... in punkto Wolf Maahn. Habe es '93 eher nebenbei beim CD-Stöbern in einem gut sortierten Grazer Plattenladen entdeckt und kurz mal reingehört. Bin seither Wolf-Maahn-Fan und habe mir nach und nach alle Alben gekauft oder bestellt.
In Österreich ist es ja nunmal leider so, daß mittlerweile seit Jahrzehnten Deutschrock hauptsächlich mit dem Namen "GRÖNEMEYER" verbunden wird; deshalb muss man bei uns schon grosses Glück haben, solche Musik zu entdecken, da man ihn bei uns so gut wie gar nicht kennt. Das finde ich schade, da Wolf Maahns Musik viel interessanter, kantiger und erdiger ist, und er darüber hinaus auch die viel besseren Texte hat.
Was diese neue Auflage von "Rosen im Asphalt" betrifft, kann ich meinem Vorgänger bei der Rezension nur recht geben. Die einzelnen Songs sind viel besser abgemischt, zumal auf der alten Version nicht nur ganze 7 Songs fehlten, sondern auch gewisse Tonspuren bei den anderen 13 Titeln auch eingespart wurden. So beinhaltet diese neue Version zusätzlich einige von Wolfs ganz grossartigen Nummern aus den frühen Achziger Jahren, wie z.B "NICARAGUA", die mittlerweile schon Raritätenstatus haben.
Bei all diesem Lob kann ich diesem Album jedoch eine kleine Kritik nicht ersparen: Durch die Gesangs- und Choreinlagen mit dem Publikum werden einige wenige Songs ganz schön in die Länge gezogen. Sicherlich, und das steht ganz bestimmt ausser Frage, hat genau dies eine irrsinnig coole Liveatmosphäre erzeugt, für die, die damals mittendrin gestanden haben. Wenn man sich aber solche Aufnahmen zu Hause im Wohnzimmer anhört, wirkt das ganze dann höchst langwierig. "DER HOBBY-FREUD" wird dadurch zur nervigsten Nummer auf diesem Album.
Alles in allem ist es aber ein grossartiges Album und es ist schade, daß es so wenige von dieser Sorte gibt.