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Er kann! Nicht beim ersten Hören, auch nicht beim zweiten Mal, aber dann öffnet sich das Album behutsam wie eine Rose im ersten Sonnenschein und entfaltet seine ganze Pracht. Üppig ist die Platte ausgefallen, stellenweise bombastisch produziert. Das liegt vielleicht am Starproduzenten Gareth Jones (Depeche Mode, Erasure, Nick Cave, Einstürzende Neubauten), bestimmt aber daran, dass Hecker -- mal im Falsett säuselnd, mal mit schmachtender Stimme singend -- gerne übertreibt, dass es kaum auszuhalten ist. Sehr zur Freude der weiblichen Teenager: Man muss mal gesehen haben, wie eine Schar Mädchen an der Bühne steht und den schlacksigen Kerl anhimmelt.
Rose bietet noch mehr Stoff, der die Tränensäcke füllt und Melancholie-Gene ausflippen lässt. Die Pianostücke "Powderblue", "Kate Moss" und "Never-Ending Days" werden mit epischen Breiten aufgefüllt. Im Sehnsuchts-Song "I Am Falling Now" singt Hecker "hold me now, heal my wounds", und man möchte ihn wirklich in den Arm nehmen. "Daylight" dagegen ist bester Synthie-Pop à la Depeche Mode, und "My Love For You Is Insane" wagt sich tatsächlich in gemäßigte Drum & Bass-Gefilde vor, "My Friends" arbeitet mit gewaltigen Störgeräuschen und der Titeltrack rockt. Rose balanciert elegant zwischen Pop und Pomp. Maximilians Masterplan, Musik zu spielen, damit ihm die Mädchen hinterherlaufen, geht ein weiteres Mal auf. --Sven Niechziol
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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
a lovesong is a lovesong is a lovesong,
Rezension bezieht sich auf: Rose (Audio CD)
Es gibt Männer, in die man sich nur wegen ihrer schönen Augen verliebt. Oder wegen des schüchternen Lächelns. Sagt man. Ich vermute, in Maximilian Hecker verliebt man sich in erster Linie wegen seiner zerbrechlichen Liebeslieder. Er ist der romantische Anti-Held mit Gitarre, der vor Sehnsucht vergeht und bitte, bitte, niemals aufhören möge.Maximilian Hecker hat sich darauf spezialisiert, 100prozentige Liebeslieder zu schreiben. Und er macht es perfekt. Er treibt es sozusagen auf die Spitze. Nach „Infinite Love Songs" (2001, Kitty-Yo) erscheint im April 2003 sein zweites Album: „Rose" (Kitty-Yo). Jeder der elf neuen „Instant Love Songs" hat Maximilian Hecker selbst geschrieben, komponiert und eingespielt. Produziert wurde „Rose" von Gareth Jones, der auch schon mit Depeche Mode zusammen gearbeitet hat. Wer Heckers erstes Album gehört hat, wird auch diesmal die melancholische Stimme und die traurig-hymnenhaften Songs sofort wieder erkennen. Wird aber auch sofort feststellen, dass die Kompositionen instrumental viel komplexer sind und zum Teil sogar tanzbar. Mit „Daylight" z.B. macht Hecker eine geniale Zeitreise in die hardcore 80er Jahre und den A-ha Effekt perfekt nach. Danach legt er noch mit „My Love For You Is Insane" eine kurze 2step & dance Variante hin, um doch festzustellen: der tragisch romantische Gestus paßt doch viel besser zu mir, da bin ich zu Haus. Und das ist auch wirklich besser so, denn, es gibt noch eine Assoziation, die sich dabei unfreiwillig aufbaut, und zwar die mit Modern Talking. Das ist dann so'n bißchen zu viel. Hecker ist der Don-Quijote-Berlin-Mitte-Boy, der sein Leiden zelebriert, und wartet, und fleht, und flieht, selbstzerstörerisch, im Selbstmitleid langsam zergehend, der Liebe hinterher hetzend, vor der Liebe flüchtend, jedenfalls die Liebe bis zum geht-nicht-mehr thematisierend. Seine Dulcinea hat auf dem aktuellen Album einen zeitgemäßeren Namen: Song Nr. 1, „Kate Moss". Pop ist sehr verläßlich. In Pop we trust. Das wissen „Oasis" z.B. auch. Und es ist eigentlich sehr schön, wie die Songs auf „Rose" beginnen, wie sie sich langsam aufbauen, so angenehm voraussehbar. Da gibt es keine experimentelle Überraschung, außer vielleicht bei den beiden oben genannten Tracks. Jeder Song ist ein 100prozentiger Pop-Song im besten Sinne. Wie bei Schlagern kann man sich dabei auf die essentiellen Aussagen verlassen. Hecker setzt ganz bewußt auf Schlager-Floskeln und faszinierenderweise gelingt ihm dieser Flirt mit dem doch eher verpönten Zitat. Irgendwie scheint hier das Meiste ein Zitat zu sein, so echt postmodern, ohne offensichtliche Ironie, die Distanz ist nicht spürbar und spürbar zugleich. Man könnte es auch raffiniert einfache Liebeslieder nennen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Melancholisch und wunderschön !!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Rose (Audio CD)
Absolut gespannt war ich auf die 2. CD von Maximilian Hecker. Die 1. CD "Infinitive Love Songs" (meine Lieblings CD übrigens) strotzte nur so von Melancholie, schönen Melodien und über allem schwebte die wunderbarer Stimme von Maximilian Hecker. Und nun "Rose", absolut gleichwertig und professioneller. Die Songs erscheinen ausgereifter und Maximilian hat sich weiter entwickelt. Es beginnt mit dem gefühlvollen "Kate Moss" (mit einem schönen Klavier-Intro und typisch für Maximilian folgendem etwas schnelleren Beats) und endet mit einem Wunderwerk "Rose", um dieses Lied zu beschreiben reichen schlichte Worte nicht aus. Einfach anhören !Dazwischen ein Sammelsurium wunderschöner Melodien, Klängen und ..... ich schwärme einfach. Kaufen, anhören und wohlfühlen. Übrigens wer die 1. CD nicht hat, sofort kaufen. Noch etwas: Maximilian Hecker live zu erleben, ist ein Erlebnis. Wer die Gelegenheit hat das tun, sollte / muss es tun. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Das (fast) perfekte Pop-Album!,
Rezension bezieht sich auf: Rose (Audio CD)
Gibt es das perfekte Pop-Album?Wenn nicht, so ist Maximilian Hecker dem aber verdammt nahe gekommen. Wo findet man sonst schon ein Album, dessen melancholische Grundstimmung einen nicht total runterzieht? Hier ist es! Eine gekonnte Wanderung auf dem schmalen Grat zwischen Kitsch und Kunst! Eine ziemlich hohe Stimme - die aber trotzdem nicht nervig wirkt! Wohlklang - der aber an den richtigen Stellen immer wieder regelrecht ausbricht (z.B. im Titelstück). Rhythmen, die mich plötzlich denken lassen, mein CD-Player hakt (z.B. in "Fool") - es gibt keine Langeweile, trotz der grundsätzlich ruhigen Grundstimmung. Nur der rabiate, einminütige Ausbruch an Atonalität im Stück "My Friends" (dauert von etwa 1:30 bis 2:30) ist nach meinem Geschmack etwas zu extrem geraten, aber auch wenn's nur fast perfekt ist, gebe ich die Höchstzahl! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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