...und wir mit ihr! Nun ja, als ich das "Lauta"-Video zum ersten Mal im Fernsehen sah, war ich nicht unbedingt angenehm überrascht: Zu sehr klang mir das Ganze nach einem allzu gewollten Versuch, das bisherige Image zu ändern. Leider geht auch die 2.Single-Auskopplung "I think I like it" in diese - für mich einfach zu ungewohnte - Richtung.
Ansonsten bin ich allerdings recht zufrieden mit Sabsis neuem Album. Im Grunde gefällt es mir sogar besser als das vorherige, welches insgesamt etwas zu flach und poppig ausfiel. Inhaltlich hat sich zwar nicht so viel geändert (beherrschende Themen: Liebe, Wut, Einsamkeit, Trauer, Hoffnung, Depression und Partystimmung), interessant allerdings, daß Frl. Setlur nunmehr ganz auf Diss-Tracks gegen die Rap-Konkurrenz zu verzichten scheint. Ein Zeichen dafür, daß sie sich ihrer "Pole Position" als "Female MC" im deutschen Sprachraum sehr wohl bewußt ist.
Die Produktion von Pelham & Haas ist sauber und glatt, eben typisch 3p. Als echter Gewinn erweisen sich Moses Pelhams eigener Gastauftritt beim Track "Discolampen" sowie der Einsatz von u.a. Sebastian Hämer für die Backing Vocals (Besonders stark bei "ROT" und "Lass mich los"!). Etwas nervend finde ich diesen anderen Background-Sänger, dessen Name mir grad nicht einfällt, und der auf einigen Songs (z.B. "Fühlt sich gut an") ein bißchen krampfhaft versucht, soulig zu klingen. Verzichtbar ebenfalls das von Bayz Benzon ("UnterWortverdacht") produzierte "Intro" und - insbesondere - "Outro": Es ist ja grundsätzlich begrüßenswert, wenn Sabrina ihren Fans ein Forum bietet (siehe 3."Glashaus"-Album), aber das Ganze dann gleich elektronisch so zu verfremden, ist meiner Meinung nach eher kontraproduktiv oder zumindest gewöhnungsbedürftig.
Abgesehen davon ist das Album aber sehr hörenswert. Wer Setlur und 3p vorher nicht mochte, wird sie zwar dadurch auch nicht unbedingt besser finden, alle anderen haben aber ihre Freude dran. Mir persönlich gefallen "Discolampen", "ROT", "Lass mich los", "Fühlt sich gut an" und "Bald vielleicht O.K." am besten.
In diesem Sinne, Sabs: Machsoweita!