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Rot und Schwarz: Chronik aus dem 19. Jahrhundert Roman
 
 
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Rot und Schwarz: Chronik aus dem 19. Jahrhundert Roman [Taschenbuch]

Stendhal , Elisabeth Edl
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 880 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Dezember 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423135255
  • ISBN-13: 978-3423135252
  • Originaltitel: Le Rouge et le Noir
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 168.187 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Stendhal
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Produktbeschreibungen

Perlentaucher.de

Buchnotiz zu : Die Zeit, 09.06.2004
Keinen Zweifel lässt Andreas Isenschmid daran, dass er Stendhals "Rot und Schwarz" zu den ganz großen Büchern des 19. Jahrhunderts zählt. Dass weder Flaubert noch Claude Simon das so sehen wollten, das spreche eher für die entschiedene Eigenart dieses Buches als für deren Literaturverständnis. Mit großer Entschlossenheit verzichtet Stendhal, so Isenschmid, auf alle introspektive Psychologie, die spätere Werke des Jahrhunderts auszeichnen sollte. Stattdessen sei er im Grunde ein Autor von "Laborprotokollen". Entsprechend der Entwurf seines Helden, an dem alles "Kalkül und Künstlichkeit" ist, das perfekte Objekt für die Liebes- und politischen Experimente, die Stendhal mit ihm im Sinn habe. Ganz außer sich vor Begeisterung ist der Rezensent über diese neue Übersetzung, die diesen Roman nun "endlich und wirklich in Deutsch" zugänglich mache. Bei allen Stichproben, die Isenschmid zum Vergleich mit früheren Übersetzungen vorgenommen hat, hat sich die neue Übertragung von Elisabeth Edl als überlegen erwiesen, das heißt: als "knaper, treffender, rhythmussicherer". Ebenso überzeugend findet der Rezensent das Nachwort der Übersetzerin und die Anmerkungen, die "genau, einfallsreich und gebildet" seien. Eine ganz uneingeschränkte Lobeshymne.

© Perlentaucher Medien GmbH
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Pressestimmen

»›Rot und Schwarz‹ ist ein jung gebliebener Roman über die ewig aktuellen Gefühlsmanöver im menschlichen Zusammenleben.«
Kloster Einsiedeln, Zeitschrift der Benediktiner, Mai 2007

»Die Neuübersetzung dieses Klassikers über den Emporkömmling Julien Sorel sollte in keinem Bücherregal fehlen.«
Wienerin

»Goethe hat Le Rouge et le Noir gleich nach Erscheinen gelobt, 1882 hat Nietzsche die ›gedankenreichsten Augen und Ohren‹ von Stendhal gepriesen, und 2004 ist dieser beste Roman von Stendhal nun endlich und wirklich in Deutsch erschienen.«
Andreas Isenschmied, Die Zeit

»Stendhal wird entstaubt und leuchtet wie am ersten Tag.«
Georg M. Oswald, Frankf­urter­­ Allgem­­einen­­ Zeitun­­g

»Bei Elisabeth Edl nun sitzt das Sprachgewand knapp, eng schmiegt es sich um die Glieder der Syntax […] Dieser neue Stendhal hat nun endlich, wie Nietzsche gelobt hätte, ‹diese Noblesse des Schweigen-Könnens, Stehen-Bleiben-Können›.«
Stefan Zweifel, NZZ

»Historisch korrekt und zugleich so frisch wie nie zuvor – ein übersetzerischer Balanceakt, der eindrucksvoll geglückt ist.«
Wolfgang Schneider, Frankf­urter­­ Allgem­­einen­­ Zeitun­­g

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Caliban TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Ich gebe zu: Etikette wie "psychologisches Meisterwerk" und eine lange Liste von Lobpreisungen beginnend bei Goethe und wer weiß wo endend können falsche Erwartungen wecken, und dennoch: Hier handelt es sich um einen der Spitzenromane des 19. Jahrhunderts.

Dies zeigt sich schon an der überzeitlichen Themenstellung: der gehemmten Entfaltung des Individuums in einer ihn erdrückenden Gesellschaft. Julien Sorel passt nicht in die Zeit der Restauration der 1830er. Mit der Gier nach Geld und politischer Macht, die das Denken in seinem nur scheinbar idyllischen Heimatort regiert, kann er nichts anfangen: Seine Vorbilder liegen in der Vergangenheit, wie die Lektüre der Memoiren Napoleons auf St. Helena zeigt. So strebt er nach heroischer Größe, erorbert Frauen nach ausgeklügelten Schlachtplänen, verfällt ihnen danach aber - überaus sympathisch übrigens - umso bedingungsloser. Stets aber scheitert er an den kleingewirkten Funktionären des Systems. Trotz überragender intellektueller Fähigkeiten schafft er es nicht den Abgrund zwischen seiner niedrigen Abstammung und einem anerkannten Platz in der Gesellschaft zu finden. Er wird - so empfindet er es nicht ohne Grund - für diese Abstammung am Ende sogar zum Tode verurteilt.

Bei der Darstellung der Liebe Sorels zu Mme. Renal und vor allem zu Mathilde de la Mole gelingen Stendhal tatsächlich psychologische Meisterstücke. Präziser und plastischer hat keiner das abstoßende Gefühl des Triumphs über den anderen Liebespartner beschrieben, der vermeintlich dem eigenen Ego verfallen ist; humorvoller aber auch nicht den Fall des Überheblichen, der unter der nachfolgenden Abkehr des Liebespartners wie ein Hund leidet. Gerade den widersprüchlichen und dafür umso reizvolleren Charakter von Mathilde de la Mole, die zwischen den Dünkeln der Standesgesellschaft, heroischer Romantik und Erotik schwankt, kostet Stendhals bis ins Detail aus. Hier schmelzen die Seiten des Buches unter der Hand des Lesers dahin, weil Menschen über alle Zeit in ihrer ganzen Widersprüchlichkeit wahrhaftig geschildert werden.

Drittens zeigt sich Stendhal wie in der Karthause von Parma als ein intimer Kenner der Mechanismen politischer Macht. Dies beginnt schon bei der Schilderung der Umstände im Priesterseminar, wo es nur scheinbar um das Erlernen von Wissensinhalten, tatsächlich aber um die Einübung von Unterwerfungsgesten gegenüber dem klerikalen Machtansprüchen geht. Der Naivling Sorel muss deshalb mit seinen überlegenen intellektuellen Fähigkeiten scheitern, weil er zu spät erkennt, dass es nicht um die brillante Beherrschung der lateinischen Sprache oder kirchlichen Dogmatik geht, sondern vor um Selbstverleugnung, Heuchelei und Unterwerfungsgesten: Ein schönes Spiegelbild zahlreicher Machtapparate bis zum heutigen Tage.

Der Roman belohnt den Leser schließlich mit einer Vielzahl unvergesslicher dichter Szenen, etwa wenn der hohl-pompöse Bürgermeister Renal der Abendsoiree in seinem Garten langweilige Ausführungen über seine politischen Visionen macht, Sorel aber im Dunkeln die Hand von Renals Gattin hält und sich beide über einen Händedruck vielmehr als durch Worte sagen.

Die vorliegende Übersetzung kommt dem Original, das ich gut kenne, bisher am nächsten, da sie die Sprache von allen Künstlichkeiten und vermeintlichen Reminiszenzen an den Stil des 19. Jahrhunderts entschlackt. Das Lakonische und Pointierte von Stendhals Stil kommt deshalb in bemerkenswerter Weise auf den Punkt.

Sicher muss jeder über das Werk selbst urteilen können: Aber lassen Sie sich durch die auf dieser Seite geäußerte Kritik nicht von einem eigenen Versuch abhalten!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Diese Neuübersetzung von "Le Rouge et le noir" von Elisabeth Edl

darf man getrost als vortrefflich und vorlagengenau bezeichnen. Genauigkeit zeichnen auch die biographischen Anmerkungen der Übersetzerin aus. Der Wissbegierige erfährt unter anderem auch, warum man Stendhals Schreibstil weder mit Balzac oder Flaubert oder Proust vergleichen kann. Der Untertitel "Chronik aus dem 19. Jahrhundert" verweist auf den Umstand, dass der Roman zu Stendhals Lebzeiten spielt. Hier werden Sitte und Lebensgefühl dieser Zeitzeugenschaft authentisch vermittelt. Andreas Isenschmid weiss gar nicht, was er versäumt, wenn er in dieser gelungenen Ausgabe bloss stichprobenweise herumschmökert.

Wenn man einen grossen Autor nicht im Original lesen kann oder will, dann soll man wenigstens zur sorgfältigsten Übersetzung greifen, die in deutscher Sprache zu haben ist. Hier ist sie.

Die Suche nach Vergleichbarem wäre reine Zeitverschwendung!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Einzigartig 11. Januar 2009
Von MG
Format:Taschenbuch
Stendhal hat die sein Publikum schon immer in Verächter und Bewunderer gespalten. Sicher gibt es viel, was man gegen seine Figuren und seinen Stil einwenden kann. Doch was ihm seinen Platz in der Weltliteratur sichert, ist seine Unverwechselbarkeit. Die Charaktere und Situationen des Stendhalschen Kosmos sind völlig einzigartig in der Literaturgeschichte und, natürlich, wesentlich autobiographisch geprägt.

Das mit Abstand faszinierenste an diesem Buch ist für mich die Beziehung zwischen Julien und Mathilde, die irgendwie seltsam ist, doch gerade deswegen ungeheuer interessant und originell.

Denn diese Liebe hat nichts mit Verliebtheit und sexuellem Begehren zu tun, meine stille Vermutung ist sogar, dass beide in Wirklichkeit homosexuell sind. Doch gerade durch die Ausblendung dieser eigentlich essenziellen Aspekte der Liebe wird plötzlich der Blick frei auf andere Aspekte der Liebe, die sonst davon überlagert werden. Während es bei Julien in erster Linie um Eitelkeit und Macht geht und der sexuelle Akt in erster Linie ein Akt der Besitzergreifung ist, geht es bei Mathilde um ein romantisches Selbstbild, in das sie sich verliebt. Der dramatische Verlauf, den die Geschichte nimmt, ist im Grunde nicht die Zerstörung sondern die Erfüllung ihrer Träume.

Beide sind im Grunde monströse Egoisten, die auf einer verschlungenen Ebene zu einer Symbiose finden, die sie dann als Liebe bezeichnen. Die scheinbar hanebüchenen Wendungen der Geschichte, dass Julien zunächst versucht Madame de Renal zu töten, sich dann aber wieder in sie verliebt (was er halt so Liebe nennt), ist nur verständlich, wenn man diesen monströsen Egoismus begreift, dem im Grunde alle anderen Menschen nebensächlich sind, sobald die Selbstliebe und das Eigenbild erschüttert werden.

Übrigens sind die Parallelen zu Shakespeare, namentlich Hamlet, Othello und King Lear frappierend. Auch diese Charaktere opfern ohne zu Zögern alles, was ihnen einst lieb und teuer war, einer gekränkten Selbstliebe.
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Über den Versuch, einen Arm zu berühren
Stendhal, Rot und Schwarz (Le Rouge et le Noir), 1830

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Veröffentlicht am 22. Februar 2010 von Tiny Hanspeter
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Im Grunde ist dies eine einfache Geschichte. Der Handwerkerssohn Julian Sorel schlägt aus der Art, weil er sich mehr zu Büchern als zum Handwerk hingezogen fühlt und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. Juli 2008 von helmut seeger
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Rot und Schwarz", der psychologische Meisterroman aus der Zeit der französischen Restauration gilt als eines der ganz großen Werke der Weltliteratur. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Februar 2008 von ludwigwitzani
wunderbarer Roman über die Liebe
Es handelt sich zuanfang um keinen Roman welcher sich leist lesen ließe, doch sobald man über die ersten 100 Seiten hinweg ist vermag man ihn nicht mehr aus der hand zu... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. April 2007 von C.S.
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