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Moviemans Kommentar zur DVD: Krachvolle Bude in Leipzig, Megasound aber Bildschwächen und Extras an der Hartz IV Grenze.
Bild: Alle Bildwerte liegen auf leicht überdurchschnittlichem Grad. Es rauscht releativ deutlich (01:51:02), auch unter Berücksichtigung der besonderen Lichtverhältnisse bei einem Live-Act. Das Rauschen wird von der Datenkompression gern erfasst und zu im Hintergrund sanft ruckelnden Blöcken zusammengefasst (01.09.46). Zudem ist die ohnehin schwierige Farbwiedergabe durch die großen Sättigungsraten der Scheinwerfer schwierig. Hier kommt es insbesondere bei intensiven Rotwerten zu deutlicher Saumbildung (01.50.10). Gesichter sind oft etwas schwammig und detailarm. Dafür wird auch das Publikum mit überzeugender Tiefenschärfe mit einbezogen.
Ton: Die CapeRed-Produktion, deren Mitarbeiter Annette Rübsam und Falk Wegener schon zu Mediacs-Zeiten an der ersten Rosenstolz-Live-DVD mitgewirkt haben, bietet wie damals auch DTS-Ton. Dieser macht sich zwar im Vergleich mit der Dolby 5.1Spur nicht auf und davon, kann aber leichte Vorteile bei der Dynamikausbeute herausarbeiten. Auf jeden Fall klingen beide 5.1-Mischungen sehr dynamisch, breit und tief im Hörraum. Hier rockt das Haus, wenn AnNa und Peter Kracher wie "Megapower" in die Menge akustieren. Der tonale Schwerpunkt wurde leicht nach hinten versetzt, was den Vorteil bietet, dass man sich als Zuhörer tiefer im Publikum verwurzelt findet. Dadurch werden die Stimmen aber diffuser, weil man so nicht mehr klar auf den Centerkanal fokussieren kann. Logisch, jemand klingt direkter von vorn, je näher er vor einem steht. Dafür bietet die Stereospur eine erkennbar klarere Fokussierung auf die Dialoge, geht aber bei Weitem nicht so in die Breite und Tiefe. Bei 00.10.23 tritt ein kleiner Schnittfehler auf und man wird auch den Gedanken nicht los, dass der Jubel des Publikums leicht im Volumen nach oben korrigiert wurde, um einen mehr ekstatischen Effekt bei der Publikumsreaktion zu erzeugen.
Extras: Das Making of ist ausführlich genug und darin geben AnNa und Peter freimütig und locker Erfahrungen über die Tour selbst, dem Album und wehmütige Blicke auf früherer "kleinere" Zeiten zum Besten. Leider fehlen sinnvolle Boni wie z.B. Songtexte als Untertitelspur oder zum Ausdrucken, Biografien und Szenen von den Proben, für die Fans gern etwas mehr bezahlen. --movieman.de
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