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Rosa Ritter & schwarze Prinzessinnen: Was wirklich "typisch männlich" und "typisch weiblich" ist [Gebundene Ausgabe]

Axel Dammler
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

24. Oktober 2011
Der Weg aus der Geschlechterfalle

Mädchen mögen pink, pflegen mit Hingabe Puppen und Tiere, träumen sich in schöne, heile Welten; Jungen lieben die Kraft von Baggern, Autos und Pistolen, brauchen Action und gehen keinem körperlichen Zweikampf aus dem Weg – typisch weiblich, typisch männlich? Angeborene Eigenschaften, denen nicht zu entkommen ist? Oder erlernte Geschlechterrollen, die sich auch heute noch hartnäckig halten?

Natürlich hat sich in den letzten Jahren viel in Sachen Gleichberechtigung getan. Doch warum kommen die Mädchen und Frauen auf ihrem Weg zu echter Gleichberechtigung nicht wirklich voran? Und warum werden Jungen zu den klaren Verlierern dieser Entwicklung?

Der renommierte Kinder- und Jugendforscher Axel Dammler zeigt mit vielen anschaulichen Beispielen, dass das Verhalten der Geschlechter durch fundamentale Grundbedürfnisse angetrieben wird. Und er zeigt, dass der Weg aus der Geschlechterfalle mit ihren überholten Rollenmodellen vor allem deswegen versperrt ist, weil diese Grundbedürfnisse nicht richtig angesprochen werden:

Mädchen stecken in der Konsensfalle, weil ihr natürliches Bedürfnis nach Integration und Kooperation durch die Erziehung sogar noch verstärkt wird – doch so kann weder gesunde Egozentrik noch der heute so wichtige Mut zu Individualität entstehen. Jungen sind immer noch Opfer ihres "Wettkampf-Genes", weil es nicht gelingt, ihr Bedürfnis nach Status und Anerkennung in Motivation für die Dinge zu kanalisieren, die in unserer Gesellschaft wirklich wichtig sind.

Axel Dammler beweist in seinem spannenden Buch, dass geschlechtsspezifische Grundbedürfnisse zwar einerseits angeboren sind, andererseits aber eben auch auf vielfältige Weise angesprochen und bedient werden können. So können gerade diese angeborenen Bedürfnisse zur perfekten Motivation werden, um der Geschlechterfalle zu entkommen und tradierte Stereotypen und Rollenzuweisungen aufzubrechen. Und nur dann ist echte Gleichberechtigung möglich: Nicht gegen die angeborene Veranlagung, sondern im Einklang damit.


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
  • Verlag: Gütersloher Verlagshaus (24. Oktober 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3579066935
  • ISBN-13: 978-3579066936
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 13,6 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 436.903 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Eigentlich sind weder Jungen/Männer noch Mädchen/Frauen mit ihren spezifischen Grundbedürfnissen wirklich zukunftsfähig: Den Jungs fehlt die Fähigkeit zur Kooperation, den Mädchen die notwendige Egozentrik. Zukunftsfähigkeit heißt heute, die Balance zu finden zwischen Wettbewerbsfähigkeit, einem gesunden Egoismus und Mut zur Individualität einerseits sowie der Fähigkeit zur Integration und Kooperation andererseits. Nur wenn beide Seiten gestärkt werden, sind unsere Kinder vorbereitet für die Herausforderungen einer globalen Welt.“ (Axel Dammler )

Über den Autor

Axel Dammler, geboren 1965 in Lemgo, hat Kommunikationswissenschaft studiert und ist seit 1992 als Jugendforscher tätig. Im Rahmen dieser Tätigkeit hat er diverse Studien für renommierte Kunden aus den verschiedensten Branchen erstellt. Seit 1999 ist er Geschäftsführer von iconkids & youth, dem größten deutschen Spezialinstitut für Kinder- und Jugendforschung. Er lebt mit Frau und zwei Töchtern in München.

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Kundenrezensionen

3.3 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Der Autor Axel Dammler versteht sich u. a. einerseits als Mitarbeiter eines Instituts, das psychologisch passende Entwürfe für die Werbung liefert und andererseits als Ehemann und Vater zweier Töchter im Grundschulalter. Er wünscht seinen Töchtern, nicht in die Jungs-Rolle der 'schwarzen Prinzessin' hineingedrängt zu werden. Er selbst siedelt seine Position in der Mitte zwischen reiner Geschlechter-Unterscheidung und dem von ihm in der Bundespolitik verortetem 'Gender-Mainstream' an. Es geht ihm nicht um ein Zurück in die Geschlechter-Trennung der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts und auch nicht darum, die bunte Gender-Vielfalt grau anzumalen. Es geht ihm eher darum festzustellen, dass unterschiedlichen Grundbedürfnissen auch unterschiedliche Angebote zuzuordnen sind, wobei letztlich offen bleiben muss, ob das Geschlecht biologisch definiert wird. Er geht von seiner Berufsrolle als Psychologe in der Werbe-Branche aus und wundert sich, warum das, was dort selbstverständliches Credo ist, in Schule und Gesellschaft z. T. als Tabu gilt. Dennoch eröffnet die Lektüre seine Buches mehr Fragen als es selbst stellt. Gibt es wirklich eine 'Mittelposition' zwischen 'Gender-Mainstream' und der Vorstellung der Geschlechter-Identität? Wie erklärt sich der Widerspruch zwischen der Männer-Dominanz in der Gesellschaft und der Frauen-Perspektive in der 'Gender-Mainstream'-Debatte? Ist das Buch auch an Frauen gerichtet und wenn ja, nur an solche, die sich um ihre 'Jungs' Sorgen machen? Werden Männer in Zukunft wirklich nicht mehr gebraucht? Und vor allem zur Kernthese: Lässt sich alles auf den Unterschied zwischen Status-Erwerb und Beziehungspflege zurückführen, und sind das nicht einfach neue Worte für alte Klischees? Sind Frauen wirklich mit einem niedrigeren Gehalt als Männer zufrieden?
Trotz dieser Frage: Die festgestellte Kluft zwischen Pädagogik einerseits und der Werbe-Branche andererseits bedarf der Bearbeitung, von welcher Seite auch immer. Dazu trägt dieses Buch bei, zudem es anschaulich gestaltet und ansprechend formuliert ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie Ritter und Prinzessinnen wirklich ticken 25. Januar 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Axel Dammler, der nach eigenem Bekunden die weiblichen Kernkompetenzen wie Multitasking und Kommunikationsfähigkeit schätzt, hat ein lustiges, ein nachdenkliches Buch geschrieben. Die Geschlechterfrage ist nicht so einfach zu lösen. Wir wollen keine kampfbetonten Chefs, aber auch keine untergebutterten Kollegen. Ein Dilemma. Geht es nach Dammler, so sollte man die 'Balance finden zwischen Wettbewerbsfähigkeit, einem gesunden Egoismus und Mut zur Individualität einerseits sowie die Fähigkeit zur Integration und Kooperation andererseits.' Also, Kolleginnen und Kollegen, auf geht's
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Titel und Umschlagtext des kleinen Büchleins machen das hoch gesteckte Ziel bereits deutlich: Es soll das wirklich Typische beider Geschlechter benannt und daraus abgeleitet werden, wie man 'tradierte Rollenmuster aufbrechen und gleichzeitig beiden Geschlechtern in ihrer Einzigartigkeit gerecht werden kann.

Das Buch ist neben dem Vorwort in drei Teile aufgeteilt. Zunächst stellt der Autor die aktuelle Geschlechterkontroverse dar und verrät uns 'die ganze Wahrheit über Ritter und Prinzessinnen', dann benennt er in 'Jungen und Mädchen in der Geschlechterfalle' die Auswirkungen von aktueller Geschlechterpolitik auf Kinder beider Geschlechter und versucht schließlich im dritten Teil einen 'Weg aus der Geschlechterfalle' zu weisen. Dabei stellt er sich immer wieder als Jugendforscher dar, verrät aber erst in in der Mitte des Buches, was genau sein Forschungsgebiet ist: er ist Marktforscher. Verwirrend sind die Auswahl der Quellen und die stets unvollständigen Quellenangaben: Dammler zitiert viel aus Illustrierten und Tageszeitungen um seine Aussagen zu belegen, stellenweise auch aus Marktforschungsstudien, deren Quellenangaben zu unvollständig sind, um nachvollziehen zu können, wer sie wann, warum und wie gemacht hat. Am häufigsten zitiert ist eine von seinem Institut durchgeführte und nicht näher beschriebene Studie, deren Ergebnisse seine Thesen belegen sollen.

Dammlers im ersten Buchteil dargestellte Sicht auf die Geschlechterkontroverse greift das bekannte Anlage-Umwelt-Problem auf, ohne dies als solches zu benennen: Er beschreibt die wissenschaftliche Diskussion zwischen Konstruktivisten, die die Geschlechterrollen für erlernt halten, und Genetikern, die Geschlechterrollen als angeboren ansehen. Der aktuelle Stand der Forschung wird dabei nicht benannt: dass die Wirkung von Genen und Umwelt in keinem Falle zu trennen und je nach betrachteter Population verschieden ist. Ebenfalls nicht benannt wird das von vielen Genderforschern fokussierte Hauptproblem, dass mit dem weiblichen Geschlecht assoziierte Verhaltensweisen und Eigenschaften gesellschaftlich geringer bewertet werden als männlich konnotierte. Nur vor dem Hintergrund dieser gravierenden Aussparungen des aktuellen Forschungsstandes lassen sich Dammlers Thesen nachvollziehen. Der Autor behauptet, dass Geschlechtsidentität zu 50 Prozent angeboren und zu 50 Prozent erlernt sei und baut auf dieser wissenschaftlich nicht haltbaren Behauptung sein gesamtes Buch auf. Hergeleitet oder begründet wird diese Behauptung genauso wenig wie die zweite Grundthese angeborener geschlechtsspezifischer emotionaler Grundbedürfnisse. Dammler zufolge entstehen die aktuellen Probleme mit der Gleichberechtigung, weil die geschlechtsspezifischen emotionalen Grundbedürfnisse ignoriert würden. Die behaupteten Bedürfnisse untermauert Dammler im Buch mit Zahlen aus der eigenen Studie. Genaue Leser werden verwirrt sein, weil die genannten Zahlen oft gar nicht belegen, was sie belegen sollen: So gelten Dammlers Statistik zufolge 'typisch männliche Bedürfnisse nur für jeden dritten Jungen - aber auch für jedes fünfte Mädchen... Konkret stellt Dammler folgende Thesen auf: Jungen und Männer seien statusorientiert, suchen den Wettbewerb und wollen sich identifizieren. Mädchen und Frauen dagegen seien beziehungsorientiert, wollen dazugehören und suchen Projektionsflächen. Dammler ist dabei einem Zirkelschluss aufgesessen: Er hat Mädchen und Jungen gefragt, was ihnen wichtig sei und dies dann als geschlechtsspezifische Grundbedürfnisse konstatiert: Mädchen wollen also gern dazugehören, weil sie gern dazu gehören....

Im zweiten Teil des Buches beschreibt Dammler die Probleme der Frauenförderung und steigt in Thesen der aktuellen Diskussion ein: Jungen kämen in den frauendominierten Bildungseinrichtungen für Kinder zu kurz und würden benachteiligt; Frauen wären selbst an ihrer Benachteiligung auf dem Arbeitsmarkt schuld, weil sie nicht genug fordern und den Wettkampf meiden würden. Daraus leitet Dammler im dritten Kapitel konkrete Ansätze ab, die die Situation verbessern sollen. Grundidee ist, dass die von ihm konstatierten 'geschlechtsspezifischen Grundbedürfnisse' berücksichtigt werden sollten, um tradierte Geschlechterrollen zu durchbrechen und Mädchen und Jungen zu fördern. Der Autor plädiert dafür, Techniken und Erkenntnisse aus der Werbung in Kita und Schule zu verwenden, um die Kinder zu motivieren und Belohnungssysteme einzusetzen. Konkret sollen Jungen öfter gewinnen und miteinander konkurrieren dürfen und schon in der Kita Sportunterricht erhalten; Mädchen dagegen sollten für Bravheit und Schönheit weniger gelobt und darin bestärkt werden, eigene Stärken wahrzunehmen, eigene Interessen zu vertreten und sich in Bestimmerrollen einüben zu können. Dammler plädiert für teilweise geschlechtergetrennten Unterricht und spezielle Lehrbuchinhalte für Mädchen (mit Prinzessinnen und Feen mit großem Beziehungsnetz) und für Jungen (mit Helden, die an Status gewinnen). Seine Thesen wirken dabei teilweise reaktionär und festigen überkommene Geschlechtersterotype statt sie in Frage zu stellen.
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