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Rote Karte Depression: Das Ende einer Karriere im Profifußball
 
 
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Rote Karte Depression: Das Ende einer Karriere im Profifußball [Gebundene Ausgabe]

Andreas Biermann , Rainer Schäfer
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Gütersloher Verlagshaus (21. März 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3579067478
  • ISBN-13: 978-3579067476
  • Größe und/oder Gewicht: 21,3 x 13,5 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 69.233 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Wer sich für mehr als nur für Spielberichte und Spielerkritik im Fußball interessiert und hinter die Fassade des Profigeschäfts blicken will, der findet hier nicht nur eine bewegende und mutige Geschichte eines Fußballers sowie Einblicke in das (Innen-)Leben eines depressiv erkrankten Spielers, sondern auch Bedenkenswertes über die scheinbar heile Welt des Fußballs und seine gesellschaftliche Rolle." (Die Kirsche, Patrick Meiß )

"Rote Karte Depression" ist ein mutiges Buch, der Fall Biermann war bis dato über Deutschland hinaus kaum bekannt. ...der Aufstieg Biermanns zum Fußballtalent liest sich sehr gradlinig. Dafür verschont sein emotionaler Abstieg den Leser nicht, man spürt der kranken Seele von Andreas Biermann förmlich nach." (derStandard, Florian Vetter )

"Seine Geschichte ist bewegend und entlarvend, da sie aufzeigt, wie viel Heuchelei oder Naivität im Umgang mit dem Freitod Robert Enkes im Spiel war." (Frankenpost, Thomas Nahrendorf )

Kurzbeschreibung

Platzverweis – als depressiver Profi-Fußballer im Abseits

- Depressionen im Profi-Fußball – ein Realitätscheck

- Wenn Worten keine Taten folgen: business as usual nach dem Tod von Robert Enke

- Was passiert mit einem Profi-Fußballer, der sich zu seinen Depressionen bekennt?

Er liebt Fußball und hasst die Bedingungen, unter denen er gespielt wird. Er leidet unter einem gnadenlosen Milieu, in dem jeder sich selbst der Nächste ist, in der Mann keine Schwäche zeigen darf. Andreas Biermann hat versucht, sich das Leben zu nehmen, weil er keinen Ausweg mehr sah. Darüber reden konnte er nicht, weil ihn das ins Abseits katapultiert hätte. Diese Sprachlosigkeit ist im Fußball weit verbreitet, auch der deutsche Nationalhüter Robert Enke ist daran zerbrochen, sein Tod schockierte eine ganze Fußballnation.

Depressionen, Spielsucht, Doping, Homosexualität – mit ihrem aufrüttelnden Buch wollen Andreas Biermann und Rainer Schäfer dazu beitragen, die Tabuthemen im Profi-Fußball aufzubrechen. Ihr engagierter Appell für mehr Verständnis und Sensibilität richtet sich an die Verantwortlichen, die Spieler und die Fans.


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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Da ich seit vielen Jahren Fan und Mitglied des FC St. Pauli bin und Andreas Biermann auch kennengelernt habe, war es für mich klar, dass ich dieses Buch lesen werde. Das Buch hat mich komplett gefesselt. Es ist für mich schon unverständlich, wie man jemanden wegen seiner hellen Haut und seiner roten Haare so fertigmachen kann. Andreas hat seinen Halt im Fußball gefunden. Er hatte ein außergewöhnliches Talent und einen unbändigen Willen. Er war ein Perfektionist, was seine sportlichen Leistungen angeht. Hier fand er Anerkennung. Die Parallelen zu Sebastian Deisler werden deutlich beschrieben. Er war für Andreas ein Vorbild. Beide litten in jungen Jahren unter diversen schweren Verletzungen, die kein gesunder Mensch verkraftet hätte. In diesem Buch wird beschrieben, dass viele Profifußballer sich durch Pokerspiele ablenken. Dies kann schnell zu einer Sucht werden. Ich bin absolut gegen solche Spiele, wo es um Geld geht. Nun weiß ich warum. Andreas hat sich nach seinem (zum Glück) gescheiterten Suizidversuch wegen Spielsucht behandeln lassen. Das war aber nicht der Grund für die Schlaflosigkeit und Leere in seinem Leben. Durch die Pressekonferenz nach dem tragischen Tod von Robert Enke und die offenen Worte seiner Frau Teresa wurde auch Andreas Biermann klar, dass er unter Depressionen leidet. Er begab sich in stationäre Behandlung. Hier ging er auch an die Öffentlichkeit. Er wollte nicht schweigen, sondern anderen Depressiven helfen. Sein Vertrag beim FC St. Pauli lief zum Ende der Saison aus. Das neue Vertragsangebot war nicht annehmbar. Andreas ging wieder zurück nach Berlin und hoffte, dass er einen anderen Verein finden würde. Es hat sich leider nach dem Tod von Robert Enke im Fußball nichts geändert. Andreas musste seine Karriere nach seinem Gang an die Öffentlichkeit beenden.

Ich kann nur jedem raten dieses Buch zu lesen, um feinfühliger den Mitmenschen gegenüber zu werden. Weder rote Haare, ein paar Kilos zu viel oder die Homosexualität sind Dinge, weshalb sich andere das Recht nehmen dürfen, einen fertigzumachen und in eine Depression zu stürzen. Allen Kranken soll dieses Buch zeigen, dass sie sich in Therapie begeben sollen, um sich helfen zu lassen. Die Heilungschancen stehen sehr gut, wenn die Krankheit Depressionen rechtzeitig behandelt wird.

Andreas, seiner Frau Juliane und ihren beiden Kindern kann man nur das Beste wünschen.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Kindle Edition
Dieses Buch ist leider erschreckend schwach. Es wirkt im gesamten Verlauf, als habe der Autor sich einmal in der Woche zwei Stunden Zeit genommen, um ein paar Seiten zu schreiben - und das alles einfach aneinander geheftet und in den Druck gegeben. Und das ist dann sogar noch gedruckt worden!

Die Hauptkritikpunkte im Einzelnen:
1) Gerade in der ersten Buchhälfte werden einige Passagen mehrmals wiederholt. Ich wäre an manchen Stellen davon ausgegangen, dass ich das Kapitel bereits gelesen habe, wenn mein Lesezeichen nicht das Gegenteil bewiesen hätte. Dies ist jedoch keinesfalls ein gewähltes Stilmittel, um die Kernaspekte zu unterstreichen. Vielmehr scheint sich der Autor nicht sicher gewesen zu sein, in welcher Reihenfolge die Kapitel ins Buch kommen werden - und hat sie am Ende einfach nicht überarbeitet.

2) Eigene treffende und fundierte Formulierungen zum Thema Depression sind kaum zu finden. Hier wird sich des Öfteren - immerhin kenntlich gemacht - am viel besseren Buch von Michael Rosentritt über Sebastian Deisler bedient. Immerhin scheint der Autor dieses Buch gelesen zu haben. Ronald Rengs sehr gutes Buch über Robert Enke scheint dem Autor weniger bekannt zu sein...

3) Das Buch ist z.T. nachweislich fehlerhaft. Wenn behauptet wird, dass St.Paulis 2.Mannschaft in der Saison 2009/2010 gegen den Abstieg aus der 3.Liga kämpfte ist das schlichtweg falsch. St.Paulis 2. befand sich in der Saison überhaupt nicht in der 3.Liga. Das ist einfach schlampig!
Es wird außerdem noch ohne den geringsten Beleg - dafür aber natürlich geradezu nebulös allgemein gehalten - von Nationalspielern gesprochen, die Alkoholiker seien. Mit seriösem Journalismus hat das rein gar nichts mehr zu tun.

Fazit: Wer etwas über das Thema Depressionserkrankung eines Fussballers lesen möchte, sollte zu den genannten Büchern von Michael Rosentritt und Ronald Reng greifen - und dieses Buch im Regal liegen lassen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Michael Dienstbier TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Biermann holt an diesem 19. Oktober einen Schlauch aus dem Hobbyraum und fährt davon. Den Schlauch hat er sich einige Tage zuvor gekauft, als er nicht mehr weiter wusste. Der Schlauch soll Abgase in sein Auto leiten. Es ist nicht das verspielte Geld, es ist sein Leben, das er nicht mehr erträgt" (91).

Den Namen Robert Enke kennt jeder, Andreas Biermann dürfte nur Experten oder Fans von St. Pauli ein Begriff sein. Biermann, ein begnadetes Fußballtalent, der durch zahllose Verletzungen immer wieder zurückgeworfen worden ist und schließlich mehr Zeit in Online-Pokerräumen als auf dem Fußballplatz verbringt, versucht sich am 19. Oktober 2009 in Folge einer Depressionserkrankung das Leben zu nehmen. Nur drei Wochen später setzt der ebenfalls an Depressionen erkrankte Robert Enke seinem Leben ein Ende, da er dem Gefühl der Sinnlosigkeit und unendlichen Antriebslosigkeit der Depression nichts mehr entgegenzusetzen vermochte. Biermann entschloss sich, auch nach einem Gespräch mit der Witwe Robert Enkes, sich in Behandlung zu geben und seine Krankheit nicht weiter zu verheimlichen. Er hoffte, dass nach den vielen Sonntagsreden der DFB-Oberen das Thema Depression im Fußball nicht mehr sofort mit den Attributen Schwäche oder Versagen belegt sein würde. Doch weit gefehlt: Biermann ist seit seinem Gang an die Öffentlichkeit arbeitslos und wird wohl nie wieder als aktiver Fußballprofi für einen Verein tätig sein.

Die Geschichte von Andreas Biermann ist persönlich bewegend und gesellschaftlich entlarvend, da sie aufzeigt, wie viel Heuchelei oder Naivität im Umgang mit dem Freitod Robert Enkes mit im Spiel war. Leistung ist nach wie vor alles, Depressionen tragen immer noch das Stigma der Schwäche und zwingen die betroffenen Spieler zu einem Doppelleben, falls sie ihren Beruf nicht verlieren wollen. Doch gerade weil die Geschichte Biermanns ein so wichtiges Tabuthema aufgreift, ist es besonders ärgerlich, dass das Buch so schlecht geschrieben und hundsmiserable zusammengestellt ist. Einige Passagen wiederholen sich nahezu wortwörtlich innerhalb nur weniger Seiten, so dass man sich fragt, ob hier Absicht vorliegt, um die knapp 200 Seiten voll zu bekommen, oder die Korrekturleser einfach nur geschlampt haben.

Fazit: Solch ein wichtiges Thema hat bessere Bücher verdient. Allen Interessierten sei hier vor allem das Buch von Ronald Reng Robert Enke: Ein allzu kurzes Leben empfohlen, welches "Rote Karte Depression: Das Ende einer Karriere im Profifußball" in allen Bereichen überlegen ist.
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