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Wer ein Spiel für zwei Personen sucht, hat mit "Rosenkönig" das beste Zweierspiel des gesamten Jahrgangs gefunden.
FAZ
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Die Spielidee ist wiederum einfach: Es geht darum, auf dem schachbrettartig aufgeteilten Spielbrett möglichst viele Steine seiner Farbe („Machtsteine") so geschickt zu platzieren, dass am Ende möglichst große zusammenhängende Felder (Verknüpfungen nur über Eck zählen nicht) resultieren.
Gespielt wird Zug um Zug, die Spieler setzen jeweils eine ihrer „Machtkarten" (diese zeigen Richtung und Anzahl der Felder, um die gezogen werden darf; für jede der 8 Richtungen gibt es eine Karte mit den Werten I, II und III), um einen Spielstein ihrer Farbe auf ein noch unbesetztes Feld zu platzieren. Auf den zuletzt gesetzten Stein wird eine kleine Krone gelegt; damit ist die Ausgangsposition für den nächsten Zug des Gegners markiert und vorgegeben.
Da die eigenen und die gegnerischen „Machtkarten", jeder Spieler hat übrigens maximal fünf auf der Hand, offen ausliegen, kann der Gegner einem durch geschickte Wahl des jeweils nächsten Zuges folglich durchaus in die Parade fahren - und natürlich umgekehrt.
Hierin liegt aber auch der Schwachpunkt des Spieles: zu oft verlaufen die Partien eher langweilig, weil keiner der Spieler „vernünftige" Karten hat und dadurch die Steine hintereinander einfach nur flott weg ausgespielt werden können bzw. müssen; das Entwickeln und Verfolgen einer echten Taktik (von Strategie ganz zu schweigen) ist ohnehin wenig gefragt - der Planungshorizont ist auf wenige Züge im Voraus eingegrenzt. Und es passiert auch nicht selten, dass man der Reihe nach Aussetzen muss, weil einfach keine passende Karte kommen will...
„Heldenkarten" (jeder Spieler hat vier davon) sollen für Abwechslung sorgen; diese erlauben es (allerdings wiederum nur in Verbindung mit einer passenden Machtkarte) mit der Krone auf einen Spielstein des Gegners zu springen und diesen Stein auf die eigene Farbe umzudrehen. Manchmal ist dies aber die einzig verbleibende Zugmöglichkeit und man muss eine dieser Karten dann gezwungenermaßen ausspielen, ohne einen nennenswerten Vorteil zu erzielen.
Ideal ist es natürlich, wenn auf diese Weise zwei eigene Felder, die bislang nicht oder nur über Eck miteinander verbunden sind, zu einem größeren Feld verknüpft werden können.
Da sich der Wert eines Feldes nicht aus der Summe, sondern aus dem Quadrat der Anzahl der Steine ergibt, kann es schließlich noch viel effektiver sein, große Felder des Gegners zu zerschlagen - man muss sich sein Vorgehen halt schon überlegen, aber aufgrund der eingeschränkten Handlungsmöglichkeiten gelingen solche Coups doch eher selten.
Das Spiel endet - in der Regel - wenn alle Steine verbaut sind, oder - seltener - wenn keiner der Spieler mehr einen legalen Zug machen kann.
Fazit: Insgesamt ein nicht zu anspruchsvolles Spiel, in dem es vor allem auf Kartenglück ankommt und dass dadurch keine echte Langzeitmotivation bietet.
Gleichwohl wird man "Rosenkönig" von Zeit zu Zeit gerne hervorholen und dann mit einigem Vergnügen spielen.
Welches herrschaftliche Haus wird über England herrschen, das Haus Lancaster mit der roten Rose im Wappen, oder doch das Haus York mit der weißen Rose im Wappen? Besetzen Sie mit Ihren Spielsteinen den wunderschön gestalteten Spielplan, vergrößern Sie Zug um Zug Ihren Machtbereich, reihen Sie Stein um Stein (zusammenhängend) aneinander - zerschlagen Sie Ihres Gegners Reihen unter Einsatz Ihrer Heldenkarten, jedoch Vorsicht - die Anzahl der Heldenkarten ist auf jeweils 4 begrenzt!
ROSENKÖNIG ist ein Spiel für 2 Personen, wenn Sie und Ihr Mitspieler (Alter ab 10 Jahre) Freude an Taktikspielen mitbringen erleben Sie für 30 - 40 Minuten je Runde die Lust an der Eroberung des mittelalterlichen England! Ziehen Sie los und erobern Sie die Krone!!!
Manches Spiel aus dem KOSMOS Verlag hat die letzten Jahre seinen Weg in meinen Spieleschrank gefunden.
Die letzten Monate war mein "Spieltrieb" zum schlafenden Riesen verkommen, nun da der Winter seine dunkle Decke übers
Land schlägt, die Tage kürzer werden ist Zeitvertreib von Nöten - und den suche ich weniger gern vor der Mattscheibe des flimmernden
Fernsehgerätes.