragend. man mag förmlich die kalte wut dahinter spüren und die disziplin, die gleichzeitig damit zum schreiben-können notwendig ist.
melvern bekennt sozusagen farbe für all die anderen, die sich hinter hohlen phrasen verstecken und macht sich damit nicht beliebt: zivilcourage.
über ruanda sind erstaunlich (?) viele gute bücher geschrieben worden, zu den kompetentesten und aufdringlichsten im positiven sinne gehören die von frauen wie melvers und des forges: des forges bringt eine schier unglaubliche leistung in recherche, melvers setzt mit ihrer art der kühlen, präzise dokumentierenden wut noch eins drauf: obwohl ich ansonsten geschlechterspezifisches als überbewertet empfinde und dallaire, gourevitch und jean hatzfeld enorm gut und engagiert über ruanda erzählen, empfinde ich den aufwand und das ergebnis der beiden damen als herausragend. vor sowas verneigt man sich gerne: lesen, und wenn's zuviel zum lesen wird, zum nachschlagen bereithalten.
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3 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Etwas unvollständig 26. Oktober 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Melvern beschreibt den Völkermord erst ab Seite 200. Die ersten 200 Seiten sind die Vorgeschichte. Das macht die Sache zwar spannend, sie schreibt aber auch ziemlich kompliziert und etwas durcheinander. Ich habe woanders gelesen, dass die Hutu etwa 800.000 Tutsi ermordeten und die Tutsi sollen etwa 700.000 Hutu ermordet haben. Die Autorin ist da anderer Meinung. Sie schreibt, dass die Hutu etwa eine Millionen Tutsi ermordeten und geht gar nicht darauf ein, wieviel Hutu von den Tutsi ermordet wurden. Sie meint lediglich, dass die Tutsi sich teilweise rächten. Das ist ziemlich unvollständig und ich weiß auch nicht, ob ich ihr glauben soll.
Melvern beschreibt auch das Versagen der UNO, der Amerikaner, der Briten und der Franzosen. Die Amerikaner lieferten bis jetzt immer noch keine schlüssige Erklärung, warum sie nichts taten. In einem Buch über die UNO habe ich gelesen, dass die Amerikaner deshalb nichts taten, weil sie in Somalia beschossen wurden. Aber gerade dort hätten sie Hunderttausende von Soldaten hinschicken sollen, damit die Islamisten Angst haben, auch nur laut auf der Straße zu husten. Die Amerikaner hätten dort an jeder Straßenecke Soldaten postieren sollen, damit die Gegend frei wird von Islamisten. Stattdessen machten sie einen auf Mimose und zogen sich zurück. In Ruanda wollten sie dann auch nicht versagen. Deshalb taten sie wohl nichts. Das ist aber falsch. Die Briten und Franzosen haben auch völlig versagt. Die Reuter-Agentur meinte sogar, dass die Menschen in Europa genug hätten von Afrika und seinen Problemen. Dabei sind wir es gerade, die Europäer, die die Afrikaner nicht zu den Weltmärkten lassen, damit diese ihre Waren dort verkaufen können. Wir nutzen die Afrikaner aus. Das ist schändlich. Das muss sich ändern. Wenn wir wollen, dass die Globalisierung fair verläuft, müssen wir den Afrikanern Zugang zu den Weltmärkten verschaffen.
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