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Das Rote Buch
 
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Das Rote Buch [Gebundene Ausgabe]

Carl Gustav Jung , Sonu Shamdasani , Christian Hermes
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 198,00 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 372 Seiten
  • Verlag: Patmos; Auflage: Neuauflage. (7. Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3491421322
  • ISBN-13: 978-3491421325
  • Größe und/oder Gewicht: 40,6 x 31 x 5,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 145.017 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Carl G. Jung
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Als geheimnisvolles »Rotes Buch« ging es in die Literatur über C. G. Jung ein. Niemand bekam es zu Gesicht, da sein Urheber selbst verfügt hatte, es nicht zu veröffentlichen. Diesem Wunsch wurde entsprochen. Doch fast fünfzig Jahre nach dem Tod Jungs ist die Zeit gekommen, um dieses eindrucksvolle Werk der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Über viele Jahre hielt der große Schweizer Tiefenpsychologe C. G. Jung (1875-1961) seine Träume, Visionen und Fantasien in einem Tagebuch fest: großformatig, kunstvoll und farbenprächtig - C. G. Jungs handgeschriebenes und -gemaltes einzigartiges Vermächtnis.

Interview mit Ulrich Hoerni von der Stiftung der Werke von C.G.Jung zur Veröffentlichung des Roten Buches Was ist das Rote Buch? Das Rote Buch ist ein in rotes Leder gebundenes Buch (Format ca. 30 x 40 x 10.5 cm), in welchem C. G. Jung ein langes Experiment mit sich selbst dokumentierte, welches später als Auseinanderset­zung mit dem Unbewussten bekannt wurde. Der Inhalt besteht zum Teil aus Texten, d.h. Imaginatio­nen (= Wachphantasien) und Reflexionen darüber, zum Teil aus von Jung gemalten Bildern. Die Texte wurden mehrfach überarbeitet und schließlich kalligraphisch in das eigentliche Buch übertragen, in der Art einer illuminierten mittelalterlichen Handschrift. Das Rote Buch ist ein unvollendetes Werk. Warum wird das Rote Buch erst jetzt veröffentlicht? Obschon Jung selbst den Schritt vielleicht erwog, publizierte er das Rote Buch weder separat, noch in seinen Gesammelten Werken. Hauptgrund war vermutlich, dass es keinen wissenschaftlichen, sondern autobiographischen Charakter trug. Im Hinblick auf das Werk Erinnerungen, Träume und Gedanken von C. G. Jung gestattete Jung der Herausgeberin Aniela Jaffé nur die Verwendung von Auszügen aus dem Roten Buch. Die Erben Jungs respektierten diese explizit oder implizit geäußerten Wünsche. Nach Beendigung der Publikation der Gesammelten Werke ermöglichte eine zunehmend psycholo-giehistorische Betrachtungsweise der Erbengemeinschaft C. G. Jung einen neuen Zugang zum Roten Buch und damit im Jahr 2000 - nicht ohne Diskussion - dessen Freigabe zur Publikation. Was ist das Besondere an dem Roten Buch? Im Gegensatz zu den zumeist wissenschaftlichen Werken, in welchen sich Jung an den Regeln der sachlich-distanzierten, objektiven Betrachtungsweise orientiert, dokumentiert das Rote Buch subjekti­ve Imaginationen, persönliche Eindrücke und namentlich auch Emotionen. Die Sprache des Roten Buches ist nicht die (wissenschaftliche) Sprache vom Anfang des 20. Jahrhunderts, sondern orientiert sich an historischen, dichterischen, philosophischen und religiösen Vorbildern. Auch das äußere Erscheinungsbild des Roten Buches unterscheidet sich von allen anderen Werken Jungs. Wie lange hat C. G. Jung daran gearbeitet? Nach eigenen Angaben arbeitete Jung 16 Jahre lang am Roten Buch. Fortlaufende Imaginationen sind von 1913 bis 1928 datiert, das letzte fertiggestellte Bild ebenfalls von 1928. Für die Publikation von Erinnerungen, Träume und Gedanken versuchte Jung zwischen 1957 und 1961, den Text des Roten Buches auf Grund des alten Entwurfs fertig zu schreiben, brach seine Bemühungen jedoch ab. Welche Bedeutung hat es für sein Werk? Jung kommentierte seine Auseinandersetzung mit dem Unbewussten (d.h. der Jahre 1913-1928) um 1958 in der Formulierung von Aniela Jaffé wie folgt: "Meine gesamte spätere Tätigkeit bestand darin, das auszuarbeiten, was in jenen Jahren aus dem Unbewussten aufgebrochen war und mich zunächst überflutete. Es war der Urstoff für ein Lebenswerk." Das Rote Buch ist das Dokument dazu. © U.Hoerni / Stiftung der Werke von C.G.Jung

Über den Autor

Carl Gustav Jung wurde am 26. Juli 1875 in Kesswil in der Schweiz geboren. Er studierte Medizin und arbeitete von 1900 bis 1909 an der psychiatrischen Klinik der Universität Zürich (Burghölzli). 1905 bis 1913 war er Dozent an der Universität Zürich, 1933 bis 1942 Titularprofessor an der ETH und 1943 Ordentlicher Professor für Psychologie in Basel.
Jung gehört mit Sigmund Freud und Alfred Adler zu den drei Wegbereitern der modernen Tiefenpsychologie. Er entwickelte nach der Trennung von Sigmund Freud (1913) die eigene Schule der Analytischen Psychologie. C. G. Jung starb am 6. Juni 1961 in Küsnacht.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Großartig 17. Februar 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Abgesehen von der ausgezeichneten Umsetzung - das Buch alleine ist hervorragend gelungen - ist der Inhalt ein wahrer Schatz.

Einerseits fühle ich mich vom Inhalt sehr angesprochen, es ist für mich eine Quelle von Ideen und birgt für mich so manches "Aha"- Erlebnis. Außerdem beschreibt es eine Form der Persönlichkeitsentwicklung, die ich in vielen Bereichen gut nachvollziehen kann.

Andererseits ist es für mich ein Schlüssel zum Verständnis für die anderen Werke Jungs: In allen seinen Schriften drängte sich mir immer ein gewisses Unverständnis auf, beziehungsweise fehlte mir immer eine Brücke zwischen den wissenschaftlichen Theorien und dem inneren Erleben des Autors. Seine Biographie (Erinnerungen, Träume, Gedanken) war schon ein gewisser Hinweis, doch mit dem Roten Buch wird die Innenwelt Jungs erst richtig offenbar. Dadurch wird dieses, ich würde fast sagen Numinosum, das in allen seinen Texten mitschwingt, spürbar und in einem selbst innerlich begreifbar, wodurch die Botschaft seiner anderen Werke tiefer wird und dadurch für einen selbst an Bedeutung gewinnt.

Ich kann verstehen, dass Jung große Vorbehalte gegenüber der Veröffentlichung hatte, denn es hätte ihm und seinen Werken einerseits unter Umständen geschadet, andererseits bietet ein fremder Mythos immer die Gefahr, diesen nachzuleben, anstatt seinen eigenen zu finden, was sicherlich nicht Absicht Jungs war.

In jedem Fall möchte ich mich bei den Verantwortlichen bedanken, dass dieses Buch nun doch zur Veröffentlichung freigegeben wurde - es bedeutet mir viel.
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65 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Es begann am 12. Dezember 1913, in C.G Jungs Studierzimmer im stattlichen Haus an der Seestrasse in Küsnacht, Schweiz. Das psychologisch wissenschaftliche Experiment seiner Konfrontation mit dem Unbewussten nahm Jung in seinen Bann. In seinen Lebensaufzeichnungen Erinnerungen, Träume, Gedanken (1961) sagte er rückblickend, es war ein Experiment, das mit mir angestellt wurde. Hier wurzelt sein psychotherapeutisches Lebensmotto: "Wir leben und werden gelebt". Hauptsache: nie gegen das Unbewusste. In dieser Adventszeit setzte sich der Arzt, Psychiater und Pfarrsohn (1875-1961), an sein Schreibtisch,"...dann ließ ich mich fallen". Was daraus geworden ist, können wir nun in diesen intimen und privaten Aufzeichnungen lesen und anschauen. Wir nehmen teil an Carl Gustav Jungs Untersuchungen der Prozesse des kollektiven Unbewussten. Es handelt sich hier um eine umfangreich verspielte Phänomenologie, jenseits der damaligen akademischen Psychologie. Jungs eigene im Entstehen begriffene Psychologie beschäftigt sich mit inneren Vorgängen, in Form von Träumen, Imaginationen, Visionen und zweite Gesichter, welche sich auf dem reichhaltigen Gebiet der menschlichen Erfahrung machen lassen. Diese inneren Erfahrungen waren für ihn Quell des Individuationsprozesses der Seele. Ich bedacht nicht, dass meine Seele nicht der Gegenstand meines Urteilens und Wissens sein kann; vielmehr ist mein Urteilen und Wissen Gegenstand meiner Seele. Als Arzt und Seelenheilkünstler machte Jung sich zum Meister und Diener der Seele und ihrer Wandlung in seinem Selbst. Die Bilder und Imaginationen die er im Roten Buch aufgeschrieben hatte, oft in einer Sprache die an Augustinus und Nietzsche erinnert, bezeichnete er später, nachdem er ab 1928 den Alchemisten und dem Geheimnis der Goldenen Blüte Chinas begegnet war, als 'Das Kollektive Unbewusste' und seine Archetypen. Der 38 jährige Familienvater schrieb und zeichnete von nun an jeden Abend seine imaginären Dialoge, Traumwanderungen, Bilder und Gedanken in gesamthaft sechs, in schwarzes Leder gebundene Notizbücher auf. Das nun vorgelegte 'Rote Buch', ein in rotes Leder gebundener Folioband, enthält, wie Aniela Jaffé, Mitherausgeberin der Jung Biographie bemerkte, "...die gleichen Phantasien in ausgearbeiteter Form und Sprache und in kaligraphischer gotischer Schrift, nach Art der mittelalterlichen Handschriften." Das Rote Buch ist in zwei Abschnitten gegliedert. Liber Primus mit 11 Kapiteln und liber Secundus mit 21 Kapiteln. Liber Primus beginnt mit dem Weg des Kommenden und macht in der Wiederfindung der Seele, seinen ersten Halt. Es folgt Seele und Gott, Gedanken über den Dienst der Seele, die Wüste und Erfahrungen in der Seele sowie die eigene Höllenfahrt in die Zukunft. Weiter geht es mit der Zerspaltung des Geistes, dem Heldenmord, und Gottes Empfängnis. Das Mysterium: Begegnung, Belehrung, Lösung, beendet diesen ersten Teil. Liber Secundus öffnet mit den Bildern der Irrenden. Der Rote, hat seinen Auftritt und führt zum Schloss im Walde. Einer der Niedrigen folgt, der Anachoret zeigt sich in all seiner Pracht. Der Tod führt die Wanderschaft über die Reste früher Tempel. Erster Tag. Zweiter Tag. Die Inkantationen, leiten über zur Eröffnung des Eies. Die Hölle wird besucht, der Opfermord erzählt. Die göttliche Narrheit gefolgt von Nox secunda bis quarta. Die letzten Kapitel über die drei Prophezeiungen, die Gabe der Magie, der Weg des Kreuzes und der Zauberer, überfüllen die Schale des Urstoffes für Jungs Lebenswerk. Die Prüfungen schließen mit seinem Nachtrag im Herbst 1959."Ich habe an diesem Buch 16 Jahre gearbeitet. Die Bekanntschaft mit der Alchemie 1930 hat mich davon weggenommen.Da fand der Inhalt dieses Buches den Weg in die Wirklichkeit. Ich konnte nicht mehr daran arbeiten."
Das Rote Buch in Faksimile ist auf 180 Seiten ein Genuss, obschon die Schrift gewöhnungsbedürftig ist. Jungs Zeichnungen sind schön. Seine Träume sind die leitenden Wellen seiner Seele. Eine Kostprobe: Der Geist der Tiefe hat allen Stolz und allen Hochmut der Urteilskraft unterworfen. ER nahm den Glauben an die Wissenschaft von mir, raubte mir die Freude des Erklärens und Einordnens, und er ließ die Hingabe an die Ideale dieser Zeit in mir erlöschen. Er zwang mich hinunter zu den letzten und einfachen Dingen. Die Wüste und Klöster in uns. Das Eine habe ich gelernt, dass man nämlich dieses Leben leben muss. Dieses Leben ist der Weg, der längst gesuchte Weg zum Unfassbaren, das wir göttlich nennen. Es gibt keinen anderen Weg. Alle anderen Wege sind Irrpfade. Das Experiment der aktiven Imagination mit sich und in sich selber, ist eine gewagte Technik um den inneren Vorgängen auf den Grund zu kommen. Die Frage ist: Soll so ein unvollendetes, intim privates Buch überhaupt veröffentlicht werden? C.G. Jung zögerte zu Recht, denn er hat ein Anrecht auf den Schutz seines "interio intimo meo". Sein einziger Sohn Franz (1908-1997) würdigte Vaters Testament von 1958, wo dieser seinen Wunsch aussprach, das Rote Buch möchte bei seiner Familie verbleiben. Die famosen wortreichen Destillate finden sich in Jungs zahlreichen Bücher ab 1928, welche dieser großartige Wissenschaftler der eigenen Seele, uns zugeeignet hat. Frühere kurze Teilveröffentlichungen von Auszügen aus dem Roten Buch, wie die in seiner Autobiographie, fand er in Ordnung. Leider entschieden die Enkel Jungs, auf Drängen eines Psychologiehistorikers, S. Shamdasani, dass das Rote Buch publiziert werden dürfe. In seien Einleitungsworten schlägt dieser, der in früheren schlanken Publikationen auf renommierte C.G. Jung Forscherinnen und Forscher schimpfte, sie mit seiner giftigen Feder verschmähte, selbstbezogene dogmatische Töne an.
Diese Publikation ist nicht die alles Entscheidende, wie der Redaktor es uns gerne glaubhaft machen möchte. Es ist kein Neuanfang, den machte Jung selber vor 80 Jahren. Wir brauchen die Geschichte der jungianischen Psychotherapie und Jungs Biographie nicht umzuschreiben. Hier besteht keine Notwendigkeit für ein 'entweder/oder' ' 'dafür oder dagegen' sein. Die Publikation des Roten Buches ist ein 'und'' Für viele leidenschaftliche Jungianerinnen und Jungianer eine willkommene Ergänzung ihrer Bibliothek. Bekannte C.G. Jung Wissenschaftler und Biographinnen, wie James Hillman, Deirdre Bair und Andrew Samuels, denen das Werk und Leben Jungs wichtig ist, kommen zu anderen Einsichten und Erkenntnissen. Wie viel beflügelnder und seelenwahrhaftiger wäre es doch gewesen, die Enkel hätten Großvater sprechen lassen. In seinem Kapitel Auseinandersetzungen mit dem Unbewussten in der Autobiographie, hat er die beste Einleitung niedergeschrieben. Manchmal ist es wertvoller auf den sich in den Seelentiefen auskennenden Großvater zu hören, als einem, sich mit so einer unnötigen Publikation selbst wichtigmachenden Historiker, auf den Leim zu gehen. C.G. Jung findet nämlich ein Dogma "... ein indiskutables Bekenntnis das nur dort aufgestellt wird, wo man Zweifel ein für alle Mal unterdrücken will. Das hat mit wissenschaftlichem Urteil nichts mehr zu tun, sondern nur noch mit persönlichem Machtrieb." Die Privatsphäre von C.G. Jung selig, fasziniert enorm. Trotzdem, müssen wir nicht alles wissen, sondern brauchen vor allem unsere eigenen tiefenpsychologischen Erfahrungsschätze.

Theodor Itten
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Michael H
Format:Gebundene Ausgabe
Als junger Mensch lernte ich das katathyme Bilderleben kennen und machte weite Reisen in das Unbewusste. Heute nach 30 Jahren und der Lektüre des roten Buches weiß ich endlich, das die dort besuchten Orte kein Produkt meiner Phantasie waren, sondern '"objektive"', sozusagen reale Orte. Wie hätte Jung ansonsten (in vielen Teilen) genau das gleiche schauen können.
Seine Interpretation davon bleiben seine eigenen. Ich kann sie nur zu einem Teil nachempfinden. Aber das Gefühl "mein Sein" bestätigt zu finden ist überwältigend.

Wie hier auch von dem Rezensenten Herrn Itten, wird die Veröffentlichung von Jungs '"geheimen' Tagebuch" oft angegriffen. Dabei richtet es sich in jedem Satz direkt an den Leser. Ein 'Tagebuch' sieht ganz anders aus.
Als Jung sich gegen eine Veröffentlichung wehrte, kannte er sehr wohl 'den Geist der Zeit', der ihn und sein Buch vielleicht zerrissen hätte. Dieser Geist hat sich gewandelt und wenn er heute auch nicht weniger zwingend ist als zu Jungs Zeiten, so erlaubt er doch die Veröffentlichung dieses Buches. Das beweist die breite und wohlwollende Annahme die es erfahren hat.

Es ist sehr richtig zu sagen 'wir brauchen unsere eigenen tiefenpsychologischen Erfahrungsschätze', aber wir brauchen auch etwas wie dieses rote Buch, das uns hilft diese Erfahrungen annehmen zu können, die Bedeutung dieser Erfahrungen zu erkennen und echten Nutzen daraus zu ziehen. Dabei hilft uns die heutige, akademische Psychologie wahrlich nicht. Jungs 'Geiste der Tiefe' steht sie immer noch hilflos psychologisierend und ins Individuelle verweisend gegenüber.

Ich danke allen, die diese Veröffentlichung möglich gemacht haben, von ganzem Herzen. Und wenn sie damit viel Geld verdient haben und sich ordentlich 'wichtig gemacht' haben, es sei ihnen gegönnt. Für mich ist dieses Buch ein großes Geschenk.

Vielleicht sollte man den potenziellen Käufer auch vor falschen Erwartungen warnen. Dieses Buch erklärt nichts, sondern es zeigt auf. Es verlangt, gerade von unerfahreneren Lesern, eine enorme Bereitschaft sich einfach einzulassen auf die tiefste innere Welt eines Menschen. Einer Welt, von der die Meisten wohl noch gar nicht wissen dass sie existiert. Ein kleines Stück begleiten wir Jung dabei sich diese Welt zu erschließen, seine Führung in ihr zu finden. Ob wir dabei irgendetwas Bereicherndes erfahren, liegt ganz an uns selbst.

Seine Interpretationen dazu sind geprägt durch sein enormes Wissen über Mythen, Religionen und klassische Philosophie. Oft genug habe ich darum beim Lesen nicht mehr folgen können, blieb mir das was er vermitteln wollte im Halbdunkel. Ein gebildeterer Leser hat es da sicher leichter.
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