... was da dem Zuhörer vorgelegt wird. Grob überschlagen könnte man das neue Album von Such A Surge als "ziemlichen großen Haufen Melancholie" bezeichnen und das ist noch nicht einmal negativ zu verstehen. Ganz klar, der Unterschied zum 2000er Album "Der Surge Effekt" ist deutlich, zum größten Teil wird agressiver, aber auch vorallem ausdauernder an die Songs rangegangen (z.B. "Keinen Schritt Weiter") überzeugend sind hierbei auch die Drums, die immer abwechslungsreich mal begleiten, mal im Vordergrund stehen.
Das Such A Surge allerdings ein perfektes Album hingelegt haben, muss bezweifelt werden. Teilweise wirken die Songs etwas zu abgestumpft und verkommen leider zu sinnlosem Geschrammel ("Aktion", "Aufstehen"). Rotlicht ist mehr ein Album für sich, weniger abwechslungsreich als bei Der Surge Effekt, ob das jetzt eher gut oder schlecht ist, muss jeder für sich selbst entscheiden, ich denke, nach nem scheiß Tag kann einem diese Platte echt den Rest geben, gleichzeitig kann sie jedoch auch viel Energie zurückgeben (siehe "Kann Alles Sein"). Rotlicht ist sicherlich kein Platte rein, abgeh Album, man muss sich damit auseinandersetzen.
Fazit: Wer mehr auf Friede, Freude, Eierkuchen Musik steht, der sollte lieber die Finger von Rotlicht lassen, wer allerdings Lust auf einen gesunden Mix zwischen Power und Melodie hat, der ist hier richtig.