der etwas reisserische Titel "Rott sieht rot" steht für ein Buch, über dessen Helden man auf jeden Fall mehr lesen will.
Rott ist Dedektiv, liebt die Simpsons, ist lethargisch im Haushalt, unvorsichtig verschwenderisch im Umgang mit eigenen körperlichen und finanziellen Ressourcen. Vieles an ihm erinnert an persönliche Freunde oder Familienmitglieder. Mit Rott fühlt der Leser sich schnell vertraut.
In diesem Fall ermittelt Rott anfangs noch reichlich desinteressiert. Aber bald ergeben sich Widersprüche, er jagt hinter einem Phantom her: die bürgerliche Fassade eines verschwundenen Managers aus der Musikszene bröckelt ordentlich.
48 Stunden hat Rott Zeit, um alles aufzuklären.
Oliver Buslau beherrscht das Schreiben, Spannung, Aktion und Reflexion werden perfekt gemischt. Besonders erfreulich sind aber die vielen originellen und gelungenen Sprachbilder. Rott hat alles für eine rheinische Kultfigur!