Manch einem mag das herzige Bilderbuch Trüffel und Rosalie - Eine Geschichte von der Liebe" noch in lebhafter Erinnerung sein. In diesem verlieben sich auf höchst amüsante und anrührende Art und Weise Trüffel - ein Trüffelschwein - und Rosalie - ein rosa Normaloschwein - ineinander. Das kleine Geschenkbuch von Katja Reider und Jutta Bücker war 2004 ein großer Renner.
Nun - drei Jahre später - soll das Nachfolgebuch Trüffel liebt Rosalie", ein ebensolcher Abräumer werden. Und die Chancen stehen nicht schlecht. Denn für die zweite Schweine-Soap-Folge haben sich die Autorinnen genügend Zeit gelassen und eine schöne Fortsetzung ersonnen.
Nach dem Kennen- und Liebenlernen des ersten Bandes, befinden sich Trüffel und Rosalie nun schon im fortgeschrittenen Verliebtseinsstadium. Zunächst noch himmelhoch jauchzend und - für die besten Freunde unerträglich - verliebt in den jeweils anderen, mischen sich bald Zweifel unter. Erste Eigenheiten - wie das allnächtliche Schnarchen, temporäres Unverständnis und ausgesprochene wie unausgesprochene Forderungen - machen sich im Alltag breit. Sie will Zärtlichkeit, er ein gutes Essen. Er will seine Ruhe, sie will Gespräche. Man ist genervt voneinander. Die Liebe wird auf die Probe gestellt. Und so flüchtet sich Rosalie in die Karriere, während er Bier und Korn zusagt. Ob die beiden es trotzdem schaffen und erkennen, dass sie zueinander gehören, soll hier natürlich nicht verraten werden.
Zur Handhabung des Buches: Wie auch beim ersten Buch lässt sich die Geschichte aus zwei Perspektiven lesen - einmal aus der Sicht Trüffels, einmal aus der Sicht Rosalies, bis in der Mitte des Buches die Erzählweisen aufeinander treffen.
Fazit:
Auch wenn der Trüffel liebt Rosalie" ein bisschen weniger flockig und fließend daher kommt wie das Erstlingswerk, ist der zweite Band der Trüffel/Rosalie"-Saga ein gelungener Nachfolger. Passt ja auch zum Inhalt, schließlich bedeutet Liebe auch immer Arbeit und da kann es auch mal ruckeln.