Die hilfreichsten Kundenrezensionen
|
|
18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Spiritueller Entwicklungsroman auf höchstem Niveau, 27. Dezember 2005
Diesen äusserst fesselnden, im Jahre 1946 veröffentlichten Roman könnte man, um schnell ein Bild zu geben, vielleicht als eine Mischung aus "Einweihung" und "Die Elixiere des Teufels" bezeichnen, was diesem Buch natürlich nicht gerecht werden würde, da es ein eigenständiges Meisterwerk ist, das seinesgleichen sucht. In kürzerster Zeit habe ich diesen Roman verschlungen, sowohl die Sprache, die Dialoge, die Charaktere, der allgemeine Aufbau, die Spannung und besonders das differenziert vermittelte tiefe Wissen haben mich sehr beeindruckt. Das Buch beginnt gleich sehr spannend im Jahre 1941 mit der Begegnung zweier Männer, die sich teils schon lange auf einen esoterischen Weg gemacht haben, um altes Wissen wiederzufinden und die in die irre geratene Menschheit zu unterstützen, wieder auf einen wahrhaftigen Pfad zurückzufinden. Der eine von ihnen ist sich des eigenen Weges der letzten 400 Jahre bewusst und hinterlässt seinem Gesprächspartner ein Manuskript, in dem er sein bewegtes Leben mit zahlreichen Wiedergeburten beschreibt. Dem 1535 geborenen Hans Burgner zu folgen, seine Kinderstube, sein innerers, selbstsüchtiges Streben nach Unsterblichkeit, Macht und sexuellen Abenteuern und seinen grauhenhaften Absturz mitzuerleben hat mich sehr in Bann gehalten. Es beginnt eine Reihe von weiteren Reinkarnationen, über deren Inhalt ich nur so viel sagen will, als dass es mir als Leser die Gelegenheit gibt, die verschiedenen Irrungen und Wirrungen, in die wir Menschen (aufgrund von alten Verletzungen) und daraus resultierenden Handlungen und Verblendungen geraten, so plastisch vor Augen geführt zu bekommen. Dabei ist es sehr faszinierend, die innere Entwicklung dieser Seele zu begleiten; aus seinen Fehlern lernt er, er wächst geistig und spirituel immer mehr heran und findet auch entsprechende Eltern, die ihn darin unterstützen, zu lernen, zu erfahren und innerlich zu heilen. Mária Szepes scheint selber schon weit in die Gefielde esoterischen Wissens vorgedrungen zu sein, anders kann ich mir nicht vorstellen, wie sie uns soviel Weisheit und tiefes altes Wissen vermitteln könnte. Uns, die wir über die vergangene Leben so wenig wissen, kann dies helfen, unser jetziges Leben in einem größeren Zusammenhang zu sehen und somit auch das vielfältige, häufig von geistiger Umnachtung gekennzeichnete Leben unserer Zeitgenossen zu verstehen. In diesem Zusammenhang sehe ich einen Schwachpunkt dieses Buches, da meiner Meinung nach zu unnachsichtig über diejenigen Menschen gesprochen wird, welche aufgrund ihrer egoistischen Selbstsucht nach Ruhm, Sex, Geld usw. "zu nichts als zu Asche werden". Da fehlt mir in diesem Buch etwas die Liebe, das Verständnis, das Mitgefühl, die moralische Messlatte wird sehr hoch gehängt - die Dualität von Gut und Böse ist in meinen Augen selbst eine lieblose Verdrehung der Wirklichkeit, die im Grunde viel mehr von Liebe und unsichtbarem Wachstum erfüllt ist, als uns manchmal Moralisten und Fundamentalisten weissmachen möchten. Auf die eben von mir erwähnten alten Verletzungen, die uns Menschen so sehr unsere falschen Vorstellungen von der Welt und dem, was sie im "Innersten zusammen hält" entwickeln lassen, wird also nicht eingegangen.Wie aber bei anderen spannenden Werken ist es also auch hier eine belebende Aufgabe des Lesers/der Leserin, den eigenen Standpunkt vor dem Hintergrund eines so guten, inspirierenden und anspruchsvollen Romans wie diesem zu erforschen. Ein sehr zu empfehlendes Lese- und Erfahrungserlebnis!
|
|
|
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Sehr empfehlenswert, 21. März 2006
Nicht umsonst wird dieser Roman als Geheimtipp unter Esoterikern gehandelt und noch dazu als "Meisterwerk" bezeichnet. Gemeint ist hier allerdings keineswegs die Esoterik, die heutzutage zu einem Einheitsbrei unter einem Sammelbegriff vermarktet wird; gemeint ist hier vielmehr das Verständnis von Reinkarnation und Karma bzw. das Verständnis einer Gesetzmäßigkeit, die in diesem Buch ohne große Mysifizierung erzählt wird. Berichtet wird von einem Menschen, der als Johann Burger ein trostloses Dasein führt, aber vom Ehrgeiz angetrieben wird, unsterblich zu werden. In den weiteren Kapiteln erfahren wir, wie besagter Mensch immer wieder inkarniert und sich dabei nicht nur an seine früheren Leben erinnert, sondern auch immer wieder mit den Folgen seiner (früheren) Taten konfrontiert wird. Der Sprachstil dabei ist genial und so manche Passagen erfordern eine gute Konzentration, weil der Inhalt unserem westlichen Verständnis nicht immer entegegenkommt. Wer sich für Reinkarnation bzw. dem (Un-)Sinn unseres Daseins interessiert und bereit ist, in die Tiefe zu gehen, wird an diesem Roman eine große Freude haben. Nicht-Esoteriker tun sich vielleicht ein bißchen schwerer... Ich habe dieses Buch diesbezüglich auch verliehen, bekam diesbezüglich auch ein sehr positives Feedback - eben nur mit der Einschränkung, dass die Kernaussage des Buches nicht immer greifbar und verständlich war.
|
|
|
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Eine Reise durch Jahrhunderte!, 12. November 2006
Ich bin weiss Gott kein Esoteriker aber Fragen bezüglich Lebenssinn und Bewusstseinsveränderung begleiten mich schon seit vielen Jahren und "Der rote Löwe" beschäftigt sich mit all dem auf eine packende, anschaulich und bildhaft beschriebene Art.
Um an das Elixier ewigen Lebens zu gelangen, ist dem Alchemistenschüler Hans Burger im 16. Jahrhundert jedes Mittel recht - sogar Mord . Doch der Preis für seine Tat und die Einnahme des magischen Pulvers ist hoch : Zur Unsterblichkeit verdammt , muß er sich einer abenteuerlichen Reise durch vier Jahrhunderte stellen, einer Reise, die es in sich hat, wo er viele Prüfungen zu erleiden und durchzustehen hat, wo die verschiedensten schrägen, brutalen, egoistischen, gewissenlosen und auch weisen, liebevollen und bereichernden Menschen seine Wege kreuzen. Der Kreis schließt sich, mit der Auflösung seines Karmas. Das Buch zeigt auf, wie die Taten des Menschen sich mit Mitmenschen verknüpfen, wie Täter und Opfer, über das Ableben hinaus, miteinander verbunden bleiben, bis die entstandenen Schulden in etlichen Leben abgegolten sind und sie sich letztlich weiter und höher entwickeln können.
Egal ob als esoterisches Werk oder einfach als Fantasyroman gelesen - "Der rote Löwe" weiss packend und fesselnd zu unterhalten und lässt sich höchstens noch vergleichen mit Gustav Meyrinks "Der Engel vom westlichen Fenster", der eine ähnliche Geschichte beinhaltet und genauso packend geschrieben ist.
|
|
|
Die neuesten Kundenrezensionen
|