Ein durchaus sehenswerter Film. Anders als viele andere deutsche Streifen vermeidet er zu einem guten Teil die gewöhnliche Schwarz-Weiß-Malerei. Nichtsdestotrotz ist er letztlich ein Ärgernis. Wie viele Historiker bereits kritisiert haben, ist die Aussage des Films höchst irreführend und beruht auf einer bewussten Verdrehung der historischen Tatsachen. Die in der Rosenstraße festgehaltenen jüdischen Männer sind nicht wegen des mutigen Protests ihrer deutschen Ehefrauen wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Vielmehr hat das Reichssicherheitshauptamt sie von vornherein nur zum Zweck der Registrierung interniert. Mit anderen Worten: Anders als der Film es suggeriert, waren sie gar nicht zur Deportation "in den Osten" bestimmt und sollten ohnehin wieder freigelassen werden.
Hinzu kommt, wie es die Historikerin Beate Meyer so treffend ausdrückt, dass der Film die Zuschauer mit der Frage zurücklässt, "wie es eigentlich zum Judenmord kommen konnte, wenn es doch nur sieben Tage der Standhaftigkeit bedurfte, ihn zu verhindern?"