Über zwei Jahre bin ich um die Anschaffung dieser BluRay herum gestapft, und hab mich immer am Kopf gekratzt, was wohl der Unterschied zur DVD (
Roy Orbison & Friends - A Black and White Night (DVD) ) sein mag? Die Frage konnte mir ja niemand beantworten, also selbst herausgefunden...
...geschaut, gehört, gestaunt, geschwooft, geheult wie ein Schlosshund - das war die Lieblingsmusik meiner verstorbenen Freundin...
... kurz und gut: Zeitreise in die Sechziger Jahre inklusive!
Zur BD-Ausgabe:
Unterschiede erkenne ich jedenfalls nicht unbedingt wahrnehmbare auf dem Bildschirm, wie man annehmen könnte; das Konzert ist bewusst in schwarz/ weiß aufgezeichnet und in griesseliger Bildqualität gestaltet, wirkt somit ein bisschen wie aus den Sechzigern. Roy Orbsions Musik Stücke stammen ja aus eben diesem Jahrzehnt.
Es gibt aber Unterschiede zwischen DVD und BD: Das fängt bei der Handhabung (MENÜS) an. Die Menüführung der DVD war gelinde gesagt, ein nerviges Unterfangen, alleine die Option "alle Songs abspielen" habe ich dort vermisst (obwohl die Tracks sich durchaus nacheinander abgespielt haben, wenn man mit dem ersten begann...) Da hat man bei der BD einiges geändert, das Menü ist minimalistisch, gut bedienbar - und die Optik ist an den Art Deco Stil des Original Bühnenbildes der Konzertveranstaltung angepasst.
Wahnsinnig lange ist die Laufzeit des Konzertes ja leider nicht. Nur 64 Minuten! Die letzten beiden Minuten dieser Laufzeit kommen die Stars, wie Springsteen, Waits, Costello,... kurz zu Wort. Ein Making Of oder weiteres Zusatzmaterial? Fehlanzeige. Sogar die Bilder-Collagen und kurze Übersicht über die Stars auf der Bühne, wie ich sie von der DVD kannte, gibt es auf der BD nicht.
Als PLUS der BD sind also die ausgezeichnete Tonqualität und der Bonus Track (BLUE ANGEL) zu verbuchen; als MINUS, dass man gerne mehr über das Konzert erfahren hätte.
Was mich etwas ärgert: Diese Laufzeit-Angabe: 64 Minuten. Exakt diese Angabe findet sich auf den Rückseiten der DVD und BD.
Darum bleibt die Frage offen, ob man Angaben dieser Art überhaupt so genau nehmen darf? Immerhin gibt es diesen Bonus Track (BLUE ANGEL - hier der Original Remix:
Blue Angel (Original Mix)) auf der DVD-Ausgabe nicht und trotzdem dieselbe Lauzeitangabe. Finde ich verwirrend.
Zum Konzert selbst: ("A Black & White Night" wurde übrigens 1988 für einen amerikanischen TV Sender produziert)
Es ist und bleibt für mich jedes "Mal ein kleines Wunder". Die Atmosphäre, Roy Oribsons einzigartige Stimme, die Stars, das Publikum. Eine faszinierende Melange, eine Reminiszenz an die Sechziger Jahre. Die stimmigen Interpretationen der Songs, unterstützt vom Who-Is-Who der Musikszene: Elvis Costello, Bruce Springsteen, Tom Waits, Jackson Browne, k.d.lang, Bonnie Raitt, ... nicht zu vergessen T-Bone Burnett, der musikalische Direktor dieser Fernsehaufzeichnung.
Ich sag mal so: Wenn Sie LIVE-Konzerte mögen und dieses noch nicht kennen, dann haben Sie echt et was verpasst. Ein kleines Wunderwerk der Musikgeschichte.
Roy Orbison verstarb noch im selben Jahr - 1988 - im Dezember an einem schweren Herzinfarkt. Mit seinen Songs, diesem einmaligen Konzert und als "Travelling Wilbury" hatte er jedoch die Möglichkeit sich zu verewigen.