Kennt noch jemand Union Youth's Vorgängerband Jonas? Vergesst sie! Hier sind Union Youth und lassen alles hinter sich um einfach nur noch zu rocken. Und zu rocken. Und zu rocken...
Was es hier zu hören gibt, hat noch niemand von einer deutschen Band gehört geschweige denn sich vorher überhaupt vorstellen können. Uramerikanisch treibt sich Mazes prägnantes, immer wieder an Kurt Cobains erinnerndes Organ in die Gehörgange und seine Mitstreiter geben auf der Braatzgitarre, was diese hergibt. Zwischem dunklem Poltergrunge á la Melvins und eingängigem Hardcore werden hier Einflüsse von Bands wie Blackmail, Queens Of The Stoneage, Nirvana und Wipers angeschnitten, während zur Zeit gängige Musikstile völlig außen vor gelassen werden. Kein Crossover, New Metal oder New Rock, nur hin und wieder eine Prise Emo-Core ohne weinerlich zu wirken. Die Songs im einzelnen sind mal kurz und dreckig hingerotzt, mal episch lang und mit psychedelischen Gitarren versetzt.
Dieses Album wird, meiner Meinung nach, einen ganz neuen Musikstil, der eigentlich gar nicht mehr so neu ist, nur in dieser Form und in dieser zeit doch recht innovativ, schaffen, dem, wie es ja nun leider immer so ist, viele Bands versuchen werden, nachzueifern. Es wird von sich reden machen, auch wenn die Band selber sicher nicht gleich zu den Superstars zählen wird. Sollte dies nicht so sein, wird mein letztes Fünkchen Glaube an den guten Musikgeschmack sich in Lust auflösen müssen. Kauft euch dieses Album und ihr werdet in ein paar Jahren stolz sein können, schon das erste Album dieser Band gehabt zu haben. Es ist noch viel zu erwarten, auch wenn diese CD schon ein extremes Hörvergnügen darstellt. 10 Songs und 41 Minuten, die bei mir nur noch hoch und runter laufen...