Der „Rough Guide Weltmusik" beginnt mit einem Bill-Laswell-Zitat: „Ich eigne mir Musik aus sämtlichen Bereichen an. Wir machen doch eh alle dasselbe." Wie unterschiedlich „dasselbe" dann doch ist, wird ausführlich (und schwarzweiß bebildert) auf knapp 900 Seiten gezeigt. Auch wenn in solch einem Buch natürlich nicht der gesamte Weltmusikbestand der letzten 50 Jahre verhandelt werden kann, findet man doch das Wesentliche und vermisst kaum einen namhaften Künstler (Redaktionsschluss: 2000). Das abgegriffene Wörtchen „ultimativ" drängt sich auf. Kurz und gut: dieses Buch ist ein wahrer Fundus, ein Füllhorn an Ideen für die eigene Plattensammlung, ein unentbehrlicher Wälzer, ein Standardwerk der Weltmusik, übersichtlich nach Regionen und Ländern gegliedert und leicht zu handhaben, mit zahlreichen kurzweiligen und fundierten Gastbeiträgen und ca. 2.000 CD-Tipps, dazu Glossaren, Einzelbiografien, Interviews, Liedtexten, wichtigen Festivals, 34seitigem (!) Register u. v. m. Es liegt in der Natur der Sache, dass afrikanische Musik besonders viel Raum beansprucht. Der deutschsprachige Folk wird dagegen leider lediglich auf die Alpenregion reduziert. Nichtsdestotrotz: ich kenne keinen besseren Weltmusik(ver)führer.