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Rotbuch Taschenbücher, Pitbull Ballade
 
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Rotbuch Taschenbücher, Pitbull Ballade [Taschenbuch]

Cornelia Arnhold
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 300 Seiten
  • Verlag: Rotbuch Verlag (1. Januar 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 343454027X
  • ISBN-13: 978-3434540274
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 10,4 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.092.619 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Mit Rififi gelang Cornelia Arnhold ein eindrucksvoller Start ins Krimi-Genre, der von der Kritik außergewöhnlich wohlwollend aufgenommen wurde. Nach dem Wendekrimi Rififi hat sich die Autorin in ihrer Pitbull-Parade weit ins Milieu rechtsradikaler Skins und der Berliner Obdachlosenszene gewagt. So spannend und detailreich Arnhold auch ihren neuen Kriminalroman inszeniert, die an sich brisante Handlung bleibt seltsam oberflächlich. Dies mag vor allem an der Gestaltung der Hauptfiguren des Romans liegen.

Jana Rudolph, Hundeführerin einer Polizeihundestaffel, leidet noch immer am traumatischen Erlebnis einer Fast-Vergewaltigung, als sie sich als Lockvogel für einen Triebtäter zur Verfügung gestellt hatte. So nachvollziehbar Rudolphs Ängste auch sein mögen -- diese zentrale Romanfigur erscheint holzschnittartig einfach und vermag kaum zu berühren. Besser kommt da schon die frühpensionierte Kommissarin Freya Beckstein weg, eine selbstbewusste und doch stets an sich zweifelnde Frau, die im Alkohol und mit den Obdachlosen des Berliner Ostbahnhofs ihre erzwungene Untätigkeit zu vergessen sucht. Da ist die türkische Ausreißerin Meltem, die sich in einen jungen Skin der rechtsradikalen Szene verliebt. Und da sind schließlich zwei Pitbulls, die wichtige Rollen im Geschehen übernehmen.

Ein bis zur Unkenntlichkeit verbrannter Penner wird von Jana Rudolph bei einem Rundgang aufgefunden, ein weiterer Obdachloser wenig später ermordet. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf den jungen Skin Heiko, doch Ex-Kommissarin Beckstein hegt eine schreckliche Vermutung und greift ihren Kollegen ungefragt unter die Arme.

Ein interessanter Plot, ein wichtiges Thema, eine nette Liebesgeschichte -- und auch kein schlechter Kriminalroman. Dennoch hätte sich Cornelia Arnhold der Entwicklung ihrer Romanfiguren ein wenig liebevoller widmen können. Und auch die geradezu märchenhafte Wandlung eines Skins erscheint nicht unbedingt glaubwürdig, so sehr man sich darüber freuen mag. --Ulrich Deurer

Umschlagtext

Schauplatz Berliner Ostbahnhof. National gesinnte Glatzen treffen auf türkische Dönerbudenbesitzer und Tunten mit quiekenden Tölen auf Kids mit scharfen Pitbulls. Kampfhundehysterie ist angesagt. Ein türkisches Mädchen auf Trebe verguckt sich in einen der Kurzgeschorenen. Eines Nachts verbrennt ein Penner in seinem Schlafsack. Kommissarin Freya Beckstein verdächtigt die Glatzen, und Meltem macht sich auf, ihren Prinzen zu retten.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Cornelia Arnholds Pitbull-Ballade ist zuallererst ein exzentrischer Krimi. Außer einer spannenden Geschichte inszeniert Pitbull-Ballade auch eine fesselnde Erzählung mit schnellebiger Handlung, amüsanten frechen Charakteren und schwer fassbaren Themen. Arnhold nimmt uns mit auf eine Fahrt in den Vorort des Ostens von Berlin. Sie berichtet aus ihrem dunklen Untergrund, gruseligen Ecken und verlassenen Parks, in denen tägliches Leben gefährlich werden kann. Auf den ersten Blick werden wir konfrontiert mit dem Grotesken der vorherrschenden Verbrechen. Jedoch verwandelt Arnholds witziger Stil die Geschichte in eine starke Ironie.
Arnholds Sprache ist sehr zugänglich. Die Dialoge und die Erzählung wechseln sich ab. Die Beschreibungen sind ausführlich und realistisch, ohne poetisch zu sein. Dadurch lässt sich dieser handlungsreicher Kriminalroman sehr flüssig lesen. Das klingt zwar wie ein Actionfilm, allerdings wie ein verwirrender. Im Gegensatz zu einem konventionellen Krimi ist eine Oberschicht nicht beteiligt. Stattdessen handelt das Verbrechen von dem Mord eines Penners, der in seinem Schlafsack mit einem Zweitakter-Benzingemisch übergossen und angezündet wird. Die Hauptgestalten gehören auch dem Kleinbürgertum an. Jana Rudolf ist Hundeführerin bei der Berliner Diensthundestaffel. Ihre Kollegin, Freya Beckstein, ist eine alkoholkranke, frühpensionierte Kommissarin. Sie hüten Meltem, eine 14-jährige Halbtürkin mit einem Pitbull namens Hasi. Zu den wichtigen Nebenfiguren gehören Heiko, ein dummer Neonazi mit seinem kräftigen Pitbull Tyson; Becksteins geheimnisvoller Sohn Aaron, Sozialarbeiter; der Polizist Ammsetsried; der seltsame Türke und Döner-Verkäufer, Celim, mit einem deutschen Pass. Was für unterschiedliche Charaktere es gibt! Allerdings ist keine Figur 'normal'. Alle kommen vom Rande der Gesellschaft, nur nicht die, die eine Macke haben.
Ob Türke oder Neonazi, Polizist oder Penner, diese Charaktere brechen Tabus. Beckstein treibt sich mit den Obdachlosen des Berliner Ostbahnhofs herum; offen teilt die Ex-Hauptkommissarin einen guten Rotwein mit ihnen, und manchmal schläft sie auch dort. Die Hundekämpfe scheinen die sozialen Hindernisse zwischen den Türken und den Neonazis gebrochen zu haben. Während des Kampfes schreit der Türke Celim wie ein Rassist. Interessanterweise fühlt sich Neonazi Heiko wie ein 'Ausländer' vor fremdenfeindlichen Deutschen. Beide wollen Spaß und Geld durch Blut und Gewalttätigkeit haben.
Mit diesen seltsamen Romanfiguren zeichnet Arnhold ein groteskes Bild von Berlin. Einige Tabus werden von Arnhold gebrochen, was dem Roman einige Schockmomente gibt. Das Verbrechen bedeutet für die Protagonisten etwas Alltägliches. Es gelingt diesem Buch, viele Sozialprobleme zu beobachten und zu kritisieren.
Nach Arnholds Meinung scheint es, ein Krimi über das neue Berlin wäre unvollständig, wenn man die Hundekämpfe, die Neonazis, die Döner-Buden und die Obdachlosen nicht erwähnen würde. Es ist unmöglich, das Einmalige dieser Stadt ohne sie zu vermitteln. Bei oberflächlicher Betrachtung ist Pitbull-Ballade ein vergnüglicher Krimi, der aber auch zum Nachdenken anregt.
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Von Ein Kunde
Der Krimi spielt in der Berliner Zene um den Ostbahnhof, ist witzig und dicht geschrieben und spannend von der ersten bis letzten Seite. Eine zarte und zugleich stachelige Liebesgeschichte zwischen 2 Jugendlichen macht den Krimi auch zu einem Jugendbuch - aber mir als 60igjährige hat er auch richtig gut gefallen. Da werden einem am Ende gar Pitbulls sympatisch.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Amuesant aber Voraussehbar 9. November 2001
Von Ein Kunde
Dieser Roman zeigt ein modernes, dunkles Bild von Berlin, mit Charaktere wie Akoholiker und Alcoholikerinnen, Rechtsradikale, Polizistinnen, und Drogenabhaengige. Die Inhalte sprechen ueber den Unterschiede zwischen Ost und West Deutschland , zwischen Maenner und Frauen, und zwischen Leute, die viel Macht haben will, und Leute, die machtlos sein will oder muss. Die Themen und Charaktere sind interessant, aber die Handlung ist ganz voraussehbar und, ausserdem, langweilig. Der Schluss ist auch ganz unbefriedigend. Zum Schluss, ist dieser Roman interessant und amuesant, aber nicht prima Literatur.
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