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Rossi: Jörg Roßkopf - Die Biografie
 
 
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Rossi: Jörg Roßkopf - Die Biografie [Gebundene Ausgabe]

Ulf Krämer
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Verlag Die Werkstatt GmbH; Auflage: 1 (Februar 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3895338664
  • ISBN-13: 978-3895338663
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 14,6 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 130.189 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Jörg Roßkopf gilt seit zwei Jahrzehnten als die prägende Persönlichkeit im deutschen Tischtennis. Als Spieler wurde er Welt- und Europameister und nahm an fünf Olympischen Spielen teil. Als Trainer betreut er seit 2010 die deutsche Auswahl, die seither überragende Erfolge feiert. Die von Roßkopf autorisierte Biografie schildert hautnah und spannend seinen Weg vom Jugendspieler bis zum Bundestrainer. Ausschlaggebend für seinen Erfolg war eine Kombination aus Talent und harter Trainingsdisziplin, mit der sich Roßkopf auch nach Rückschlägen und Verletzungen wieder in große Form brachte.

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Peter Luthardt & Gunter Straub

Rezension zu Ulf Krämers
Rossi | Jörg Roßkopf-Die Biographie

Ein Buch über einen der großen Leitwölfe im deutschen Spitzensport. Ein Buch über Jörg Rosskopf Welt- und Europameister, Teilnehmer an fünf Olympischen Spielen. Vielleicht ja wie bei so vielen Biografien über Spitzensportler- mit einer Auflistung der Supererfolge, euphorisch, aber seelenlos?

Weit gefehlt: vor uns liegt ein unterhaltsames Buch vom Autor Ulf Krämer und ein lehrreiches noch dazu.
Unprätentiös, mit Abstand, aber Respekt schildert Krämer hier die Karriere eines ganz Großen des deutschen Tischtennissports. Er ist eigentlich Romanautor, und das merkt man, angenehmerweise.

Immer auf den Spuren Rossis und völlig nicht-chronologisch. Wegbegleiter aus dem engeren Umfeld des gebürtigen Hessen melden sich wiederholt zu Wort und rücken mitunter selbst für einen kurzen Moment ins Blickfeld. Wiederholt schlägt der Verfasser geschickt die Brücke zum Vereinsalltag der Tischtennis-Normalos und blickt über den Tellerrand hinaus nach anderen Sportarten.

Man merkt sehr schnell, hier geht es eher um das Gefühls- und Seelenleben eines großen Sportlers in den Momenten größter Spannung und Anspannung. Und die sind nicht an Zeitläufte gebunden. Ein Lehrbeispiel für jedermann, egal in welchem Sport und in welcher Liga er spielt.

Der Mensch Jörg Rosskopf steht im Mittelpunkt dieses Werkes: Rosskopf als trainingsfleißiger, kampfstarker und fairer Sportler, Rosskopf als verantwortungsbewusster, bodenständiger und mitdenkender Führungsspieler, und schließlich als kritischer Geist und innovativer Bundestrainer.

Es ist also offensichtlich nicht die Chronologie der Erfolgsgeschichte, die den Autor interessiert, sondern die Konstanz der kämpferischen Einstellung eines großen Athleten über alle beruflichen und privaten Anforderungen, egal, wo sie sich stellen.

Diese Biografie ist aber nicht allein nur eine Biografie, sondern dokumentiert darüber hinaus ein Stück neuerer Geschichte des Profitums im Tischtennis. Denn Hand in Hand mit Rossis Entwicklung als Spielers verläuft die Entwicklung von Vereins-, Verbands- und Trainingsstrukturen, die es zeitweilig möglich machten, dass Tischtennis-Europa mindestens auf Augenhöhe war mit der Konkurrenz aus dem Reich der Mitte. Es wird am Fallbeispiel Rosskopf aufgezeigt, wie die richtigen Rädchen zum richtigen Zeitpunkt ineinander griffen.

Und wo andere Biographen sich in Einzelheiten ergehen würden, beschränkt sich Krämer in geradezu naturwissenschaftlicher Kürze und Prägnanz, aber großer Neugier auf die wesentlichen Fakten, befasst sich aber umso intensiver mit den mentalen Aspekten des Fortkommens eines Kämpfertyps. Sachlich, respektvoll, und für jeden Sportler unglaublich lehrreich.

Wer immer sich mit Psychologie im Tischtennis, mentalem Training befasst, und spätestens mit dem Lesen dieses Buches geschieht das zumindest unbewusst, erlebt mit dieser Biographie hautnah und plastischer denn je, was die Erkenntnis bedeutet: Tischtennis ist Kopfsache.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von F. Mades
Nachdem ich vor etwa zwei Wochen Timo Bolls "Mein China" freudig gelesen habe, folgte gestern und heute die Biografie Roßkopfs. Obwohl ich viele Details der sportlichen Erfolge dieser Spieler bereits im Vorhinein kannte, war ich umso interessierter an den Dingen, die bislang nicht durch die Presse veröffentlicht wurden bzw. "vor meiner Zeit" passierten.

Denn mich infizierte das TT-Virus just Anfang der 90er-Jahre, in denen das europäische Tischtennis - wie im Buch ausführlich beschrieben - seinen Zenit erreichte, als nämlich die Weltmeister und dominierenden Spieler Waldner, Persson, Gatien, Saive und eben Roßkopf hießen. Ob das in meinem Fall an diesen Vorbildern lag, kann ich gar nicht mit Bestimmtheit sagen. Zumindest unterhielt man sich auch im Verein über den Spitzensport und deren Aushängeschilder. Heute ist der "Basis-Diskurs" über die Weltspitze doch recht einseitig geprägt. Wollte man es in ein Bild fassen, so sind die Chinesen die Römer und der Rest der Welt die Gallier - nur mit dem Unterschied, dass im Gegensatz zu René Goscinnys Comic-Helden den Galliern der Zaubertrank fehlt um die in allen Belangen übermächtigen Römer zu bezwingen. Dieser Eindruck vermittelt auch ein Ausblick Roßkopfs in seiner Biografie.

Das Buch hat mir sehr gefallen, vor allem auch Abschnitte wie der, in dem er über fünf Seiten eindringlich die schwerste Zeit seines Lebens, die vorübergehende Trennung von seiner Frau, schildert. In diesem Zusammenhang finde ich es handwerklich sehr gut umgesetzt, die Bewältigung dieser Krise mit den positiven Eigenschaften des Tischtennis-Spielers Roßkopf zu beschreiben. Der Charakter sowohl des Spielers als auch des Privatmannes Roßkopf wird dadurch sehr deutlich herausgearbeitet.

Was mir nicht so gut gefallen hat, sind neben ein paar unwichtigeren orthographischen Fehlern im Buch (die ich allerdings an einer Hand abzählen kann), folgende inhaltliche Fehler:

- S. 138: Nicht Oh Sang Eun wurde 2003 Vizeweltmeister sondern Joo Se Hyuk. Zwar ebenfalls ein Koreaner, allerdings ein Abwehrspieler!
- S. 168: Doppelolympiasieger wurde 1992 neben Lu Lin nicht etwa Wang Hao sondern Wang Tao! Ein Unterschied in nur einem Buchstaben.

Und der ältere Bruder Philippe Saives ist ein Mann, nämlich Jean-Michel Saive, nicht etwa Jean-Michelle Saive, wie irrtümlich geschrieben steht. (S. 136)

Abgesehen von diesen geringfügigen Makeln hat mir das Buch außerordentlich gut gefallen. Ich kann es nur jedem TT-Freak ans Herz legen.
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