dieser, bernsteins wiener rosenkavalier, ist leider nicht ein mittschnitt der 1968er-oster-
samstag-premiere, die joachim kaiser in seinen aufzeichnungen fast durchweg als
musikalisches ereignis feierte:
>es war der rosenkavalier des jahres: wien feierte ihn und sich selbst.<
weniger bernstein-affine halten ihren k.und.-karajan dagegen
Der Rosenkavalierdiese wiederveröffentlichung der nachträglichen studio-produktion ist z.t. nur
ein abglanz, wenn auch orchestral-musikalisch auf hohem niveau.
die wiener philharmoniker können halt ihren spätzeitlich-vergangenen strauss und
bernstein hat sinn das spätromantisch-sentimentalische, für schwung mit parfum.
lucia popp und walter berry (damals noch verehelicht mit der ludwig) waren wohl ein
studio-plus, leider nicht frau jones und auch der gefeierten christa ludwig fehlte im studio
ihre premieren-form 'glockenreiner', sicherer gestalt- und bühnenpräsenz.
aber bernstein und die wiener philharmoniker spielens wunderbar.