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Rotkäppchen muss weinen [Gebundene Ausgabe]

Beate Teresa Hanika
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (41 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

6. Februar 2009
Er nennt sie Rotkäppchen, als er sie mit einem Korb am Fahrradlenker den Berg hinabfahren sieht. Rotkäppchen - weil in dem Korb Wein und Essen sind für den Großvater, dessen Einsamkeit nur ein Vorwand ist. Rotkäppchen - weil der Weg aus dem Wald dunkel und steinig ist. Rotkäppchen - weil der Wolf sie längst in seiner Gewalt hat ...
Beate Teresa Hanika erzählt einfühlsam und sensibel die Geschichte von einem Mädchen in größter Not - aber auch von einer Freundschaft so weit wie der Himmel und von einer ersten Liebe so zart wie Schneeflockenfedern.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Fischer Schatzinsel; Auflage: 1 (6. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596853362
  • ISBN-13: 978-3596853366
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (41 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 180.188 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein Buch, das Mut macht. Mut, sich Wahrheiten zu stellen und sie auszusprechen. Klar, präzise und poetisch."
Mirjam Pressler in ihrer Laudatio zum Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2007 -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Über den Autor

Beate Teresa Hanika, geboren 1976 in Regensburg, ist Fotografin. Ab 1997 arbeitete sie mehrere Jahre als Model in verschiedenen europäischen Städten. Bereits seit ihrem zehnten Lebensjahr schreibt sie Geschichten und Gedichte. Sie lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Ort in der Nähe von Regensburg. Ihr erster Roman ›Rotkäppchen muss weinen‹ wurde u.a. mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis 2007 und dem Bayerischen Kunstförderpreis 2009 ausgezeichnet und für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2010 nominiert.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
56 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großvater, warum tust du so böse Dinge? 7. April 2009
Von Daniela Möhrke TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Bedrohlich", war das erste Wort, das mir während des Lesens von "Rotkäppchen muss weinen" einfiel. Bereits auf den ersten Seiten wird man innerlich unruhig und weiß, dass etwas ganz und gar nicht stimmt. Da die Autorin viele Dinge nur andeutet und gar nicht erst ausspricht, fingen bei mir alle Alarmglocken an zu läuten.
Zu Recht, wie man schon bald feststellen wird.

Die Protagonistin in diesem Buch ist Malvina und kürzlich ist ihre geliebte Oma gestorben. Schon früher hat sie viel Zeit bei ihren Großeltern verbracht und auch jetzt soll sie sich um ihren angeblich kranken Opa kümmern. Unter "sich kümmern" versteht ihr Opa bloß leider etwas ganz anderes. Zudem setzt er Malvina noch zusätzlich unter Druck, indem er ihr wiederholt erzählt, dass ihre Oma ja gewollt hätte, dass es dem Opa gut geht.
Dramatisch wird die ganze Situation dadurch, dass Malvina kein "Gehör" in ihrer Familie findet. Ihre Lage ist scheinbar ausweglos, sie fühlt sich alleingelassen und zieht sich immer mehr in sich selbst zurück.
Mehr möchte ich zum Inhalt aber wirklich nicht sagen, denn dieses Buch muss man unbedingt selbst auf sich wirken lassen. Es ist unmöglich, diese beunruhigende Atmosphäre mit wenigen Worten zu einzufangen. Das Buch spricht seine ganz eigene Sprache!

Beeindruckend ist vor allem, wie stark Malvinas Unsicherheit auf mich als Leser wirkte. In mir breitete sich eine zunehmende Nervosität aus und ich wusste nicht, wohin mit mir.
Trotzdem schafft es Beate Teresa Hanika an den richtigen Stellen auch Unbeschwertheit und Humor einzubinden. Dadurch verliert man als Leser nicht die Hoffnung, so wie es auch Malvina geht.

Ganz einfühlsam erzählt die Autorin von Malvinas Treffen mit ihrer besten Freundin. Dies steht in starkem Kontrast zu den Szenen mit ihrem Opa. Hier kommt ihre Jugendlichkeit klar zum Ausdruck und man hat das Gefühl, dass sich innere Fesseln von ihr lösen. Außerdem wartet manchmal Freundschaft dort, wo man sie nie erwartet hätte.
Trotz der erschütternden und beängstigenden Erfahrungen Malvinas' entsteht im Verlauf des Buches ein immer heller glühender Hoffnungsfunke. Aus Angst kann Hoffnung erwachsen und aus Hoffnung Mut, Mut positiv in die Zukunft zu blicken und sein Leben wieder selbst in die Hand zu nehmen.

Meine Altersempfehlung für dieses eindrucksvolle Jugendbuch: 13 Jahre und älter!
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38 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch das Mut macht, ein Buch, das Wut macht... 13. Februar 2009
Von Eskalina TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Malvina ist vierzehn, als wir in ihr Leben blicken dürfen und schnell wird klar, dass es dort einen dunklen Punkt gibt - ihren Opa! Sie ist seine Lieblingsenkelin, aber seine "Liebe" geht weit über das normale Verhältnis zwischen Opa und Enkeltochter hinaus. Doch so sehr Malvina sich weigert, ihn zu besuchen, ihre Familie drängt sie immer wieder zu ihm und lässt keine Ausreden gelten. Selbst ihrer besten Freundin mag sie nicht erzählen, was bei ihm mit ihr passiert und als sich ein Junge für sie interessiert und sie spürt, dass der Großvater keine Beziehung zu einem Jungen zulassen würde, beginnt sie sich aufzulehnen...

Sehr sachte lässt die Autorin Rückblicke in die Vergangenheit des Kindes einfließen und immer deutlicher kristallisiert sich heraus, wer die wahren Schuldigen in diesem Drama sind. Viele Dinge werden verschwiegen oder nur angedeutet. Mehr ist auch nicht notwendig, um sich ein Bild des seelischen Schadens zu machen, der einem unschuldigen Kind zugefügt worden ist und der sicherlich von Dauer sein wird. Die Intention der Autorin ist es aber nicht nur auf sexuellen Missbrauch aufmerksam zu machen, sondern sie will zeigen, dass die Opfer immer auch Möglichkeiten haben, sich zu wehren. Ein Buch das Mut macht, aber auch ein Buch, dass Wut macht, denn zu einem Missbrauch gehören auch die Menschen, die davon wissen, die wegsehen und ihn zulassen, ob aus Feigheit oder Gleichgültigkeit - die Motive sind egal, letztlich steht ein junger Mensch ganz alleine da. Dass niemand hilflos ist, dass sich niemand dem Täter ausliefern muss, davon erzählt die Geschichte von Malvina auch. Vielleicht hilft sie Betroffenen ein Stück weiter, tröstet und zeigt auf, dass es Lösungen gibt, wenn man sich öffnet und die Täter nicht noch durch Schweigen schützt. 5 von 5 Sternchen...
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entscheidungen müssen gefällt werden 14. Oktober 2009
Von Villette TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Ich fange Bücher, in denen es um sexuellen Missbrauch von Kindern geht, immer mit etwas Unwohlsein an, zu nahe geht mir die Ungerechtigkeit, die sie erfahren, und die Hilflosigkeit, mit der sie reagieren. Dieses Buch ist aber viel zu sensibel erzählt, um Angst zu machen. Die Missbrauchsszenen werden nur angedeutet, da die missbrauchte Ich-Erzählerin Malvina sich angewöhnt hat, selbst gar nicht richtig anwesend zu sein, sondern schwebend über der Situation abzuwarten. Außerdem fehlt ihr am Anfang der Mut, um die Dinge beim Namen zu nennen. Das tut der Geschichte wirklich gut. Ist doch das, was sie erzählt, schon schrecklich genug. Die Autorin macht aber auf eine noch ganz andere Tragik im Bereich des sexuellen Missbrauchs aufmerksam: Das Schweigen des Umfelds, das Wegschauen der Familie. Da ist nicht nur die Oma, die die Enkelin an den Opa "verkauft" hat, weil sie selbst nicht stark genug war, da sind auch Vater und Bruder, die Malvina nicht ernst nehmen in ihrer Weigerung, den Opa nicht mehr besuchen zu wollen, weil er sie auf den Mund küsst, da ist die Mutter, die sich nicht im geringsten um ihre Tochter kümmert, weil sie mit sich selbst und ihrer Migräne beschäftigt ist.
Dem hat die Autorin als Kontrast ein paar Menschen entgegengesetzt, die Malvina Mut und Stärke geben. Durch sie lernt sie, dass Entscheidungen getroffen werden müssen, dass man nicht mehr länger alles hinnehmen darf. Malvina steht auf der Schwelle zum erwachsen werden. Im letzten Jahr hat sie mit ihrer Freundin noch die Siedlungsjungs bekämpft, in diesem Jahr verliebt sie sich ganz leise und sanft in einen. Es sind Menschen wie er, wie ihre Freundin, wie Opas Nachbarin, die Malvinas scheinbar zerstörtes Leben wieder lebenswert machen und ihr zeigen, dass man sie nicht zurückstößt, wenn sie endlich spricht, dass sie nicht schuld ist.
Dieses Buch ist ein wahrer Schatz. Sehr poetisch geschrieben. Stellenweise ist es sogar humorvoll und hell. Vor allem aber macht es Mut.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen bezaubend schön
ich befasse mich gerade mit der thematik. es ist ein buch für alle altersstufen ab jugend. es ist frisch, bezaubernd, traurig, erschreckend, erklärend. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Tagen von DE veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Erschreckend, doch leider manchmal bittere Realität
INHALT

Er nennt sie Rotkäppchen – weil in dem Korb Wein und Essen sind für den Großvater. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Jayzed veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Rotkäppchen und der böse Wolf
MALWINA - die Hauptakteurin dieses Buches ist fast vierzehn Jahre alt und versucht sich aus den Fängen des Wolf-Großvaters zu lösen. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von audiobookfan H. veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ruhig und einfühlsam geschrieben
Das Buch hat mir gut gefallen. In unaufgeregtem Tonfall, aber immer einfühlsam "plätschert" die Geschichte vor sich hin. Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Querdenkerin veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Berührend, bewegend, emotional
Mich hat dieses Buch von der ersten bis zur letzten Seite gepackt. Die Autorin hat eine wunderbare Art zu schreiben und bringt Emotionen sehr geschickt rüber. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von M. Schulz veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Mehr erwartet
Dieses Buch behandelt ein heikles und trauriges Thema, bei dem es schwierig ist die richtigen Worte zu finden. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Julia Mohr veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Warum ...
Als ich den Klapptext gelesen hatte, habe ich nicht mit so einen brisanten Thema gerechnet. Kindermissbrauch! Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von J. Weis veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Rotkäppchen muss weinen - Beate Teresa Hanika
Erster Eindruck:
Ich hatte zu dem Roman nur Gutes gehört und trotz des heiklen Themas wollte ich mich auch an das Buch herantrauen. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Filo veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Das Buch behandlet ein schlimmes Thema auf eine absolut...
Der Buchtitel des Rotkäppchens ist hier eine Metapher auf die Handlung der Geschichte. Malvina muss täglich ihrem einsamen Opa Essen und Wein in einem Korb vorbeibringen. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Damaris veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Es war einmal ein glückliches Mädchen
Die Familie ist jemand, mit dem man sich fürchterlich streitet, mit dem man so gar nicht klar kommt, aber trotzdem liebt man seine Eltern, Geschwister und die lieben... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von musicienne veröffentlicht
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