Roswell ist eine Serie nach Motiven einer Jugendbuchreihe und ein
recht softer Mix aus Teendrama und SF der vor allem dank dem weiblichen
Hauptcast(Shiri Appleby,Majandra Delfino,Katherine Heigl) der zu jener
Zeit in der Blüte ihrer Jugend stand zu genießen ist und diverse
Schwächen leichter verschmerzen lässt.
Die ersten beiden Staffeln bieten fast durchgängig gute Unterhaltung
zwischen Collegebeziehungs- und "Alien"stress. Die letzte Staffel fällt
dagegen ziemlich ab,was wahrscheinlich einem Tauziehen um Inhalte hinter
den Kulissen zu verdanken ist und dem daraus resultierenden schnellen
Verlust an Zuschauerzahlen und der Gefahr gecancelt zu werden.
Die dritte Staffel hat auch nur noch 18 anstelle der 21 und 22 Folgen der
vorhergehenden Staffeln,jedoch nicht wie so viele andere SF-Serien einen
finalen Cliffhanger sondern einen - wenn auch improvisierten - so doch
zufriedenstellenden Abschluss.
Die erste Staffel ist insgesamt die Stimmigste und Rundeste. In der zweiten
Staffel wird mehr Action und mehr SF-Elemente geboten. Allerdings zeigen
sich in der zweiten Staffel auch starke Abnutzungserscheinungen hinsichtlich
der Beziehungskonstellationen ab,die gezwungen wirkend statisch gehalten werden
um das Grundthema der ersten Staffel weiterführen zu können,was insgesamt der
Show zunehmend die Dynamik nimmt und die "Drama"-Anteile beginnen ermüdend zu
wirken da immer wieder dasselbe Thema wiederholt wird.
Wahrscheinlich hätte ich im ersten Drittel der dritten Staffel das Interesse
an dieser Show verloren wenn nicht Appleby und Delfino so bezaubernde junge
Damen gewesen wären.
Vom persönlichen Unterhaltungswert stufe ich "Roswell" etwa auf einer Ebene
wie Bionic Woman (den Remake),Harsh Realm oder Moonlight ein. Qualitativ liegt
sie aber deutlich unter meinen Topshows (z.B. The Wire,Game of Thrones,Invasion
Intelligence).