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Roter Stern über Deutschland - Sowjetische Truppen in der DDR
 
 
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Roter Stern über Deutschland - Sowjetische Truppen in der DDR [Broschiert]

Ilko-Sascha Kowalczuk , Stefan Wolle
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 256 Seiten
  • Verlag: Ch. Links Verlag; Auflage: 2., aktualisierte Auflage (12. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 386153584X
  • ISBN-13: 978-3861535843
  • Größe und/oder Gewicht: 23,4 x 16,6 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 502.771 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Fast 50 Jahre lang waren sie für den Westen der Inbegriff militärischer Bedrohung: die Sowjettruppen in der DDR. Doch nach ihrem Abzug 1994 dauerte es nicht lange und die Erinnerung an die "Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland" (GSSD) verblasste. Dabei war die Präsenz der Roten Armee prägend für die deutsch-deutsche Situation.

Das verdeutlichen schon die Einstiegskapitel von Roter Stern über Deutschland. Denn deren Inhalt zielt mehr in Richtung SBZ/DDR als in Richtung Armeespezifisches. Was ein Manko in Sachen Titelgebung des Bandes verdeutlicht: Impliziert der Rote Stern eine militärische Ausrichtung, so enthält die Darstellung sowjetischer Frühpräsenz (zu) viel Ziviles wie Bodenreform oder Industriedemontage. Nicht verkehrt im Zusammenhang mit einer Armee, die als "Sowjetische Militäradministration" auch das Alltagsleben regelte -- aber titelseitig unerwartet. Zumal bereits frühere Publikationen wie Norman Naimarks Die Russen in Deutschland diesen Gesichtspunkt umfassend erörterten.

Die militärischen Aspekte der Sowjetpräsenz in Deutschland hingegen sind vom Schleier des Unbekannten umwoben, hier hätten die Autoren echtes Neuland betreten können. Was sie aber nur gelegentlich tun, beispielsweise im Hinblick auf den Garnisonsalltag, speziell auf Desertionen oder Straftaten der Soldaten. Im großen Rest bleibt das Buch eher oberflächlich, so beim Herausarbeiten der GSSD-Position im Kalten Krieg, ihrer Rolle während der Ost-Aufstände 1953 und 1968 sowie natürlich ihrem schlussendlichen Abzug. Truppenausrüstung, -gliederung und -stationierung bleiben Randerscheinungen.

Trotz mancher Kritik kann man dieser TV-Begleitveröffentlichung jedoch das Prädikat "Guter Überblicksband" verleihen, quellentechnisch fundiert und mit netter Bebilderung. Das Neue hält sich in Grenzen, das Altbekannte jedoch wird gekonnt präsentiert und ermöglicht es, die Entwicklungslinie der fast schon vergessenen sowjetischen Truppenstationierung in Ostdeutschland zu verstehen. --Joachim Hohwieler -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

Pressestimmen

Ilko-Sascha Kowalczuk und Stefan Wolle haben einen Band vorgelegt, der voll ist mit spektakulären Einzelberichten, der jedoch gleichzeitig den roten Faden, die Frage nach den Auswirkungen der Stationierung sowjetischer Truppen in der DDR, nie aus dem Auge verliert. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Das Verdienst von Kowalczuk und Wolle liegt in der Entmystifizierung der einst heldisch überhöhten Sowjetsoldaten. Sie decken den unbekannten Mikrokosmos der abgeschirmten Truppen schonungslos aber fair und unter Benennung der sozialen wie politischen Ursachen im historischen Gesamtzusammenhang auf. Ein Lesestoff, der überrascht und erschüttert. (Mitteldeutsche Zeitung)

Die Darstellung historischer Prozesse wird aufgelockert durch autobiographische Schilderungen, Zeitungsartikel oder bislang geheime Papiere der Militäradministration. In der sorgsamen Auswahl der Materialien liegt das große Plus des Buches: Subjektive Impressionen zum Thema ergänzen die Fakten um Alltagsgeschichte. (Freies Wort)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Im Jahre 2001 legten die beiden wissenschaftlichen Mitarbeiter der Berliner Robert-Havemann-Gesellschaft, Ilko-Sacha Kowalczuk und Stefan Wolle, begleitend zu einer gleichnamigen, dreiteiligen Filmdokumentation des ORB ihr Buch ‚Roter Stern über Deutschland' vor, in welchem ein Rückblick auf das halbe Jahrhundert sowjetischer Besatzung in Deutschland gegeben werden soll.
Die Autorengemeinschaft konstruiert das Werk chronologisch und gliedert die zu betrachtende Epoche in fünf große Themenkomplexe. Nach einer kurzen Einführung, in der Erinnerungen aus dem alltäglichen Leben einen Einstieg in die Materie geben sollen, werden mit dem Kapitel ‚Die Russen kommen!' die ersten Kontakte zwischen dem deutschen Volk und den einrückenden Rotarmisten nach dem Ende des zweiten Weltkrieges beschrieben. Hier zeigt sich schon, welch breite Spanne sich zwischen den "Befreiern vom Nationalsozialismus" und den (nicht zuletzt durch die teilweise aggressive sowjetische Kriegspropaganda verrohten) "Plünderern und Vergewaltigern" auftut, wie wenig Gemeinsamkeiten zwischen Besatzern und Besetzten existieren und welche Gräben beim Aufbau und der Verwaltung der Sowjetischen Besatzungszone und später der DDR zu überwinden bzw. eben unüberwindbar sein werden.
Das zweite Kapitel "Demokratische Erneuerung oder Sowjetisierung?" behandelt, beginnend mit der weitgehenden Festlegung der Nachkriegsordnung am Potsdamer Verhandlungstisch im Sommer 1945, vor allem den inneren Aufbau der SBZ bis zur teilweisen Übernahme der Regierungsgeschäfte durch die Führung der DDR. Es stellt sich dar, daß die Politik der Sowjetischen Militäradministration (SMAD) eine Kreuzung war zwischen der einer Besatzungsmacht, die Demontagen durchführte, Straflager einrichtete und eine rigorose Entnazifizierung durchführte, und einer, die z.B. mit Hilfe einer frühen Boden- und Schulreform (und natürlich auch der Entnazifizierungsmaßnahmen) am Aufbau eines neuen Arbeiter- und Bauernstaates nach sowjetischem Vorbild interessiert war.
"Waffenbrüder - Klassenbrüder" ist der folgende Teil überschrieben, der auf die militärische Seite der sowjetischen Besatzung eingeht. Ein solch gigantisches Kontingent, das zwar im Laufe der Jahre immer wieder verkleinert wurde aber dennoch immer erdrückend blieb, bringt natürlich auch seine eigenen Probleme mit sich - nicht nur daß die Okkupation von bis zu 40% des DDR-Territoriums und die Stationierungskosten der Sowjetarmee eine enorme Belastung für den Staatshaushalt der DDR darstellte, auch das Alltagsleben mit den Soldaten und der Soldaten selbst in den Kasernen gestaltete sich kompliziert, da z.B. die deutsche Gerichtsbarkeit anfangs keine und später nur wenige Möglichkeiten hatte, Straftätern aus SU-Kasernen habhaft zu werden.
Im anschließenden Kapitel, "Armee an der Nahtstelle des Kalten Krieges", werfen die Autoren einen Blick über die deutschen Staatsgrenzen hinaus und skizzieren das Verhalten der sowjetischen Truppen in den verschiedenen Krisen, denen der Ostblock unterworfen war. Zunächst steht die Berlin-Blockade 1948/49 als erste dramatische Konfrontation des Kalten Krieges, an der die sowjetischen Truppenverbände aktiv durch Absperrungen und Kontrollen beteiligt waren. Es folgt die Niederschlagung des Volksaufstandes in der DDR im Juni 1953, bei der nach der Verhängung des Kriegsrechts äußerst gewaltsam vorgegangen wurde und auch eine große Zahl an Demonstranten ihr Leben ließ. Dieses brutale Einschreiten sollte sich nach der Gründung des Warschauer Paktes 1955 und dem Mauerbau 1961 erst wieder zum ‚Prager Frühling' 1968 im Kampf gegen einen demokratischen Sozialismus wiederholen.
Im Schlußkapitel "Lebe wohl Deutschland" werden die Konsequenzen von Gorbatschows Glasnost- und Perestroikapolitik ebenso wie die immer größeren Gegensätze zwischen SED- und KPdSU-Führung deutlich. Die sowjetische Armee verlor immer mehr an Einfluß und wurde im Zuge der Wiedervereinigung vollständig abgezogen, was nicht nur Probleme der Reintegration in der SU, sondern auch bezüglich der Hinterlassenschaften auf dem Gebiet der DDR mit sich brachte.
Zusammenfassend läßt sich sagen, daß dieses Buch der weiten Auffächerung der Thematik geschuldet nicht über eine oberflächliche Betrachtung hinaus kommt, gleichwohl die Darstellung dank vieler Abbildungen und Quellen stellenweise sehr anschaulich ist. Zu bemängeln ist weiterhin, daß zwar ein ausführlicher Anmerkungsapparat und ein Register angefügt, aber leider auf Quellen- und Literaturverzeichnis verzichtet wurde, was sich sehr erschwerend auf die Möglichkeiten des wissenschaftlichen Arbeitens auswirkt. Aber alles in Allem ist dieses Buch für einen Laien, der sich in ein solches Thema einlesen will, als ausreichend zu bezeichnen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Sehr informative und aufschlussreiche Dokumentation über die Sowjetische "Bruder-Armee" im besetzten
deutschen Arbeiter- und Bauernstaat.
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2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Leider nur oberflächlich 12. Februar 2008
Format:Broschiert
beim Kauf hatte ich mir mehr erhofft. Die Hoffnung hat mich leider getrogen. Das Buch bleibt an der Oberfläche und bedient eher Vorurteile als sachlich und ein wenig tiefer über eine langen Geschichtszeitraum zu informieren. Positiv die vielen Fotos im Buch.
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