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Rot und Schwarz
 
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Rot und Schwarz [Taschenbuch]

Stendhal , Henri Beyle
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch
  • Verlag: Dtv (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 342312458X
  • ISBN-13: 978-3423124584
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 11,9 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 480.971 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Rot und Schwarz – das sind die Farben der Republik und der Geistlichkeit. Julien Sorel, Zimmermannssohn, hübsch, intelligent und besessen von unbändigem Ehrgeiz, vermag beiden Gesinnungen zu dienen, wenn es nur der Karriere förderlich ist. Frömmigkeit vortäuschend, bereitet er sich auf den Priesterstand vor, bekommt eine Stelle als Hauslehrer beim Bürgermeister und hat schon bald dessen schöne und sanfte Gemahlin Mme de Rênal verführt. Zur Vermeidung eines Skandals begibt er sich ans Priesterseminar, lernt dort die Hohe Schule der Heuchelei, tritt dann als Sekretär in den Dienste des Marquis de la Mole und entwickelt sich zum Weltmann. Als er die stolze Tochter des Hauses Mathilde so geschickt von seiner Person überzeugt hat, dass sie ein Kind von ihm erwartet, naht der Gipfel des Aufstiegs: Adelstitel und militärischer Rang. Doch die Gesellschaft nimmt bittere Rache an diesem Eindringling.

Stendhals berühmtester Roman – einer der wichtigsten im 19. Jahrhundert überhaupt – trägt autobiographische Züge und ist eine Abrechnung mit der verhassten Gegenwart der nachnapoleonischen Ära. Gleichzeitig finden sich in diesem Buch aber auch einige der schönsten Verführungs- und Liebesszenen, die die Weltliteratur zu bieten hat.

carpe.com

Dieser Roman nahm mich von Anfang an gefangen. Es ist beispielsweise unvorstellbar, wie Stendhal auf fünf Seiten den stundenlangen Kampf Juliens ihre Hand in seiner zu halten, schildert und dies auch noch kurzweilig zu lesen ist. Julien Sorel, ein ehrgeiziger und fleißiger Bauernsohn, lernt die Bibel auswendig; auf lateinisch. Er gerät als Privatlehrer in beste Kreise. Trotz dass der Roman im Jahre 1830 spielt, sind die gesellschaftlichen Umstände auch für den heutigen Leser noch aufschlussreich. Der Veränderung erstrebende Bürger wird als Störung empfunden, er "hindert uns, das Gute zu tun". Oder was sagt ihr dazu: "So weit ist es also im Staat gekommen, ein elender Arbeiter zwingt mich, mit ihm zu verhandeln, und spielt dabei noch den Frechen!"

Wie bei Stendhal nicht anders zu erwarten, stehen im Vordergrund Juliens Liebe zu zwei Frauen und die sich daraus ergebenden Verstrickungen für seine Karriere. Dass es dabei gefährlich wird, lässt sich denken. "Die einzige Auszeichnung, die ich für einen Mann sehen kann, ist eine Verurteilung zum Tod", dachte Mathilde; "jede andere kann man kaufen". Kurz nach der Hälfte hatte der Spannungsbogen eine Furche: Das ausführliche Ballgeplänkel in der Pariser Highsociety langweilte mich. Doch dann steigerte sich die Handlung bis zum fulminaten Schluss.

Rot und Schwarz wurde mehrfach verfilmt. Ein ausgezeichneter Filmstoff und ebenso lesenswert. --Herbert Huber


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Kurz nach der Revolution von 1830, dem Moment des endgültigen Machtantritts des Bürgertums erscheint ein Roman, der als erster den Gattungstyp des realistischen Romans darstellt. Es handelt sich um Stendhals (1783-1842) "Le rouge et le noir". Bereits mit seinem im Herbst 1827 veröffentlichten Werk "Armance ou quelques scènes d'un salon de Paris", ein aktueller Gesellschaftsroman, der den Leidensweg und das Scheitern des jungen Außenseiters Octave de Malivert schildert, hatte der Autor die Richtung angedeutet, in die er gehen wird; doch erst mit "Le rouge et le noir" wird deutlich, daß der Gattungsbegriff "Roman" eine Wandlung vollzogen hat und nichts mehr mit dem Märchenhaften, Phantastischen zu tun hat. Der Roman erzählt die Lebensgeschichte des jungen, mittellosen Julien Sorel, der von Ruhm und gesellschaftlichem Aufstieg träumt und seine gesamten Ambitionen hierfür einsetzt. Der Protagonist durchstreift während seiner Karriere sämtliche gesellschaftliche Schichten, deren Schwächen von Stendhal beleuchtet werden. Am Ende scheitert Julien Sorel; er hat erkannt, daß sich seine Karriere nicht mit seinen Leidenschaften vereinbaren lässt, und daß er seine Identität nur noch im Tod bewahren kann. Das Bedürfnis nach Glück einerseits und Karrierebewußtsein andererseits lassen sich zur individuellen Selbstverwirklichung nicht miteinander vereinbaren. Trauriger und pessimistischer Schluß, der zum Nachdenken anregt. Hervorragend geschrieben. Der Roman spiegelt die Epoche seiner Zeit (Restauration) gut wider.(Man beachte den Untertitel: "Chronique de 1830"). Absolut empfehlenswert und für Begeisterte der französischen Literatur ein "Muß".
War diese Rezension für Sie hilfreich?
13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Rot und Schwarz 13. November 2003
Format:Taschenbuch
Ein wunderbares Buch das mich vom ersten Moment an gefesselt hat. Stendhal beschreibt französische Kleinstädte und ihre Bürger im 19. Jh lebhaft und warm. Tiefgründige Auseinandersetzungen über die Liebe und das Leben liegen hier gar nicht schwer im Magen. Zurecht wird dieses Werk Weltliteratur genannt.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Keine leichte Lektüre 30. Januar 2003
Format:Taschenbuch
Ich habe dieses Buch vor 2 Jahren im Rahmen eines Projektes in meinem Französisch-Leistungskurs lesen müssen, und, ich muss sagen, es war nichts für mich. Ich habe mich mehr oder weniger durch die 600 Seiten gekämpft, um am Ende etwas Brauchbares zu diesem Buch abliefern zu können. Es beschreibt im wesentlichen die Lebensgeschichte des Julien Sorel und seine romantischen Beziehungen zu zwei so verschiedenen Frauen. Wer eine wirklich herzergreifende/-zerreißende Lebens-/Liebesgeschichte von Format (und ganz bestimmt ohne jeden Kitsch) mag, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen, aber ich gehöre bestimmt (noch) nicht zu diesem Leserkreis ;-)
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