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Rot und Schwarz Taschenbuch – 1998

4.1 von 5 Sternen 8 Kundenrezensionen

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Produktbeschreibungen

Rezension

Rot und Schwarz, eines der ganz großen Bücher des 19. Jahrhunderts ist zwar fest in der restaurativen, nachrevolutionären Gesellschaft Frankreichs verankert, passt aber nichts desto trotzt sehr gut in unsere Zeit und hat uns viel zu sagen. Das liegt zum einen am Protagonisten Julien Sorel, einem ehrgeizigen, von Natur reich beschenkten jungen Mann. Dieser Ausnahmemensch kommt durch die Liebe zweier Frauen ganz nach oben, um dann zu stürzen. Es liegt mit Sicherheit auch an der außergewöhnlichen Menschenkenntnis Stendhals, der über ein immenses psychologisches Wissen verfügte. Helmut Peschina, der für seine Klassiker-Adaptionen bekannte Verfasser von Fernsehspielen, Theaterstücken und Hörspielen, hat in seiner Bearbeitung diese Kenntnis und vor allem die wechselnden Perspektiven der Romanvorlage herausgearbeitet.

Es geht hier um Lüge, Verhüllung und den Willen, Bürgern und Adligen ihre Langeweile vorzuführen. Julien Sorel, Zimmermannssohn, hat ein ausgeprägtes Gedächtnis und beherrscht Latein. Er ist klug, er bewundert Napoleon über alles und will ganz nach oben. Er beobachtet scharf, ist ein Zyniker und liebt um des intensiven Gefühls und der Macht willen. Liebe ist für ihn, aber auch für Mathilde, seine zweite Geliebte, ein Instrument. Unter der Regie von Marguerite Gateau entstand ein modernes Hörspiel über dieses Meisterwerk von Heuchelei und Verlogenheit. Geschickt werden die wechselnden Perspektiven dargestellt. Markus Meyer als Julien überzeugt vor allen durch seine häufigen Reflexionen über sein Tun. Die beiden Frauen, die Julien bei seinem rasanten gesellschaftlichen Aufstieg helfen, sprechen Chris Pichler als liebende Mme de Rênal und Jaschka Lämmert als dekadente Mathilde. Der Erzähler wird in einen weiblichen (Linda Olsansky) und einen männlichen (Matthias Walter) Part aufgeteilt und teilweise übereinander gelegt. Befremdend wirken die musikalischen, experimentellen Einlagen von Christian Zanesi. Sie künden den Fall Juliens an. Immer, wenn eine neue Etappe seines Aufstiegs bzw. Untergangs eingeläutet wird, hört man diese bizarren ‚Maschinengeräusche’.

Stendhal, eigentlich Henri Beyle (1783 – 1842) veröffentlichte Rot und Schwarz 1830. Der Roman beruht auf tatsächlichen Ereignissen. Als Schriftsteller kämpfte Stendhal sein ganzes Leben gegen die Borniertheit der bürgerlichen Welt. Daneben gilt das Motiv der ‚Jagd nach Glück’ als prägend für sein Schreiben. Wie sein Held, Julien Sorel, konnte Stendhal in seinem Leben die Prinzipien Geist und Tat verbinden.

Fazit: Keine Minute Langeweile, aber auch keine leichte Unterhaltung -- dieses Klassiker-Hörspiel bietet Hörgenuss vom Feinsten und weckt die Lust auf das Original, das man sich bei dieser Gelegenheit auf keinen Fall entgehen lassen sollte.

Hörspiel, Spieldauer: ca. 190 Minuten, 3 CDs. Mit Booklet. Deutschlandradio Kultur / ORF 2005 -- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Stendhal (1783 – 1842), eig. Henri Beyle, ist neben Balzac und Flaubert der bedeutendste Realist französischer Sprache. Sein Pseudonym wählte er nach der Geburtsstadt Winckelmanns: Stendal bei Magdeburg. Mehrere Jahre als Offizier in Diensten Napoleons, lebte er nach dessen Sturz ab 1814 in Mailand, im »Land der Freiheitsliebe«. 1821 von der österreichischen Regierung angewiesen, kehrte er zurück. Weitere Werke: »über die Liebe« (1822), »Die Kartause von Parma« (1839), »Lucien Leuwen« (posth. 1894).


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Kurz nach der Revolution von 1830, dem Moment des endgültigen Machtantritts des Bürgertums erscheint ein Roman, der als erster den Gattungstyp des realistischen Romans darstellt. Es handelt sich um Stendhals (1783-1842) "Le rouge et le noir". Bereits mit seinem im Herbst 1827 veröffentlichten Werk "Armance ou quelques scènes d'un salon de Paris", ein aktueller Gesellschaftsroman, der den Leidensweg und das Scheitern des jungen Außenseiters Octave de Malivert schildert, hatte der Autor die Richtung angedeutet, in die er gehen wird; doch erst mit "Le rouge et le noir" wird deutlich, daß der Gattungsbegriff "Roman" eine Wandlung vollzogen hat und nichts mehr mit dem Märchenhaften, Phantastischen zu tun hat. Der Roman erzählt die Lebensgeschichte des jungen, mittellosen Julien Sorel, der von Ruhm und gesellschaftlichem Aufstieg träumt und seine gesamten Ambitionen hierfür einsetzt. Der Protagonist durchstreift während seiner Karriere sämtliche gesellschaftliche Schichten, deren Schwächen von Stendhal beleuchtet werden. Am Ende scheitert Julien Sorel; er hat erkannt, daß sich seine Karriere nicht mit seinen Leidenschaften vereinbaren lässt, und daß er seine Identität nur noch im Tod bewahren kann. Das Bedürfnis nach Glück einerseits und Karrierebewußtsein andererseits lassen sich zur individuellen Selbstverwirklichung nicht miteinander vereinbaren. Trauriger und pessimistischer Schluß, der zum Nachdenken anregt. Hervorragend geschrieben. Der Roman spiegelt die Epoche seiner Zeit (Restauration) gut wider.(Man beachte den Untertitel: "Chronique de 1830"). Absolut empfehlenswert und für Begeisterte der französischen Literatur ein "Muß".
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Von Ein Kunde am 13. November 2003
Ein wunderbares Buch das mich vom ersten Moment an gefesselt hat. Stendhal beschreibt französische Kleinstädte und ihre Bürger im 19. Jh lebhaft und warm. Tiefgründige Auseinandersetzungen über die Liebe und das Leben liegen hier gar nicht schwer im Magen. Zurecht wird dieses Werk Weltliteratur genannt.
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Von Ein Kunde am 29. März 2000
Bedeutsames und enorm differenziertes Porträt menschlichen Strebens und Scheiterns. Parallel dazu wird eine der schönsten Liebesgeschichten der Literatur erzählt. Sehr empfehlenswert und erstaunlich modern geblieben.
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Ich habe relativ früh angefangen, "Klassiker" zu lesen, weil ich immer wissen wollte, warum ein Buch mehr Erfolg hat, als das andere.
"Rot und Schwarz" hat mich bis heute geprägt.
Die Sprache, die Werte, Idealismus, trotzdem Gefühle. Julien Sorel als einsamer Kämpfer für all das. Eine Seele, die mehr erwartet und nicht feige ist. Doch, wieviel ist Hoffnung?
Dieses Buch vereinigt alle Naturen. Der Kämpfer, der Schelm, der Liebhaber, der Sanftmütige und letztlich der Narr.
Ich habe bis heute die letzten zwanzig Seiten nicht gelesen, weil ich niemals wissen möchte, was aus Julien Sorel wurde.
So tief, hat mich sein Schicksal berührt.
Henri Bleyle hat dieser Geschichte eine eigentümliche Magie gegeben, dass man versucht ist, die Zeit zurück zu drehen und alles richtig zu machen, obwohl man weiß, es ist so niemals geschehen. Lesen!!! Bitte!
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