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Rosenwahn: Angermüllers fünfter Fall
 
 
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Rosenwahn: Angermüllers fünfter Fall [Broschiert]

Ella Danz
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 321 Seiten
  • Verlag: Gmeiner; Auflage: 4., 4., Aufl. (8. Februar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3839210569
  • ISBN-13: 978-3839210567
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 12 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 67.337 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ella Danz
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Eine spannende und brillant recherchierte Geschichte, beängstigend realistisch erzählt.« Volkmar Joswig, Literaturkritiker »... Ella Danz schreibt Krimis wie Gourmetköche ein Drei-Gänge-Menü kochen: mit einer appetitanregenden Vorspeise, einem reichhaltigen Hauptgericht mit vielen würzigen Zutaten und einer überraschung zum Dessert ...« Ulrike Sárkány, NDR Kultur

Kurzbeschreibung

Unter einer betörend duftenden Rosa alba im Garten eines leer stehenden Hauses bei Eutin wird ein Skelett gefunden. Zwar wissen Hauptkommissar Georg Angermüller und seine Kollegen schon bald, dass es sich um die sterblichen überreste einer jungen Türkin handelt, doch von der Lösung des mysteriösen Falls sind sie weit entfernt. Und es kommt noch schlimmer: Als ein heftiger Regen am Neustädter Binnenwasser etwas ans Tageslicht spült, beginnt auch Angermüller sich ernsthafte Sorgen zu machen ...Unter einer betörend duftenden Rosa alba im Garten eines leer stehenden Hauses bei Eutin wird ein Skelett gefunden. Bald wissen Hauptkommissar Georg Angermüller und seine Kollegen, dass es sich um die sterblichen überreste einer jungen Türkin handelt. Nach einem Konflikt mit ihrer Familie vor drei Jahren ist sie spurlos aus Lübeck verschwunden.
Angermüller, der das Haus seines Freundes Steffen hütet, lernt dessen nette Nachbarin Derya Derin kennen, die einen Catering Service betreibt. Als sie sich Sorgen um ihre Mitarbeiterin Gül macht, weil diese seit ein paar Tagen nicht zur Arbeit erschienen ist, versucht der Kommissar sie zu beruhigen. Doch dann spült ein heftiger Regen am Neustädter Binnenwasser etwas ans Tageslicht und Angermüller beginnt Deryas Sorge ernst zu nehmen ...

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Patricia Twellmann TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Broschiert
Georg Angermüller und seine Frau gönnen sich eine kurze, eheliche Auszeit. Als seine Freunde David und Steffen in einen längerfristigen Urlaub fahren, zieht Georg so lange in deren Haus ein. Bereits am ersten Tag steht seine neue Nachbarin Derya vor seiner Tür, die sich sonst um die Blumen und den Garten der Freunde gekümmert hat. Geschwätzig wie sie ist, fällt es Georg nicht leicht, sich von ihr loszueisen. Als sie aber am nächsten Tag mit einem Korb voller leckerer türkischen Köstlichkeiten vor der Tür steht, siegt seine Neugier auf die wohlduftenden und unbekannte Speisen; auch die Konversation mit ihr ist anregend und interessant. Derya führt ein Catering Unternehmen mit Speisen aus allen Ländern, sie kocht leidenschaftlich gerne und ausnehmend gut. Leider ist ihre Mitarbeiterin Gül seit einer Woche verschwunden und sie macht sich große Sorgen. Wenn auch Gül manchmal spontanen Regungen erliegt, so meldet sie sich doch immer wieder bei ihr. Jetzt hat sie aber schon über eine Woche nichts von ihr gehört und wendet sich vertrauensvoll an Georg. Der rät ihr erst einmal abzuwarten, denn Gül ist sprunghaft und volljährig, verspricht aber, die Augen offen zu halten. Derya forscht derweil auf eigene Faust nach Gül. Als in Eutin die erste vollständig skeletierte Leiche gefunden wird, die sich schon bald als junges türkisches Mädchen entpuppt, wird Georg direkt an Gül erinnert. Die junge Frau sollte einen Mann in der Türkei heiraten, war aber vehement dagegen. Ehrenmord? Eine weitere skeletierte Leiche wird in Neustadt entdeckt, auch sie entpuppt sich bald als junge Türkin. Ein weiterer Ehrenmord? Sollte auch sie in die Türkei verheiratet werden? Gibt es weitere Parallelen zwischen den beiden? Hat auch Selma, eine weitere verschwundene Türkin, Güls Freundin, auch damit zu tun? Fragen über Fragen türmen sich vor den ermittelnden Beamten auf, die türkischen Familien sind anfangs nicht sehr auskunftsfreudig. Währenddessen entdeckt Georg Veränderungen bei seiner Frau Astrid, die er noch nicht so ganz richtig deuten kann. Was spielt ihr neuer Kollege Martin nur für eine Rolle, der plötzlich zu sämtlichen Verabredungen und Familienterminen mit erscheint? Sollte er sich Sorgen machen?

Schon zum fünften Mal hat Ella Danz eine äußerst erquickliche Mischung aus spannendem Fall und köstlichen Leckereien kreiert. Beim Lesen der ganzen Gerichte läuft einem ständig das Wasser im Mund zusammen und man möchte sich am liebsten zu Georg setzen und die ganzen türkischen Leckerbissen einmal probieren. Sie sind so delikat geschildert, dass mit Sicherheit für jeden etwas Interessantes dabei sein wird. Hilfreich sind auch die ausführlichen Rezepte am Ende des Buches, die Gerichte hat man bei der Lektüre genau kennengelernt und mit etwas Aufwand kann man sie nun auch selbst herstellen. Neben den ganzen Köstlichkeiten kommt natürlich der Fall und auch Georgs Privatleben nicht zu kurz. Zwei junge ermordete Türkinnen, da liegt das Mordmotiv doch klar auf der Hand - zumindest, wenn man nicht weiter nachforscht. Obwohl es erst anfangs wenig Hinweise gibt, so verdichtet es sich nach und nach, dass es möglicherweise doch ein anderes Motiv sein könnte. Ob die Rose wohl etwas damit zu tun hat?

Deutsche Vorurteile treffen mal wieder auf unverständliche andere Kultur, Ella Danz schöpft hier aus dem Nähkästchen. Sie gibt genügend Spießern das Wort, um fast sämtliche Vorurteile der türkischen Kultur zu erwähnen. Mit Derya hat sie dagegen einen sehr sympathischen Charakter erschaffen, die alleinstehende Türkin mit pubertierendem Sohn beweist es allen, dass sie rechtschaffen, fleißig, intelligent und ordentlich ist - alles Tugenden, die man gemeinhin den Deutschen zuschreibt. Leider gibt es von ihnen noch viel zu wenige, die Autorin beschreibt mit viel Feingefühl, wie schwer es junge Türken doch haben, den richtigen Spagat zwischen eigenen Entscheidungen und dem Willen der Familie zu beschreiten. Mit ihrer außergewöhnlichen Küche, die sehr viele verschiedene Geschmacksrichtungen beinhaltet, schafft sie es, freundlich Vorurteilen vorzubeugen. Auch ihr Sohn Koray, den Georg erst einmal als verschlafenen Rap hörenden, grummeligen jungen Mann kennenlernt, beweist, dass auch die fast erwachsenen Söhne ein gutes Herz haben und durchaus in der Lage sind, sich zu verständigen und zu helfen. Der Täter wiederum kommt aus einer überraschenden Ecke, man hat die Wahl zwischen zweien und betet eigentlich bis zum Schluß, dass es nicht der Eine ist. Wieder einmal ist die Coverauswahl hervorragend und das Buch von hoher Qualität. Ein besonderes Schmankerl sind die Rezepte am Ende, die alle einen Bezug zur Geschichte haben.

Fazit

Eine interessante Mischung aus Kriminalfall, Kochrezepten und privatem Liebesleben des Ermittlers ist Ella Danz wieder einmal gelungen. Unwillkürlich bekommt man Hunger beim Lesen, verliert aber nie den Fall aus den Augen. Dazu kommt noch der Lokalkolorit, wer Eutin und Lübeck kennt, wird mit Sicherheit auf den Schauplätzen gedanklich mitspazieren.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Charlie
Format:Broschiert
Meine Meinung:

Auf dem Umschlag ist ein Teil einer Hand mit Rosenblättern abgebildet. Der Titel ist passend dazu in Rot geschrieben. Der Krimi spielt im heutigen Lübeck.

Für einen Freund hütet Hauptkommissar Georg Angermüller dessen Wohnung. Am ersten Abend macht er die Bekanntschaft seiner türkischen Nachbarin Derya, die einen Cateringservice besitzt. Georg und Derya schliessen sofort Freundschaft. Derya macht sich riesige Sorgen um ihre Mitarbeiterin Gül. Seit über einer Woche hat sich Gül nicht mehr gemeldet. Es wurden bereits zwei Leichen von jungen türkischen Frauen entdeckt. Diese wurden unterhalb eines Rosenstrauchs gefunden. Wurde Gül vielleicht auch ein Opfer des Rosenmörders"?

Die Figuren sind sehr lebhaft beschrieben. Von Georg und Derya habe ich mir eine genaue Vorstellung gemacht. Ab der ersten Seite war ich von dieser Geschichte richtig gefangen. In den verschiedenen Passagen wurden diverse Leckereien beschrieben, die entweder Derya oder Georg gekocht haben. Einige, vor allem türkische, Rezepte werden auch noch im Anhang erklärt. Mir ist zeitweise wirklich das Wasser im Mund zusammengelaufen.

Der Autorin ist es wirklich gelungen, mich bezüglich des Täters an der Nase herumzuführen. Ich hatte so meine Verdächtigungen, aber mit diesen war ich wirklich auf dem Holzweg. Mit dem tatsächlichen Täter hätte ich nicht gerechnet. Von der ersten bis zur letzten Seite einfach ein Lesegenuss!

Es war mein erstes Werk dieser Schriftstellerin und sicher nicht mein letztes. Für jeden Feinschmecker und Krimifan ist dieser Leckerbissen ein Muss.
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Weniger ist manchmal mehr 18. Februar 2010
Von Pitzie
Format:Broschiert
Zum Fall: Nachdem kurz nacheinander die skelettierten Leichen zweier junger Türkinnen, jeweils vergraben unter einem Rosenstrauch, gefunden werden, kommt Georg Angermüller in seinem fünften Fall in Kontakt mit der Lebenswirklichkeit türkischstämmiger Migranten in Lübeck. Da er für seinen auf Hochzeitsreise befindlichen Freund Steffen das Haus hütet, lernt er zudem dessen türkische Nachbarin Derya kennen. Die Inhaberin eines Partyservice versteht es, Georg innerhalb kürzester Zeit in ihr näheres Umfeld zu integrieren. Zudem benötigt sie seine Hilfe als Polizist, denn ihre Mitarbeiterin Gül ist verschwunden. Gemeinsam mit seinem bewährten Mitarbeiterstab und Frau Dr. Ruckdäschl, der Vertretung von Georgs Freund Steffen, bringt Kommissar Angermüller nach und nach Licht in das Dunkel des Falles.
Dieser fünfte Fall ist unterhaltsam konstruiert, er entwickelt sich stetig weiter und am Ende erwartet den Leser auch eine kleine Überraschung, was den Täter angeht.

Negativ fällt bei der Entwicklung der Reihe insgesamt allerdings auf, dass das Kulinarische immer mehr Raum einnimmt. Der Leser wird nicht nur über das, was Georg Angermüller allabendlich zu sich nimmt, in aller Ausführlichkeit informiert, sondern dadurch, dass die Nachbarin Derya ihr Geld mit einem Partyservice verdient, sind auch noch umfangreiche Einblicke in die Vielfalt der von ihr angebotenen Speisen und deren Zubereitung fällig. Es kommt hinzu, dass sie und Georg viel Zeit miteinander verbringen und dabei essen, wobei sich die Unterhaltung natürlich zu einem großen Teil um die jeweils kredenzten Nahrungsmittel dreht. Es scheint mittlerweile so, als ob das ganze Leben des Georg Angermüller sich zwischen Kantinen, Imbissbuden, Restaurants und wechselnden Küchen abspielt und die Aufklärung des aktuellen Falles daneben mehr eine Randposition einnimmt. Der Spagat zwischen Ermittlungsarbeit und kulinarischen Genüssen ist in den vorherigen Bänden, insbesondere in Kochwut: Kriminalroman. Angermüllers vierter Fall, wesentlich besser gelungen.
Weiterhin vermag die Darstellung der Probleme junger türkischer Frauen überhaupt nicht zu überzeugen. Es wird mit dem erhobenen Zeigefinger die Ignoranz der Schwiegermutter, der Schwägerinnen und der Schwager gegenüber der türkischen Kultur kritisiert, in anklagendem Ton wird auf die Nöte von Töchtern türkischer Eltern hingewiesen, wenn ihnen die von den Eltern arrangierte Heirat mit einem ihnen unbekannten Mann droht, und es fehlen auch nicht mehrfach wiederholte Hinweise auf Ehrenmorde in türkischen Familien. Man fragt sich, wozu diese Andeutungen dienen sollen. Sie sind mehr heuchlerisch, denn gesellschaftskritisch.
In Georg Angermüllers Privatleben setzt sich der Verfallsprozess seiner Ehe fort. Er tritt dadurch, dass der Kommissar in diesem Band außer Haus übernachtet, gleichsam in ein neues Stadium ein. Allmählich muss aber auch hier gesagt werden, dass bald ein Ende kommen muss, bevor es zäh wird. Ein Anzeichen dafür, dass eine Entscheidung naht, konnte man in diesem Band immerhin entdecken.
Der letzte Kritikpunkt betrifft die Ausdrucksweise, derer sich die Protagonisten bedienen. Mir als Schleswig-Holsteiner ist noch nie aufgefallen, dass man in Ostholstein so unangenehm oft Wörter wie »sutsche« benutzte. In der Häufigkeit, wie dergleichen Ausdrücke in diesem Roman vorkommen, wirkt es nicht mehr natürlich, sondern nur noch affektiert und mit Gewalt auf norddeutsch getrimmt.
Zum Abschluss nun aber noch etwas Positives: Die Monologe des Täters (wie man sie z. B. aus Untreu: Roman kennt), die gegen Ende des Buches eingebaut worden sind, bewirken einen schönen Perspektivwechsel und runden den wirklich fantasievoll gestrickten Fall ab.

Fazit: Der Fall an sich ist gut. Wenn das künstlich aufgebauschte Drumherum nicht gewesen wäre, hätte ihm das sehr gutgetan.
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