Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Thriller der Spitzenklasse, 11. Oktober 2001
Von Ein Kunde
Thomas Harris beginnt mit diesem spannenden und sehr schön konstruiertem Werk seine Trilogie um die Abgründe der menschlichen Seele. Die Story dreht sich um den psychisch gestörten Soziopathen Francis Dolarhyde, einen sowohl physisch als auch psychisch entstelltem Mann, der sich nichts sehnlicher wünscht als begehrt zu werden. Hin und her gerissen zwischen dem perfiden Wunsch, der Rote Drache zu werden, um sich endlich aus seiner Isolation zu befreien und der aufrichtigen, aber scheuen Beziehung zu einer blinden Arbeitskollegin wird Mr. D natürlich auf Grund seiner Verbrechen an Familien, die er für seine Transformation nutzen will, bereits von FBI Agent William Graham und Jack Crawford gejagt. Harris gelingt mit Graham ein sehr ausgereifter und hintergründiger Charakter, allerdings ist dem Leser schnell klar, dass nicht die Gedankenwelt von Graham das Entscheidende ist, sondern die des Mr D, denn der Kampf zwischen Mr D. und dem Roten Drachen in seinem Innern bleibt bis zum Finale spannend und doch abgründig. Man sollte sich nicht täuschen lassen, wenn man den Namen von Dr. Lecter im Einband auffindet und den Roman mit "Hannibal" oder dem "Schweigen der Lämmer" verwechseln. Der genial-verrückte Kannibale taucht nur am Rande auf, aber schon hier fasziniert er mit dem Scharfblick und der ätzenden Feder, die T. Harris später in den Sequeln weiterentwickelt. Insgesamt eine spannende und ebenso faszinierende Reise in die menschliche Seele, denn einmal mehr gelingt es Harris, jene zwei Seiten unseres Selbst, das Gute und das Böse einen Kampf fechten zu lassen. Und er zeitgt: Das Gute siegt eben nicht immmer.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Grausam und doch zugleich faszinierend, 31. Oktober 2001
Mord. Zwei Familien auf grausame Weise hingerichtet im eigenen Haus. Nur das tragische Ende ist beiden gemeinsam. Doch war es tatsächlich Zufall, dass es ausgerechnet diese Familien traf? Das FBI steht lange vor einem Rätsel. Letzte Hoffnungen werden in Will Graham, einen ehemaligen FBI-Sonderermittler gesetzt. Ihm war es zu verdanken, dass Hannibal Lecter seit vielen Jahren schon in seiner Einzelzelle im Chesapeake State Hospital für geistesgestörte Straftäter saß. Nach einigem Zögern nimmt Graham sich schließlich, fasziniert von den Tatumständen, dem Fall an. Durch eine ganze Reihe von Zufällen, aber auch durch erstaunliche Kombinationsgabe kommt er dem Täter Stück für Stück näher. Die "Zahnschwuchtel", wie der Mörder von der Presse getauft wurde, weil er markannte Zahnabdrücke an seinen Opfern hinterließ, sieht sich keinesfalls als Täter. Als Künstler schafft er Kunstwerke für die Ewigkeit, angetrieben von der gebieterischen Macht des "Roten Drachen", einem Gemälde von William Blake. Eines Tages lernt der Mörder die blinde Reba kennen, die sein mißgebildetes Gesicht nicht sehen kann. Als er merkt, dass er sich in sie verliebt, versucht er gegen den "Roten Drachen" anzukämpfen, der Reba als nächstes Opfer fordert. Bei einem Brand seines Hauses kommt er schließlich ums Leben, doch ist dies tatsächlich das Ende des "Roten Drachen"?Mit unglaublicher Präzision beschreibt der ehemalige Kriminalreporter Thomas Harris die Seelenwelt eines grausigen Serienmörders. Er schildert nicht nur die widerwertige Tat und die Umstände, die zu ihrer Aufklärung führten. Er blickt hinter die Fassade des eiskalten Killers. Ein labiler und psychisch kaputter Mensch, unfähig mit seiner Umwelt in Kontakt zu treten. Jeder, der dieses Buch liest, wird fasziniert sein und auch an den Nachfolgern "Das Schweigen der Lämmer" und "Hannibal" nicht vorbeikommen.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Mehr als empfehlenswert!, 8. August 2002
Sowohl "Roter Drache" als auch "Schweigen der Lämmer" haben mich beim Lesen unglaublich mitgerissen. Eigentlich greifen beide Bücher das ureigenste Thriller-Prinzip auf: Das FBI jagt einen wahnsinnigen Serienmörder. Aber: Thomas Harris kann es einfach, auch aus der simpelsten Materie spannende Unterhaltung zu kreieren, die Handlung ist geschickt aufgebaut, die ständigen Perspektivenwechsel zwischen Jäger (dem FBI) und Gejagtem (dem Mörder) sehr raffiniert eingestreut, sodass der Leser gerade soviel weiß, dass es die Spannung aufs Maximum treibt und so, dass er gleichzeitig mit dem FBI mitfiebern kann als auch eine gewisse Faszination für den Mörder aufbauen kann. Auch der Stil von Harris ist klasse, vor allem, weil er immer wieder schafft, den Leser gerade durch die ausführliche Beschreibung der kleinen Details atmosphärisch einzufangen. Hannibal Lecter spielt übrigens in beiden Romanen nur eine Nebenrolle, auch wenn er am Ende von "Schweigen der Lämmer" auf finstere Weise in den Vordergrund rückt. Auch bei dieser Figur hat Harris das Bild vom intellektuellen Psychopathen hervorragend umgesetzt, sodass man sich immer wieder auf die nächste Szene freut, in der Hannibal auftaucht. Insgesamt sind beide Romane ein absolutes Muss, selbst für diejenigen, die sonst nicht so sehr Fans dieses Genres sind. Ich würde die spannenden Stunden mit diesen Werken jedenfalls keinesfalls missen wollen.
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