Nachdem ich vergangene Weihnachten bereits Teil 1 u. 2 der Familiensaga mit Senta Berger in der Hauptrolle gesehen hatte, war ich nach dem damals fulminanten Auftakt neugierig wie die Geschichte wohl weitergehen würde.
Nun 1 Jahr später habe ich es erfahren als ich zuerst Teil 3 u. nun den hier vorliegenden Teil 4 "Vier Jahreszeiten: Das Geschenk des Frühlings" gesehen habe, das Finale der Familiengeschichte.
Und um es gleich vorweg zu sagen, ich war doch ein wenig enttäuscht muß ich sagen. Waren die beiden ersten Teile noch sehr spannend u. von einer großartigen Senta Berger getragen, so war besonders jetzt im 4. u. letzten Teil der Geschichte Senta Berger fast nur noch in einer Nebenrolle zu sehen, obwohl es natürlich eine Hauptrolle war, verstehen Sie mich bitte nicht falsch, aber ihr Auftreten war nur noch sporadisch u. wie das einer Stichwortgeberin fast, was mehr als schade war, da Senta Berger weiß Gott mehr zu sagen hat als solche banalen Sätze wie man sie ihr hier bestenfalls noch in den Mund gelegt hat.
Die größten Parts in diesem 4.Teil hatten die Enkelin u. ihre lange verschollene Mutter, gespielt von Paula Kalenberg u. Natalia Wörner.
Während die arme Natalia Wörner recht blass blieb aufgrund der Rolle die sie zu spielen hatte, das sie mehr kann ist schließlich kein Geheimnis, mußten wir Zuschauer hauptsächlich der Interaktion einer Paula Kalenberg zuschauen, was nicht unbedingt jedermanns Sache gewesen sein dürfte. Zuweilen hatte man den Eindruck, sie hätte nicht mehr drauf als zwei Gesichtsausdrücke, beide mit weit aufgerissenem Mund u. ebenso weit aufgerissenen Augen versehen.
Dann hatte das Kostüm der bedauernswerten Paula Kalenberg im dicksten Winter noch tief dekolletierte Blüschen angezogen mit denen sie in den tiefen Schnee hinausstapfte, während alle anderen dicke Pullover trugen, es war schon grotesk bisweilen.
Die Geschichte selber blieb leider recht dünn u. man hätte Teil 3 u. 4 auch getrost in einen Teil fassen können, der dann wesentlich mehr Tempo gehabt hätte, aber leider war dem ja nicht so.
Die anderen großartigen Schauspieler wie beispielsweise Michael York oder Tom Conti wurden entweder klischeehaft in Rollenstereotypen (Michael York) gesteckt, oder zu Stichwortgebern degradiert (Tom Conti).
Es war schon traurig welchen mageren Verlauf die Geschichte genommen hat. Schöne Bilder sind auch nicht abendfüllend.
Mir war das Ende der Familiengeschichte der Vier Jahreszeiten jedenfalls eindeutig zu flach, auch wenn es heißt im Seichten kann man wenigstens nicht untergehen, so kann das im Umkehrschluß aber auch heißen, das Tiefgang auch schwerlich möglich ist.
Fazit, natürlich weiß man worauf man sich bei einer Pilcher Verfilmung einläßt, keine Frage, aber dennoch waren die beiden letzten Teile eindeutig zu mager u. enttäuschend, schade!