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Rot wie das Meer [Gebundene Ausgabe]

Maggie Stiefvater , Sandra Knuffinke , Jessika Komina
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (56 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

November 2012
Jedes Jahr im November wird die Insel Thisby von Capaill Uisce heimgesucht, Meereswesen, die in Gestalt wunderschöner Pferde Tod und Verderben bringen. Schnell wie der Seewind und tückisch wie das Meer, ziehen sie die Menschen in ihren Bann. Wie viele junge Männer der Insel fiebert auch Sean Kendrick dem Skorpio-Rennen entgegen, bei dem sie auf Capaill Uisce gegeneinander antreten. Nicht wenige bezahlen dafür mit ihrem Leben. Das diesjährige Rennen aber wird sein wie keines zuvor: Als erste Frau wagt Puck Connolly, sich einen Platz in dieser Männerwelt zu erkämpfen. Sie gewinnt den Respekt von Sean Kendrick, der ihr anfangs widerwillig, dann selbstlos hilft. Schließlich fällt der Startschuss und auch diesmal erreichen viele Reiter nicht das Ziel. Ihr Blut und das ihrer Capaill Uisce färben die Wellen des Meeres rot.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 430 Seiten
  • Verlag: Script5 (November 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839001471
  • ISBN-13: 978-3839001479
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15,6 x 4,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (56 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 18.575 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Maggie Stiefvater, geboren im November 1981 in Virginia, verlebte eine nach eigenen Worten sehr chaotische aber sehr kreative und musisch geprägte Kindheit und Jugend. Nach dem College versuchte sie u.a. als Kellnerin, Zeichenlehrerin beruflich Fuß zu fassen. Doch sehr bald schon meldeten sich ihre kreativen Talente und verlangten, ausgelebt zu werden - zunächst als Musikerin und Songwriterin, dann zunehmend als bildende Künstlerin. Für ihre künstlerischen Arbeiten wurde sie inzwischen mit einigen wichtigen Preisen ausgezeichnet. Seit 2007 hat sich Stiefvater aufs Schreiben konzentriert und zählt inzwischen zu den erfolgreichsten Autorinnen der Romantasy.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Außergewöhnlich, fesselnd, mystisch 24. November 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Jedes Jahr am 01. November findet auf der Insel Thisby das große Skorpio-Rennen statt. Wenige Wochen vorher betreten die Capaill Uisce das Land. Diese mystischen Wasserpferde sind nicht nur viel größer als normale Pferde, sondern auch weitaus gefährlicher. Nur die mutigsten Männer wagen es, auf ihnen zu reiten und am Rennen teilzunehmen. Doch bereits auf dem Weg dahin, verlieren viele von ihnen beim Training das Leben.

Umso verwunderter sind die Teilnehmer, als sie feststellen, dass mit der jungen Kate Connolly, die allen nur als Puck bekannt ist, zum ersten Mal eine Frau antreten will. Puck lebt mit ihren beiden Brüdern auf der Insel und hat letztes Jahr beide Elternteile durch einen Angriff der Wasserpferde verloren. Gemeinsam halten sie sich mehr schlecht als recht über Wasser. Als sie erfährt, dass ihr ältester Bruder Gabe sie und und ihren jüngeren Bruder Finn verlassen und ans Festland gehen will, hat sie sich in ihrer Verzweiflung für das Rennen angemeldet.

Dabei lernt sie Sean Kendrick kennen, einen jungen Mann, der bereits als Kind eine besondere Beziehung zu den Capaill Uisce hat und das, obwohl sie für den Tod seines Vaters verantwortlich sind. Aufgewachsen ist er in kargen Verhältnissen und in den Diensten des reichsten Mannes der Insel, für den er auch seit vielen Jahren regelmäßig an den Rennen teilnimmt und gewinnt. Niemand sonst auf der Insel ist so versiert im Umgang mit den blutrünstigen Wasserpferden wie Sean und diese Fähigkeit hat ihm bei den meisten Inselbewohnern sehr viel Achtung eingebracht - sehr zum Leidwesen seines ewigen Konkurrenten Mutt, dem ungehobelten Sohn seines Arbeitgebers. Im Laufe des gefährlichen Trainings lernen Puck und Sean sich näher kennen und die Tatsache, dass für beide der Sieg in diesem Rennen von unschätzbarer Wichtigkeit ist, ist der ständige Begleiter ihrer aufkeimenden Freundschaft. Wer wird das Rennen gewinnen? Und gibt es eine Chance, dass aus Sean und Puck mehr wird als nur Freunde?

"Rot wie das Meer" hat ein wunderschön aufbereitetes Cover, dass mit seinen blutrot abgebildeten Wellen nicht nur den Titel, sondern auch den Romaninhalt unterstützt. Es ist genau wie die Geschichte einzigartig und schreit geradezu danach, dass ich es in die Hand nehmen soll.

Maggie Stiefvater hat einen einmaligen und unverkennbaren Schreibstil. Ruhig und flüssig leitet sie mich damit durch ihre Geschichte und baut dabei langsam und kostant Spannung auf. Schon bald war ich nicht mehr in der Lage, das Buch zur Seite zu legen. Die Charaktere Puck und Sean, aus deren Sicht der Roman abwechselnd geschrieben ist, sind so detailliert beschrieben, dass ich gemeinsam mit ihnen diese kurze Zeit verbracht habe. Beide sind vom Typ her etwas schwierig, da sie vom Leben nicht verwöhnt worden sind und versucht haben, sich den oftmals kargen Bedingungen anzupassen. Dabei wirken sie jedoch stets authentisch. Von der Insel Thisby erzählt die Autorin so bildhaft, dass ich fast überzeugt bin, ich war da. Ich sehe den Strand vor mir, das rauhe Klima, das Haus der Connollys und auch den kleinen Ort. Ich bin mit dabei, wenn das Fest beginnt und stehe Puck bei im Kampf gegen Vorurteile und Boshaftigkeit.

Besonders faszinierend fand ich die Beschreibung der Capaill Uisce, die gleichzeitig wunderschön und bedrohlich wirkten. Trotz der Gefahr, die von ihnen ausgeht, ziehen sie die Menschen in ihren Bann. Es finden sich jedes Jahr immer wieder genug Männer, die wagemutig sind und am Rennen teilnehmen. Ihren drohenden Tod scheinen sie gekonnt zu verdrängen und sitzen sie erst im Sattel ihres Wasserpferdes droht die von ihnen ausgehende Magie, die Männer ins Verderben zu führen. Denn das Meer ruft ständig nach diesen unbeschreiblichen Wesen und gerät ihr Reiter erst einmal in ihren mystischen Bann, ist er nicht mehr in der Lage, sein Tier zu lenken, sondern rennt in sein Unglück.

Mit dem im script5 Verlag erschienenen Roman "Rot wie das Meer" hat Maggie Stiefvater eine außergewöhnliche Idee in dem ihr eigenen Stil umgesetzt, dem ich mich einfach nicht entziehen konnte. Ich fühlte mich gefesselt von dem Geschehen und seinen bildhaften Beschreibungen, immer mit dabei in Seans und Pucks Kampf um Alles oder Nichts. Der Autorin gelingt es immer wieder, mich in ihren Bann zu ziehen und ich bin schon sehr gespannt, welches Projekt sie als nächstes in Angriff nimmt.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Büchersüchtig TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
INHALT:
Alljährlich am 1. November wird die kleine Insel Thisby Schauplatz eines einzigartigen Spektakels: Im Skorpio-Rennen treten die Capaill Uisce -sehr gefährliche und schnelle Meereswesen in der Gestalt wunderschöner Pferde- mit ihren mutigen Reitern gegeneinander an. Auch Sean Kendrick, der viermalige Gewinner des Rennens und Favorit, fiebert dem November wieder entgegen. Doch in diesem Jahr ist alles anders, denn erstmalig hat es die junge Puck Connolly gewagt, sich bei diesem tückischen Pferderennen anzumelden, bei dem schon viele Reiter ihr Leben verloren haben, auch wenn die Chancen auf einen Gewinn für das temperamentvolle Connolly-Mädchen nicht allzu gut stehen. Doch dadurch gewinnt sie die Anerkennung von Sean, der Puck beim Training hilft, obwohl sie eigentlich seine Rivalin ist...

MEINE MEINUNG:
"Rot wie das Meer" heißt das neueste, wunderschön aufgemachte Werk von Maggie Stiefvater, in dem sich alles um die Insel Thisby und die gefährlichen Wasserpferde dreht, die mit dem Blut ihrer Opfer das Meer rot färben. Der Prolog berichtet, was 9 Jahre zuvor geschehen ist, die eigentliche Geschichte beginnt in der Gegenwart im Oktober und endet einige Wochen später, am 1. November. Den Schauplatz hat die Autorin auf die karge Insel Thisby verlegt. Die Orts- und Schauplatzbeschreibungen sind so bildhaft und lebendig ausgearbeitet, dass man die kleine Insel förmlich vor sich sieht.

Der 19-jährige Sean Kendrick wohnt seit dem Tod seiner Eltern auf dem Malvern-Hof und verdient sich dort seinen Lebensunterhalt als Pferdetrainer, denn "Pferdeflüsterer" Sean versteht es besonders gut, mit den Capaill Uisce umzugehen. Gemeinsam mit seinem Lieblingshengst Corr hat er bereits vier Mal das Skorpio-Rennen gewonnen und will auch das bevorstehende Rennen am 1. November wieder für sich entscheiden. Doch in diesem Jahr bekommt er einen nicht zu unterschätzenden Gegegner: Denn erstmalig meldet sich eine junge Frau bei dem Skorpio-Rennen an, das jährlich einige Menschenleben fordert. Puck Connolly, die eigentlich Kate heißt, lebt mit ihren zwei Brüdern ebenfalls auf der Insel Thisby. Um den Hof der Familie zu erhalten, will die rothaarige, mutige Vollwaise, gemeinsam mit ihrer Stute Dove, unbedingt das grausame Rennen gewinnen - doch Puck ahnt nicht, worauf sie sich da einlässt...

Mit Sean und Puck hat Maggie Stiefvater zwei interessante, problembehaftete Protagonisten mit vielen Facetten, Ecken & Kanten erschaffen, wobei es bei Sean einige Zeit gedauert hat, bis ich ihn ins Herz geschlossen habe; Puck/Kate dagegen mochte ich dagegen von Anfang an. Und obwohl die beiden Gegner im wohl gefährlichsten Pferderennen sind, lernen sie sich während des Trainings besser kennen und mögen. Die Entwicklung der Beziehung zwischen Puck und Sean wurde faszinierend dargestellt und auch die mitwirkenden Nebenfiguren sind reizvolle Personen.

In Maggie Stiefvaters Werwölfe habe ich mich verliebt, dagegen kann ich mit den wilden Wasserpferden weniger anfangen, obwohl ich die Romanidee rund um die Legenden dieser Geschöpfe aus der keltischen Mythologie originell und frisch finde. Vielleicht liegt es auch ein wenig daran, dass ich mit Pferden überhaupt nichts am Hut habe und nicht mal als junges Mädchen in diese Vierbeiner vernarrt war. Allerdings haben Capaill Uisce (gesprochen: Kappl Ischke) mit "normalen" Pferden nichts gemeinsam, denn die mythischen Gestalten aus alten Legenden sind überaus gefährliche Wesen, die sich angeblich von Blut ernähren, vom Salz der See angezogen werden und an Land kommen, um ihre Beute in das tiefe Wasser zu entführen.

Und so fließt im Handlungsverlauf viel Blut, was stellenweise ein bisschen an einen Horrorfilm erinnert. Außerdem kommt es immer wieder zu grausamer Tierquälerei, was ich persönlich (auch in einer erfundenen Geschichte) nicht gutheiße. "Rot wie das Meer" behandelt das alljährlich stattfindende Rennen der Capaill Uisce auf Thisby, das mit viel Blut und Gewalt verbunden ist, denn diese ungewöhnlichen Wesen in Pferdegestalt sind alles andere als harmlos... Interessant ist auch die Tatsache, dass das Skorpio-Rennen eine reine Männerdomäne ist, in die nun Puck/Kate eindringt und mit diversen Schwierigkeiten zu kämpfen hat.

Anfangs hatte ich einige Schwierigkeiten, mich in die ungewöhnliche Welt der Capaill Uisce einzufinden. Aber nach einer Weile nimmt die abenteuerliche Story auch Leute, die (wie ich) nichts mit Pferden nichts anfangen können, gefangen und zieht sie in ihren Bann. Obwohl die Geschichte sehr detailliert beschrieben wird und mich einige Stellen nicht überzeugt haben, übt "Rot wie das Meer" eine besondere Faszination aus, der man sich als Leser unmöglich entziehen kann. Gerne hätte ich noch mehr von Sean & Puck, über die Wasserpferde bzw. deren Herkunft sowie über das Zusammenleben von Mensch und Capaill Uisce erfahren.

Erzählt werden die rasanten Geschehnisse abwechselnd aus der Sicht von Puck und Sean (in der 3. Person), die den Lesern einen tiefen Einblick in ihre Gedanken und Gefühle gewähren. Allerdings kann ich mich nicht 100%ig mit den Protagonisten identifizieren bzw. nicht alle ihrer Handlungen und Taten nachvollziehen. Dank der ausdrucksstarken, mitreißenden Schreibweise von Maggie Stiefvater, der Kapitel in angenehmer Länge sowie der oftmals unterhaltsamen Dialoge lassen sich die 400 Seiten sehr schnell und flüssig lesen.

FAZIT:
"Rot wie das Meer" ist ein reizvolles Buch, das meiner Meinung nach allerdings nicht mit der "Die Wölfe von Mercy Falls"-Trilogie mithalten bzw. auch nicht damit verglichen werden kann. Trotz der außergewöhnlichen Romanidee samt gelungener Umsetzung, interessanten Geschöpfen aus der Mythologie, reizvollen Charakteren und einem flüssigen Schreibstil hat es "Rot wie das Meer" nicht ganz geschafft, mich vollkommen zu überzeugen. Das hat mit meinem Desinteresse an Pferden, den ausführlich beschriebenen Gewaltszenen sowie den manchmal recht schwierigen Hauptpersonen zu tun. Dennoch hat mich "Rot wie das Meer" erstaunlich gut unterhalten, weshalb ich bescheidene 4 STERNE vergebe.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rot wie die Liebe zu den Capall Uisce 11. Dezember 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Jedes Jahr im November, wenn die See stürmischer wird, die Nächte früher hereinbrechen und die Kälte heraneilt, wird die Insel Thisby von ebenso faszinierenden wie gefährlichen Meeresgeschöpfen heimgesucht, den Capaill Uisce, den legendären Wasserpferden, die der nordischen Mythologie entsprungen sind.
Sie sind schnell wie der Wind und tückisch und gefährlich wie die See, doch schon immer ziehen sie die Menschen der Insel in ihren Bann. Und genau deshalb wird jedes Jahr im Herbst das Skorpio- Rennen auf der Insel veranstaltet, sobald die Capaill Uisce den ersten Huf an Land setzen.
Ein Pferderennen um Leben und Tod, in dem die Männer der Insel auf den prächtigsten und schnellsten Wasserpferden ihren Mut unter Beweis stellen und ihren Stolz aufpolieren können.

Und so ist der junge Sean Kendrick nicht nur einer von vielen Pferdebegeisterten der Insel, er ist der erfolgreichste Wasserpferdreiter und dazu noch ein beachteter wie auch belächelter Pferdeflüsterer mit einigen sanften Tricks und Kniffen in der Hosentasche.
Doch dieses Jahr wird einiges anders werden, und nicht nur weil sich Sean vom erhofften Preisgeld seinen einzigen Lebenstraum erfüllen will, sondern auch weil sich zum ersten Mal eine junge Frau zum Rennen angemeldet hat.
Kate Connolly, genannt Puck.
Zusammen mit ihrem dicklichen, aber tapferen Inselpony Dove will das Waisenmädchen in der rauen und gefährlichen Männerwelt mitmischen, aber genauso auch mit dem möglichen Gewinn des Preisgeldes ihre Existenz und die ihrer Brüder Finn und Gabriel sichern.

Kate und Sean teilen sich die Liebe zu den Pferden und ihrer Heimat.
Jeder von ihnen kämpft für seine eigenen Träume.
Zusammen oder jeder für sich?

Die Capaill Uisce (ausgesprochen: Kapall Ischke) entstammen der nordischen Mythologie.
Äußerlich ähneln sie unseren Landpferden, aber innerlich sind sie keine Fluchttiere, sondern durch und durch Raubtiere.
Sie gieren nach Blut und Fleisch, sind immer auf der Jagd nach Mensch und Tier, ihre Sehnsucht und Treue gehört alleine dem Meer, weshalb sie schwer zu bändigen und zu reiten geschweige denn zu zähmen sind. Selbst Seans Pferd Corr hört das Rufen des Meeres und das seiner Artgenossen, spürt ihr Sehnen in jeder Faser seines Körpers, will seiner Natur bei jedem unachtsamen Moment Seans nachgeben.
Diese wilden und ursprünglichen wie auch faszinierenden Geschöpfe des Meeres lassen nicht nur die jungen und mutigen Männer der Insel für einige Tage im Jahr ihrem Alltagstrott entfliehen und locken reiche Touristen vom Festland an, sondern ziehen auch den Leser in ihren tödlichen Bann, sind sie doch ein Garant für Gänsehaut, und verströmen pure dunkle Magie.

Von der ersten Zeile an befindet man sich als Leser an den schönen wie auch gefährlichen Stränden von Thisby und sieht die Capall Uisce, wie sie dem Meer entsteigen, spürt das vibrierende Donnern ihrer Hufe, wenn sie beim Training an den Klippen entlang galoppieren, fast kann man die Blutspritzer auf den eigenen Händen sehen und riechen, wenn sie ihre Zähne in Leben und Fleisch graben.
Und manches Mal fühlt man sich um Jahrzehnte, wenn nicht sogar Jahrhunderte zurückversetzt, wenn man den kalten Wind spürt, der durch undichte Fenster kriecht oder man wie Puck ein schlechtes Gewissen bekommt, weil man die frische Orange nicht brüderlich geteilt hat.

Und auch Maggie Stiefvaters Figuren wirken so lebendig, als ob sie vor einem stehen würden.
Angefangen bei der mürrischen und dickköpfigen Puck, die wirkt, als ob sie in Essig eingelegt worden wäre, dem ruhigen und unzugänglichen, aber gleichzeitig auch wilden und ungezähmten Sean, seinem machtbesessenen Chef Benjamin Malvern oder dessen durchtriebenen und neidischen Sohn Mutt bis hin zum undurchsichtigen, aber dennoch sympathischen Millionär George Holly.
Maggie Stiefvater hat ungewöhnliche, authentische und interessante Charaktere erschaffen, die eindm aber sehr schnell ans Herz wachsen, weil sie einfach eine eigene Geschichte, ein ergreifendes Schicksal erzählen.

Doch manches Mal hätte es "Rot wie das Meer" auch gut getan, wenn Maggie Stiefvater ihrer Geschichte auch mal die Sporen gegeben und die Zügel straffer genommen hätte, denn oftmals tänzelt die Story auf der Stelle oder steht einfach nur ruhig in der Box herum anstatt voraus zu galoppieren oder im exaltierten Trab davon zu schweben.
Stattdessen wird man meistens in einem ruhigen und rhythmischen Takt mitgenommen und auf sachten Hufen davon getragen. Nur zwischendurch springt die Geschichte aufgeregt zur Seite oder legt einen kurzen, aber knackigen Galopp ein.
Meistens erschöpft sich Maggie Stiefvater jedoch in der Beschreibung der Atmosphäre oder den Beschreibungen der einfachen Leute auf der kargen Insel Thisby. Und so muss man dann zum zigsten Mal über die Armut und den Hunger und die Verzweiflung der Connolly- Geschwister lesen.
Aber vielleicht macht auch gerade dies "Rot wie das Meer" aus:
Maggie Stiefvater hat eine ruhige, langsame, poetische, einfühlsame Geschichte erschaffen, die über die Liebe und den Respekt zu Pferden und die Liebe zur eigenen Heimat zu erzählen weiß, und wie aus dieser Liebe eine Freundschaft und vielleicht sogar eine zarte Liebe entstehen kann. Aber auch eine Geschichte über den Zerfall einer Familie und über schwierige Lebenswege, und nur hintergründig eine Geschichte über ein rasantes Rennen, gefährliche mystische Kreaturen, Intrigen, Vorurteile und falschen Ehrgeiz.

Und dennoch wartet man gespannt darauf, wann das Scorpio- Race endlich starten wird und wie sich Puck und ihr tapferes Pony schlagen und sie sich in dieser Männerdomäne durchsetzen werden und ob Pucks und Seans zarte und irgendwie widerwillige Freundschaft das Rennen überdauern wird, da sie doch beide für ihre eigenen Träume antreten.
Man fiebert mit Kate und Sean mit, weil sie beide alles verlieren und alles gewinnen können, nämlich, dass was sie ausmacht, was sie zu den Menschen hat reifen lassen, die sie nun sind.
Sie würden bei einer Niederlage nicht nur ihre Existenz verlieren, sondern ihr gesamtes Leben.
Für Kate und Sean geht es um mehr als um Leben und Tod.

Eine gewaltsame wie auch gewaltige, eine spannende wie auch ruhige, eine fantastische und magische wie auch realistische und einfühlsame Geschichte für Jugendliche und Erwachsene - und sicherlich nicht nur für Pferdeliebhaber, weil das Thema Pferde und Reiten nicht immer im Vordergrund steht.

Aber irgendetwas in mir (etwas, dass ich nicht einmal genau benennen kann, weil mich doch gerade eine schöne und einfühlsame Pferdegeschichte mit Haut und Haar ansprechen müsste) wehrt sich, mich bei dem Jugendroman "Rot wie das Meer" gänzlich wohlzufühlen, mich in sein warmes Fell zu schmiegen und mich von dem Roman mit ganzem Herzen davon tragen zu lassen.
Für mich war das Lesen wie auf einer Pferdeauktion zu sein:
Die Zossen werden vorgeführt, Exterieur und Interieur stimmen, auch die Abstammung und die bisher erzielten Preisgelder bei Pferderennen, man sieht das Potenzial für die Zukunft, aber der Funke mag erst überspringen, kurz bevor der Auktionshammer zum dritten Mal hinunterschnellt. Sodass ich leider erst spät in Feuer und Flamme aufgegangen bin und mich von den Wellen der Begeisterung habe davon tragen lassen und in einem kleinen See aus Tränen zerflossen bin.

4 von 5 Sternchen!
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5.0 von 5 Sternen Tolle stürmische Atmosphäre ...
Die Temperaturen werden kälter auf der Insel Thisby, es geht auf November zu. Das Meer schäumt, braust und ist aufgewühlt. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Tagen von J. Weis veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Schönes Buch für Leute die Fantasy mögen
Hallo, hier hat Maggie Stiefvater ein sehr schönes und spannendes Buch geschrieben.
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Vor 20 Tagen von Elisabeth Hoch veröffentlicht
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Jedes Jahr im Oktober wird die kleine Insel Thisby von gefährlichen Wasserpferden heimgesucht, den sogenannten Capall Uisce. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Hanna91 veröffentlicht
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Vor 2 Monaten von Verena95 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen einmalig anders & sagenhaft faszinierend
Mit dem Prolog steigen wir neun Jahre vor der eigentlichen Geschichte in die Geschehnisse ein. Sean Kendrick begleitet als Kind seinen Vater ans Skorpio-Rennen. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Favola "favolas-lesestoff.ch" veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen "Rot wie das Meer" war eines DER Highlights 2012 für mich.
Der November lässt die verschlafene Insel Thisby immer wieder neu erwachen, denn die Capaill Uisce steigen aus den Wellen an Land. Lesen Sie weiter...
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'Rot wie das Meer' ist vieles zugleich: Das Gesellschaftsporträt einer verschlafenen englischen Insel, die in dörflicher Behaglichkeit von Schaf- und Pferdezucht lebt,... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Modus veröffentlicht
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Inhalt:
Einmal jährlich findet auf der kleinen Insel Thisby ein Pferderennen statt was anders nicht hätte sein können. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Deborah veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Tolles Buch!!
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Das Cover finde ich schön und es passt zu der Geschichte. Doch noch viel schöner finde ich das Buch ohne seinen Schutzumschlag. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von 182anni veröffentlicht
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