Durch "Odo und Lupus" bin ich auf den Autor Gordian aufmerksam geworden, und die zufällige Wahl der "Rosamunde" erwies sich als weiterer Glücksgriff.
Mit der Königstochter Rosamunde vom Volk der Gepiden, das mir - ich muß es gestehen - bis dato völlig unbekannt war, erleben wir die Geschicke des Reiches, Blüte, Machtwechsel, Intrigen, Feindseligkeiten, politische und militärische Fehlentscheidungen und schließlich den vollkommenen Zusammenbruch. Ein schönes Beispiel für Geschichte, aus der wir lernen könnten...
Daneben erfahren wir den Pragmatismus der unfreiwilligen Königin Rosamunde, die aus der Not eine Tugend macht, Einsicht zunächst über persönliche Rache stellt, dann aber durch öffentliche Demütigung sich wieder ihres germanischen Erbes entsinnt und Blutrache zu nehmen trachtet.